Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Die Definition von Leid“ von Roland Drinhaus

Das Gedicht lesen - oder weitere Beiträge und Infos von Roland Drinhaus anzeigen.

Beiträge anderer Autorinnen und Autoren aus der Kategorie „Aphorismen“ lesen

Bild Leser

freude (bertlnagelegmail.com) 02.05.2020

...Roland, Goethe sagte schon, Freud muss Leid, Leid muss Freude haben; in erster Linie sollte aber der Mensch stehen, drum darf man Pandemien nicht einfach übergehen. Das Leid wird immer größer, wenn man nichts dagegen tut. So waren die Maßnahmen wichtig, um nicht noch mehr Leid zu erzeugen.

LG Bertl.

 

Antwort von Roland Drinhaus (03.05.2020)

Lieber Bertl. Mein Aphorismus soll nichts gegen die Maßnahmen einwenden, die aufgrund von Corona getroffen worden sind. Diese Maß nahmen waren wichtig und richtig zum Schutze der Gesundheit. Trotzdem frage ich mich, warum Menschen und Medien bei einer Pandemie nur von einer "Krise" sprechen, die man im Grunde einfach mal so nebenher bekämpfen will? Ich finde, daß das etwas zu kurz gedacht ist. Diese Pandemie und das sich schon länger abzeichnende desolate Wirtschafts-Szenario das noch folgen wird, sollte, nicht nur der Kosmetik Willen, sondern auch unter realen Sichtweisen als das gesehen werden was es (leider) ist. Eine Katastrophe -möglicherweise die größte unserer Zeit. Darauf gilt es sich einzustellen. L.G. und bleibe gesund und schönen Sonntag, wünscht dir, Roland


Tensho (eMail-Adresse privat) 02.05.2020

Hallo Roland, ich habe nirgendwo nachgesehen, wie man allgemein den Begriff Katastrophe definiert.
Zunächst würde ich mal sagen, dass es ein menschlicher, zivilisatorischer Begriff ist.
Katastrophe, das ist eine Erschütterung bzw. maximaler Eingriff in menschliche Lebensumstände. Das kann sehr lokal, bis hinunter in das private Umfeld, oder eben sehr global sein. Die Art des Erlebens einer solchen Erschütterung ist der ganz persönliche Katastrophen-Level. der prägt auch die Sicht und den Umgang mit jedweder Veränderung. Die Dynamik von solchen Erschütterungen ist sehr komplex, die Auswirkungen sind sehr komplex. Der Mensch sucht stets zuerst nach einfachen Zusammenhängen. das ist vielleicht eine Überlebensstrategie, weil sie vglw. schnelles Handeln erlaubt. Hinterher ist man immer schlauer und man hätte an vieles denken können - hat man aber nicht. Der Mensch neigt dazu zu denken: Mich trifft es schon nicht. Klingt naiv, aber es hilft auch beim Weitermachen.
Nur so ein paar Gedanken.
HG Bernhard

 

Antwort von Roland Drinhaus (02.05.2020)

Lieber Bernhard. Deine Sicht der Dinge ist richtig und gefällt mir. Eine Folge einfach gedachter Zusammenhänge ist tatsächlich auch Verharmlosung. Wobei ich diese Hoffnung "mich trifft es schon nicht" als durchaus gut und nachvollziehbar halte. Ich könnte nun technisch wie das Robert-Koch-Institut sagen "wir sind doch erst am Anfang" ....jedoch ist eine Zeitangabe in dieser Hinsicht eher verwirrend, weil wir noch garnicht wissen, wann und wie zum einen das ganze endet und zum andern ob nicht bald, aber wohl eher Anfang nächsten Jahres ein Gegenmittel Corona abschliessen wird.... wenn, ja wenn da nicht noch schon viel eher uns die wirtschaftlichen Folgen wie eine Katastrophe ereilen werden. Tja... und dann trifft es jeden, der Angst vor Verlusten der eigenen Kohle hat.... dazu gehöre ich übrigens nicht. Ich danke dir ganz herzlich für deinen guten Kommentar und sag nun sei gegrüßt und... bleibe gesund! L.G. Roland


Nicht vergessen: Eigenen Kommentar zum Gedicht verfassen!

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für die Leserkommentare liegen bei den jeweiligen Einsendern.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für die Beiträge oder von den Einsendern verlinkte Inhalte.
Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).