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„Die neue Normalität“ von Brigitte Waldner

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Minka (wally.h.schmidtgmail.com) 22.04.2020

Liebe Brigitte,
wir, hier in Frankreich können Deutschland nicht mehr verstehen. Wieso jetzt schon diese Lockerungen. Wenn man im Internet sieht wie die Leute zu Knubbeln zusammen stehen oder sich abküssen und so weiter. Ist es denn so schwer mal einige Zeit auf Dinge zu verzichten? Und das mit der Beschränkung der Menschen , was eigentlich laut "Gesetz" nicht in Ordnung ist, total bekloppt!!!!!!!!!!!!! Ist es denn laut Gesetz erlaubt krank zu werden oder zu sterben?
Wir vermissen viel, doch was soll's? Es ist doch gut für uns Menschen. Kann man doch alles nachholen.
Na, dann bleibt gesund!!!!!!!!!!!
herzlich Wally

 

Antwort von Brigitte Waldner (22.04.2020)

Liebe Wally, da muss ich Dir voll Recht geben. Mich wundert es auch, dass sich unser junger Kanzler von der Opposition auf einmal breitklopfen ließ, Österreich nach dem plötzlichen und strengen Shut-Down früher und vieles gleichzeitiger hochzufahren, als geplant. Ich hoffe, dass es uns nicht so geht wie in Südkorea, die die Schulen, nachdem sie geöffnet wurden, sofort wieder schließen mussten, dass sich die Leute neu infizierten und die landesweite Epidemie schlimmer wurde als zuvor. Das andere Problem ist, dass Arztpraxen geschlossen sind. Wer Zahnweh hat oder ein anderes gesundheitliches Problem, wird nicht behandelt, obwohl er versichert ist. Corona hat Vorrang und alles ist auf Corona ausgerichtet, wobei man die Todesfälle eh nicht verhindert, dass die Zahlen nicht nur weiter steigen, sondern auch noch falsch gemeldet werden und Tote nicht einmal getestet werden, ob sie Corona hatten, wenn sie daheim sterben. Mit dem Abküssen und Drücken habe ich es nie gehabt. Bei mir daheim gab es das nicht von Kind an. Meine Oma sagte immer, dass es höchst gefährlich ist. Mir kommt es auch abwegig vor, man muss sich nicht abküssen. Laut Gesetz ist es leider erlaubt, auf Kranken Tests mit Medikamenten zu machen und das führt wohl vielfach zu Todesfällen und auch das falsche Anschließen von Sauerstoff- und Beatmungsgeräten. Ich vermisse gar nichts, mir passt es, sind wenigstens einmal alle so eingeschränkt, wie ich es immer bin. Na ja, schadenfroh bin ich nicht, aber auch nicht traurig darüber. Sterben muss meinetwegen keiner, aber alle könnten sich öfters mal ein bisschen zurücknehmen. Und das ist jetzt die Gelegenheit, es zu lernen. Statt der Zigarette in den Mund zu stecken, einmal ein Stofftuch vorzuhängen, auch nicht schlimm für die NichtraucherInnen, wie mich. So denke ich. Ich danke Dir für den Kommentar und alles Gute nach Frankreich, mit lieben Grüßen, Brigitte


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