Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Nicht alles muss vor dem Schutz von Leben zurücktreten“ von Robert Nyffenegger

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Musilump23 (eMail-Adresse privat) 02.05.2020

Lieber Robert, die Corona-Pandemie hat sicherlich unerwartete Nebenaspekte in der Bewertung der auferlegten Einschränkungen mit sich gebracht. In der Erreichung einer gewohnten Normalität unserer Wirtschaft lassen sich viele Fettnäpfchen ausmachen. Bei allen Ängsten, Bangen und Ungewissheiten die Corona bisher mit sich brachte, wurden die Entscheidungsträger hinter einer dichten Maske und einer beschlagenen Brille in ihren Maßnahmen erfinderisch.
Mit frdl. GR. Karl-Heinz

 

Antwort von Robert Nyffenegger (03.05.2020)

Danke Dir für Deine treffenden Worte. Für mich ist es eine reine Panikaktion einen Lockdown mit all seinen Konsequenzen in bezug auf Menschenrechte und wirtschaftliche Konsequenzen auszurufen in dem Zeitpunkt wo die Pandemie bereits ein tiefes Niveau erreicht hatte. Die politischen Verantwortlichen werden nie zur Rechenschaft gezogen und die Virologen tausend Ausreden haben und sich verkriechen. Das Volk wird die traurigen Konsequenzen tragen müssen. Herzlich Robert


Renate Tank (renate-tankt-online.de) 02.05.2020

HEUTE hat wer gut gesprochen,
MORGEN ist es wieder erbrochen...

Wir brauchen ein
„WELT-HOCHLEISTUNGSGEHIRN“.
Unsere Kapazitäten sind eingebrochen.
Wir drücken uns alles zur Verfügung Stehende rein,
quirlen es durch, um einzusehen,
auch so kann es nicht wirklich gehen...
Und was haben wir letztendlich
als ALTE Weisheit gefunden:
ALLES ist mit ALLEM verbunden.

Eine ZÄSUR nur kann uns retten?
Wen / was retten wir
aus den brennenden Betten?

Die MENSCHEN sind überfordert,
und wenn sie das waren,
sind sie anderen schon immer
an "DEN KARREN" gefahren...

Eine Gefahr brodelt sich erst warm,
bis sie sich ergießt in Kriegsalarm...
Der Zustand heute ähnelt einem
TANZ AUF DEM VULKAN.

RANDGEDANKEN - ungesüßt
- Renate

 

Antwort von Robert Nyffenegger (02.05.2020)

Schön von Dir zu hören, lieben Dank und erst noch in vielen Variationen. Da bleibt mir gleich die Spucke weg. Was mich wahnsinnig tröstet, sowas Verrücktes gibt es nie mehr, da mag ein Virus welcher Art auch kommen. Das Grab ist jetzt für Tausende geschaufelt und bis sie rausgekrochen sind, vergehen Jahre, wenn sie nicht drinbleiben. Die Übersterblichkei bei der Grippe 2015 war in CH 2500 ohne Stillstand und jetzt sind wir bald bei 1400 mit Lockdown, es hat folglich noch Platz. Die Virologen hoffen und Bangen. Herzlich Robert


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freude (bertlnagelegmail.com) 02.05.2020

...Robert, die Menschen verstehen es nicht anders. Es muss Regeln geben, die schützen andere Leben. Österreich hat die Regeln nun gelockert und wir dürfen die Kinder und Enkelkinder wieder treffen. Die Maßnahmen haben gewirkt und sonst, wer weiß, da wäre ich vielleicht schon in den ewigen Jagdgründen.
Hab Geduld, es wird sich wieder alles zum Besten regeln.
LG Bertl.

 

Antwort von Robert Nyffenegger (02.05.2020)

Danke Dir, aber ihr habt diese völlig unsinnige Maskenpflicht, da hat mich Kurz enttäuscht. Wie willst Du denn Deine Liebste küssen? Zudem musst Du die Maske täglich wechseln oder im Backofen bei 70Grad desinfizieren. Ich verrate Dir Du hast vorläufig keine Eintrittsbewilligung für die ewigen Jagdgründe. Hast Du überhaupt ein Jagdpatent? Lieber Gruss Robert


Bild Leser

Lyrikus (eMail-Adresse privat) 02.05.2020

Lieber (fraglos) nicht obrigkeitshöriger Robert...
Es trügt der Schein (doch Tabus gibt´s von oben)
Der Deutsche allein ( unschuldig- will gern toben)
Maskenzwang für Weiterleben?
auch Viren geh´n oft daneben...!
Engelszungen...im Abstands-Chor...uns alle loben!!
Herzl. satierische
Samstagmittagsgrüße
vom Schwabenfreund Jürgen

 

