Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Pubertät“ von Robert Müller

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Margit Farwig (farwigmweb.de) 01.05.2020

Starke Gespräche, lieber Roberto, die von Grenzen und Toleranzen leben, immer gerade zur Stelle, wenn es beginnt, pubertär zu werden. Du hast ein unheimliches Geschick in Deiner Ruhe. Da fällt mir ein, 1. Mai, ja wir machen einen Ausflug, Picknick. Im Tecklenburger Berg packte ich Schmackhaftes aus, Hähnchen gegrillt."Aber doch nicht kalt", maulte unsere Tochter. Ich weiß mich nicht mehr, ob ich den kalten Hahn allein aufgegessen habe, vielleicht vor Enttäuschung stopfte ich mich voll...lach. Es gab aber irgendwo noch Warmes.
Herzliche Grüße, Margit


Renate Tank (renate-tankt-online.de) 01.05.2020

PUPERTÄT heißt das Schlagwort,
und wenn es darum geht,
ist logisches Denken ganz oft verfehlt...

In dieser Zeit wirbeln Gedanken auf,
die waren vorher verschlossen im Bauch.
Nun rumort aus dem Moment heraus
ein bereits länger schwelender Gedanke;
der soll auch manchmal ganz bewusst
zielen auf die Flanke...
Herausfordernd, nicht unterordnend,
ist das gesamte Gebaren.
Da hilft keine Güte, da hilft keine Strenge:
die innere Unruhe bringt äußere Enge.
Der junge Mensch weiß sich nicht zu bewahren
und überreagiert wie in großen Gefahren.
Da müssen manche Eltern selbst Ruhe bewahren.

Ich selbst habe diese Zeit ganz anders verbracht:
ich schuf mir Träumereien für den Tag - für die Nacht...
Nur einmal stellte ich mir die Frage aller Fragen:
ob ich wohl tatsächlich das Kind meiner Eltern war!
Ich zog Vergleiche - dann war alles klar.
Pupertierende sind schon sonderbar...

Gedankenzugabe und liebe Grüße von mir - Renate


Frank Gülden (eMail-Adresse privat) 01.05.2020

Hallo Robert,
wenn es am Türezuknallen hängt, sind sicher schon ungezählte Eltern in Erziehungsfragen durchgefallen.
Manchmal erbarmt sich aber auch das Schicksal: Als mein Sohn klein war, betrachtete er sein Kinderzimmer als einen Ort, den die Eltern nur mit seiner Genehmigung betreten und einsehen durften.
Und einmal verließ er den Frühstückstisch mit den lautstarken Worten: "Scheißeltern habe ich; Scheißeltern!" Dann hörten wir die Kinderzimmertür lautstark zufallen und dann ein Klirren. Eine überlackierte Glasscheibe hatte sich aus der antiken Kinderzimmertür gelöst und war in tausend Scherben zersprungen... Da konnte ich mir eine kleine, klammheimliche Freude nicht verkneifen.
Und seitdem hat das mit dem Türenknallen auch aufgehört.
Irgendwie ist Erziehung eben doch ein Glücksspiel...

Liebe Grüße,
Frank


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