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„Die Notlüge“ von Karin Grandchamp

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Elin (hildegard.kuehneweb.de) 07.03.2020

Liebe Karin,
deine Zeilen sind sehr ergreifend und als Lüge kann ich sie nicht verstehen,
du wolltest dein liebes Mutterherz nicht unnötig Kummer bereiten, was ich
auch richtig finde.
Schicke dir herzliche Grüße von Hildegard

 

Antwort von Karin Grandchamp (08.03.2020)

Liebe Hildergard! Meine Mutter war der Stamm der Familie und wir Kinder waren nur die kleinen Äste. Wir hatten immenses Glück und wünschen jedem Kind auf Erden, eine solche Mutter zu haben. Meine Gedanken sind noch heute, nachdem sie ein Jahr verstorben ist, täglich bei ihr und wenn Gott will, dann werden wir uns wiedersehen im Jenseits. Auch hier danke ich dir vielmals, herzlichst Karin


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Goslar (karlhf28hotmail.com) 06.03.2020

Liebe Karin,

dein schönes Gedicht hat mich sehr berührt. Das war keine Notlüge sondern eine Liebeslüge.
Herzlich grüßt dich Karl-Heinz

 

Antwort von Karin Grandchamp (07.03.2020)

Lieber Karl-Heinz! Meine Mutter war immer mein Vorbild. Sie war eine sehr starke Frau und ich wünsche mir, dass ich von ihr Einiges geerbt habe. Dass ich ihr den Tod von meinem Bruder verschwiegen habe, war für mich ein Muss. Sie hätte eine solche Neuigkeit nicht überlebt in ihrem Alter. Jede Stunde, Minute und Sekunde mit ihr war ein Gschenk Gottes für mich.Auch, wenn ich noch diesbezüglich Gewissensbisse habe, bin ich froh, dass sie es nie erfahren hatte und friedlich einschlafen konnte. Herzlichen Dank, ich schicke euch liebe Grüsse und alles Liebe und Gute für euch, Karin


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FranzB (eMail-Adresse privat) 06.03.2020

Ich bekenne liebe Karin, auch ich lüge zuweilen! Warum auch nicht, doch es gibt immer wieder Menschen die sich selbst belügen! Grüße Dir und Familie liewbe Karin der Franz
*** Doch mit Erlichkeit, ich gelobe Besserung!

 

Antwort von Karin Grandchamp (06.03.2020)

Lieber Franz! Ich lüge nicht gern, weil die Wahrheit fast immer an den Tag kommt aber so wie ich es hier geschrieben habe, wenn es für einen guten Zweck ist, finde ich es sogar ratsam. Herzlichen Dank, liebe Grûsse Karin


Roland Drinhaus (RD-Kingweb.de) 06.03.2020

Liebe Karin
In Notsituationen darf man mit seinen Möglichkeiten nicht
zimperlich sein, wenn es darum geht, seine
Schutzbefohlenen (deine Mutter wurde in der beschriebenen
Situation zu einer solchen) vor geistigem Stress zu schützen.
In der Situation darf man auch lügen, oder etwas
verschweigen. In deiner damaligen Situation warst du selbst
durch das Hinfortgehen von Mutter und Bruder gleichzeitig
in einer schwierigen und belastenden Situation; die damalige
Lüge hat dich gewiss schon oft gedanklich beschäftigt. Wenn
man es realistisch sieht, hat diese Lüge genau das bewirkt,
was sie bewirken soll: Ein schlechtes Gewissen. Ich würde
das als eine Art Sühne verstehen, die bei allem Schmerz
dem einzelnen auch hilft, mit den Dingen besser umgehen
zu können. Und somit war diese Lüge hilfreich und heilend
geworden.... weil sie das bewirkte, was sie sollte. So meine
Gedanken zu deinem gut nachvollziehbaren Gedicht. Einen
schönen Freitag und ein schönes Wochenende wünscht dir
Roland.
schönen

 

Antwort von Karin Grandchamp (06.03.2020)

Lieber Roland! Manchmal muss man eine Entscheidung treffen und das habe ich zu Gunsten meiner Mutter getan. Hätte ich an dem Tag, als mein Bruder gestorben ist, ihr das gesagt, hätte ihr Herz aufgehört zu schlagen. Mein zweiter Bruder und ich haben uns beide dazu entschlossen, ihr das in ihrem Alter nicht mehr anzutun. Natürlich habe ich Gewissensbisse und die werde ich noch lange haben aber ich wollte immer das Beste für meine Mutter. Ich hoffe, dass die Entscheidung richtig war und dass sich beide oben im Himmel wiedersehen. So sind sie zumindest zu zweit und nicht alleine in einer vollkommen neuen Welt. Ich danke dir für deine lieben Worte und schicke dir liebe Grüße. Hab ein schönes Wochenende, herzlichst Karin


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