Antwort von Robert Nyffenegger (02.05.2020)

Danke Dir, hier in CH wird es ab 11.Maqi wieder lockerer zugehen. Sogar einen Termin beim Coiffeur habe ich schon organisiert. Maskenzwang gibt es nicht, aber so 10% tragen sie im Glauben sie seien geschützt, aber sie schützen nur die Anderen und das soll mir auch Recht sein. Schönen Sonntag, geh doch Tanzen, einfach offen zwei Meter Abstand, in Österreich tanzt es sich näher, nur ein Meter. Herzlich Robert


Manfred Ende (manfred-endegmx.de) 02.05.2020

Eben. Was sollen wir Menschenleben retten, wenn wir sowieso sterben müssen. Und die eigentlich Guten, schlussfolgere ich aus dem "Gedicht", sind die, die Schäubles These für die einzig richtige halten. Geht es doch um Menschenwürde und nicht um's Sterben. Oder geht's auch um die Würde eines Menschen, der bereits - ohne sich dafür zu entschuldigen ,- über achtzig ist ? Den man für die Annehmlichkeiten des Mitmenschen opfert könnte, - oder, - wie es zynischer kaum geht, - vom Alter her sowieso bald gestorben wäre?
Dann aber heißt es wieder:
"Die Menschen Würde zählt viel mehr,
Als Leben im Heim eingesperrt.
Ein alter Mensch sehnt sich doch sehr,
Nach den Liebsten, die er begehrt."
Aber dem "Liebsten" kann er doch wohl nur begegnen, wenn er am Leben ist.
Denn es ist nie und nimmer die Rede davon sein, dass "Isolation" für alle Zeit ihre Gültigkeit hat.
Je besser wir eine Zeit lang "Abstand" halten, umso besser sind die Chancen, dass es vorbei geht.
Oder sind Wissenschaftler auch die Tölpel und Trottel wie es die Politiker deiner Meinung nach sind?
Alle? - Woher nimmst du diese Weisheit, diese Überheblichkeit ? (Klugheit verkneif ich mir)
Wer will denn das totale Leben? - Klingt, als ginge es darum, die Menschen unsterblich zu machen...
Eigentlich ist es Schade um die "Lebenszeit", auf derartige Äußerungen, die dazu noch ein Gedicht sein sollen, zu antworten. Denn ändern werde ich deine vorgedachten Ergüsse mit Sicherheit nicht.
Dennoch: bleib gesund, und so fern du es willst, lebe recht lange!
manfred

 

Antwort von Robert Nyffenegger (02.05.2020)

Lieber Manfred, danke Dir herzlich für Deinen ausführlichen Streitkommentar. Vorausschicken möchte ich, dass ich Jahrgang 1938 bin, also im dreiundachtzigsten Altersjahr und berufshalber Arzt. Schäuble, den ich nebenbei auch als Schweizer, sehr schätze hat wortgemäss gesagt: Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz des Lebens zurückzutreten, dann muss ich sagen, das ist in dieser Absolutheit nicht richtig“. Wenn es überhaupt einen absoluten Wert im Grundgesetz gebe, so sei das die Würde des Menschen. Diese sei unantastbar. Aber sie schließe nicht aus, dass wir sterben müssen. Margot Käßmann, Theologin und frühere Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche sagte im Dlf. Dies könne in Spannung geraten. Sie denke dabei beispielsweise an Menschen in Altenheimen, bei denen Angehörige Sorge hätten, dass die Älteren nicht an COVID-19 sterben, sondern an der Einsamkeit und Isolation. „Da sehen wir schon, dass wir das abwägen müssen. Und solche ethischen Dilemmata gibt es immer wieder.“ Ich habe im Moment wirklich die Befürchtung, dass die Würde angekratzt wird, etwa wenn Sterbenden nicht die Hand gehalten werden darf, wenn eine Beerdigung stattfindet – das weiß ich von Kollegen – und dann darf nicht die ganze Familie kommen, weil maximal zehn Personen kommen dürfen. Was ist mit dieser Würde? Ich persönlich habe im Bekanntenkreis Ehepaare, ein Teil ist im Alters und Pflegeheim, die sich seit sechs Wochen aus Quarantänegründen nicht mehr sehen dürfen. Die mir weinend am Telefon ihren Zustand beklagen. Ich habe gelesen und bin davon überzeugt:"Die Anzahl an Menschen, die aufgrund der Maßnahmen an Arbeitslosigkeit, psychischen Problemen und häuslicher Gewalt leiden, ist weltweit hochgeschnellt. Mehrere Experten gehen davon aus, dass die Maßnahmen mehr Leben fordern könnten als das Virus." Zusammenfassend gesagt: ich bin für das schwedische Modell. Wenn ich es abschliessend drastisch formulieren soll, möchte ich nicht sagen: Wir wählen den wirtschaftlichen Suizid, um zu verhindern, dass einzelne betagte Menschen das Zeitliche einige Jahre früher segnen, als es unter normalen Umständen zu erwarten wäre. Mit freundlichen Grüssen Robert


