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„Ich will leben“ von Brigitte Waldner

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Goslar (karlhf28hotmail.com) 15.03.2020

Liebe Brigitte,

nur ruhig Blut. Auch diese Krise geht vorüber. Man muss sich schützen so gut es möglich ist. Panik bringt garnichts. Die Hamsterei taugt nichts wenn Menschen alles an sich reißen und andere leer ausgehen. Wir haben die Hungerjahre überlebt, obwohl wir an manchem Abend nicht gewusst haben, was wir am Morgen zu essen hatten. Hunger tut weh. Wir sind auf abgeerntete Kartoffelfelder gegangen und haben nachgebuddelt. Jede gefundene Kartoffel bedeutete Leben.
Herzlich Karl-Heinz

 

Antwort von Brigitte Waldner (15.03.2020)

Lieber Karl-Heinz, Du hast zwei Kriege erlebt und überlebt und jetzt auch noch die Seuche. Schau gut auf Dich, Du bist in der Risikogruppe 65 plus am allermeisten gefährdet. Du darfst überhaupt keinen Kontakt nach außen haben, weißt Du das? Auch besucht werden darfst Du nicht von Kindern und anderen, die Dich anstecken könnten. Hamsterkäufe haben wir hier von Menschen mit ausländischen Kennzeichen, stell Dir vor. Die kommen über die Grenze bei uns hamstern. Ich habe gesehen, wie die eine Menge Mehl und anderes gehamstert haben bei uns im Supermarkt. Dann habe ich diese beiden Herren angelacht, dann hat der eine mich ganz frech zurück angeschaut. Es war ein kroatisches Kennzeichen, aber nicht nur, ein Ungar auch, die offensichtlich vom Urlaub heimfahren mussten oder hier auf Besuch waren und sich den Kofferraum vollstopften. Na ja, ist verständlich. Ich finde, die Hamsterei passt schon. Die Schuld liegt nicht beim Hamster, sondern die haben schlecht organisiert. Die haben keine Ahnung, wie viel Klopapier und Nudel etc. eine Familie pro Woche braucht, wenn alle über Wochen ins Haus gesperrt sind. So würde ich das mal auslegen. Es ist kein Desinfektionsmittel zu haben, keine Maske, weil die zu unintelligent sind, die das zu verantworten haben. Sie könnten damit das Geschäft ihres Lebens machen. Sie hatten lange genug Zeit seit Ausbruch des Virus in China. Danke Dir für Deinen Beistand und liebe Grüße und pass gut auf Dich und Deine Frau auf, Brigitte aus dem derzeitigen Corona-Epizentrum,


Knorke Knoo (knorkeknooshoodgmx.de) 15.03.2020

Umso trauriger ist es. Vermutlich sind Deine Maßnahmen aber notwendig und richtig. Die Melancholie packt mich, die Panik auch, es wird immer schlimmer. Es muss doch mal eine Eindämmung dieser verblödeten Seuche geben! Wie kann es sein, dass die Regierung so spät so wenig unternimmt? Es tut weh, man muss doch irgendwas machen! Ich kann mich leider nicht isolieren, abschotten, zurückziehen, muss zur Arbeit, sonst sind Semesterferien. Aber es lähmt. Man kann nur drin bleiben die übrige Zeit, wenig bis gar nicht einkaufen, keine Veranstaltungen mehr...So hatte ich mir 2020 gewiss nicht vorgestellt.

LG und Trauer irgendwie hab am Start die aber Hoffnung für Dich. Karl-Konrad

 

Antwort von Brigitte Waldner (16.03.2020)

Lieber Karl-Konrad, ab morgen 16.3. dürfen wir Österreicher nicht mehr aus den Häusern. Ich habe einen Garten. Vielleicht geht das noch, ich weiß nicht, aber der Hund muss hinaus, er hat heute schon auf den Polster gemacht im Haus. Nur Personal, das im Einsatz gegen Corona gebraucht wird und Supermarktkassiererinnen dürfen hinaus. Das Bundesheer füllt jetzt die leergekauften Supermärkte auf, da die Supermarktkräfte überfordert sind. Aber erst muss die Ware noch per LKW angeliefert werden. Heute den ganzen Tag im Fernsehen Berichterstattung wegen Corona bis in die späte Nacht. Nicht schön, aber nötig. Jetzt müssen alle so leben, wie ich seit Jahrzehnten lebe. Außer einkaufen und seit ich einen Hund habe, mit ihm spazieren gehen, geht nix mehr. Und das geht jetzt auch nicht mehr. Ich möchte mit dem Auto herumfahren, einfach so, aber das ist nicht erlaubt. Keiner darf mehr fahren, außer begründet. i. Die Seuche ist übrigens hoch intelligent, sie packt den Menschen an der empfindlichsten Stelle, sie ruiniert die Lunge und unterbindet das Atmen. Für mich ist die Einschränkung nicht so schlimm, ich bin es ja gewöhnt, aber für meine Tiere, die ich einsperren muss, Freigängerkatzen, sie quängeln. Aber zu meinem Schutz muss ich sie einsperren. Danke Dir vielmals für die emotionale Unterstützung. Auch Dir die besten Wünsche, mit Grüßen mitten aus dem Corona-Gebiet, Brigitte


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