Tensho (eMail-Adresse privat) 02.05.2020

Mein lieber Robert, dein Gedicht ist ein offenes Wort, was in heutigen Zeiten zwingend nötig ist. Die Duskussion, wie geht es weiter, muss fortgesetzt werden.
Wir dürfen nicht verkennen, dass unsere Gesellschaft ein Konglomerat sehr vieler, vorallem verschiedener Interessen ist. Ich glaube nicht, dass 1933 grüßen lässt, so, wie es unter deinem Gedicht steht. Trotzdem sind und bleiben Menschen manipulierbar, auch das zeigt die aktuelle Krise.
Wer kann und wer will für sich und sein Wohl entscheiden? Das ist keine simple Frage. Jeder sollte es dürfen. Kann und will es tatsächlich jeder?
Das ist ein schier unendliches Thema. ich will einfach mal einen Schlußpunkt setzen.
HG und dir ein schönes Wochenende, Bernhard

 

Antwort von Robert Nyffenegger (02.05.2020)

Danke Dir herzlich, 1933 habe ich nur im Sinne der allgemeinen herrschenden Hysterie genommen. Übertragen habe ich etwas begriffen wie es zu diesem Geschehen gekommen ist. Diesr Lockdown ist völlig überrissen. Betroffen sind ja eigentlich nur die Alten, die über achtzigjährigen (wie ich) tödlich in der Schweiz zu 27%.Also muss man sie informieren, Verhaltensmassregeln erklären, aber sie sind frei diese zu befolgen. Alters-und Pflegeheime müssen sinnvoll geschützt werden. Eine Patientenverfügung sollte jeder Alte mitführen. Bei Beatmung ist die Todesfallrate über zwei Drittel, die Folgeschäden der Überlebenden sind noch unbekannt, also soll jeder selberventscheiden. Die weltweiten Folgen, vorwiegend auch in den Drittländern meist in sekundären Gebieten werden immens sein. Herzlich Robert siehe auch mein Kommentar bei Manfred Ende


Frank Gülden (eMail-Adresse privat) 02.05.2020

Lieber Robert,
der chinesische Fluch: "mögest Du in interessanten Zeiten leben!" ist nun erfüllt worden. Ich weiß nicht, ob Du das Buch "Die unendliche Geschichte"(nicht die Filme) kennst. Mit jeder Wunscherfüllung geht auch etwas und sehr oft Wesentliches in uns verloren. Und was bringt ein langes Leben, ohne Lebensqualität und mit möglicherweise schlechtem Gewissen? Macht es nicht irgendwie verrückt? Für mich hat sich Deutschlands Suchtgesellschaft sehr gewandelt von stofflichen Suchtmitteln (Alkohol, etc.) hin zu nicht stoffgebundenen, wie etwa Spielsucht (dazu gehören auch online Games), zu Pornosucht und zu der Sucht nach Machterleben und zwar in der Form von Macht und Ohnmacht. Und wie es Süchte so an sich haben, werden sie irgendwann einmal selbstständig und die Sucht hat uns und nicht wir die Sucht. - Und da kann man Masken kaufen, wie man will, die Süchte demaskieren sich immer mehr: Im Kleinen wird häusliche Gewalt öffentlich, im Großen die Gier zu beherrschen, gesehen, gefürchtet, oder bewundert zu werden. - Und es gibt natürlich unzählige Facetten und Mischformen. Und wieder schreit alles: "Führer befiehl´, wir folgen!" Und wie schön wird aktuell überall gefolgt, und entmachtet geglaubte Parteien und Systeme feiern Auferstehung...

Ja, Dein Gedicht spricht es an; und wer schweigt, macht sich schuldig. Und für die Feiglinge unter uns: Man kann auch ganz leise "nein" sagen...

Liebe Grüße,
Frank

 

Antwort von Robert Nyffenegger (02.05.2020)

Danke Dir, das Buch "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende steht, vor Jahren gelesen, im Büchergestell. Bei dieser Gelenheit guck doch auch den Kommentar von Manfred Ende und meine Antwort zu meinem Erguss. Ich muss Dir ehrlich sagen, dank meines hohen Alters war es mir möglich alle meine Jugendträume zu erfüllen. Mein jetziger Wunsch wäre im Moment nur, möglichst bald wieder nach Portugal zurückzukehren, aber dort herrscht Lockdown in voller Schärfe. Nebenbei: es ist mir immer eine Freude mit Dir zu diskutieren, herzlich Robert


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