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„Wenn du der Erste solltest sein“ von Karin Grandchamp

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FranzB (eMail-Adresse privat) 19.05.2020

Diese Gedanken habe ich zuweilen auch liebe Karin und dann geht mir es wie bei Heinrich Heine im Gedicht beschrieben! Grüße – Wünsche Dir Franz und passt gut auf euch auf!

Ich hab im Traum geweinet

Ich hab im Traum geweinet,
Mir träumte, du lägest im Grab.
Ich wachte auf, und die Träne
Floß noch von der Wange herab.

Ich hab im Traum geweinet,
Mir träumt', du verließest mich.
Ich wachte auf, und ich weinte
Noch lange bitterlich.

Ich hab im Traum geweinet,
Mir träumte, du bliebest mir gut.
Ich wachte auf, und noch immer
Stömt meine Tränenflut
(H. Heine)

 

Antwort von Karin Grandchamp (22.05.2020)

Lieber Franz! Ich mag die Gedichte von Heine sehr. Er schreib klasse und genau nach meinem Geschmack.Diese Gedanken sind wohl nicht selten in unserem Alter. Ratsam ist es für den Fall eines Falles, dass man schon vorher alle Papiere zusammen hat. Ich kann mir vorstellen, dass man in einem solchen Fall, den Kopf nicht ganz beisammen hat aber am besten, man denkt nicht zu viel daran und geniesst jeden Tag, den wir zusammen mit unserem(rer) Partner(in) verbringen dürfen.Schicke dir liebe Grüsse und danke für den Kommi, Karin


Renate Tank (renate-tankt-online.de) 17.05.2020

Liebe Karin,
was Frank dazu schreibt, ist eine Lebensweisheit und nicht einfach
so dahingesagt. Er bringt einen hilfreichen und auch schönen
Vergleich an. Wir wissen um unsere Sterblichkeit, deshalb ist es
so hilfreich, wenn man "sammeln" kann, nämlich schöne und tiefe
Erinnerungen. Ich selbst habe das schon zweimal erlebt und durch-
lebt: einmal bei einer Scheidung, die für mich wie ein Sterben war
und einmal beim tatsächlichen Tod eines neuen Partners. Man muss
den Tunnel besiegen, dann erscheint wieder ein Licht. Es ist eine
schwere Zeit, aber die bleibt vielen anderen auch nicht erspart...
Es ist gut, das nicht zu verdrängen, aber es ist ebenso gut, das
Gemeinsame in vollen Zügen zu genießen und nicht n zu viel Angst
zu verfallen. Denke doch nur an deine Tochter, was sie in jungen
Jahren lassen musste...

Liebe Grüße sendet dir Renate

 

Antwort von Karin Grandchamp (22.05.2020)

Liebe Renate! Das tut mir aber Leid, dass du schon so viel durchmachen musstest. Natürlich kannst du daher diesbezüglich aus deiner Erfahrung sprechen. Ich denke stets an meine Tochter und auch, wenn sie weit entfernt wohnt, wird sie bei mir sein, wenn ich in Not bin. Schliesslich musste sie das schon sehr jung miterleben.Ich denke, dass man in einem solchen Falle Unterstützung brauch, ganz egal von wem.Zum Glück habe ich auch sehr liebe Nachbarn und das, was ich für sie tun würde, würden sie auch für mich machen.Lieben Dank und dir einen schönen Tag, herzlichst Karin


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freude (bertlnagelegmail.com) 17.05.2020

...Karin, so weit kann man nicht nach vorne sehn,
und die Welt, sie wird sich weiter drehn.

LG Bertl.

 

Antwort von Karin Grandchamp (22.05.2020)

Richtig Bertl! So weit kann man nicht nach vorne sehen aber vielleicht ist es doch ratsam, wenn man sich darüber Gedanken macht. Schliesslich gibt es Einiges zu tun, wenn einer geht. Hat man in dem Falle wirklich den Kopf noch beisammen? Ich persönlich will jetzt schon wissen, was ich tun muss, wenn das eintritt. Es will nicht heissen, dass ich die Erste sein werde aber zumindest auf diese Art beruhigt es mich. Schicke dir liebe Grüsse und danke dir herzlichst Karin


MarleneR (HRR2411AOL.com) 17.05.2020

Liebe Karin,

all diese Gedanken habe ich mir auch sehr oft gemacht, wie es sein
würde, wenn dieser Tag einmal kommt. Für mich hat es diesen Tag
im vergangenen Jahr gegeben, im September ist mein Mann verstorben.
Wir durften über 50 Jahre zusammen sein, mit allem, was dazu gehörte,
mit Freude und auch mit Leid.
Im Herzen die schönen Zeiten bewahren, dies kann trösten.

Liebe Grüße dir von Marlene

 

Antwort von Karin Grandchamp (22.05.2020)

Liebe Marlene! Wir sind dieses Jahr auch fünfzig Jahre verheiratet und ich denke, dass sich viele diese Gedanken machen nach so langer Zeit. Man möchte es verdrängen aber vielleicht ist es ganz gut, wenn man schon vorher weiss, was auf einem zukommen könnte. Ich habs bei meiner Mutter miterlebt und blieb erstmal lange Zeit bei ihr, damit sie das etwas verdauen kann.Meist kommt eh alles anders, als man denkt. Herzlichen Dank, liebe Grüsse Karin


Robert Müller (roberto_muellerbluewin.ch) 17.05.2020

Liebe Karin, was Du in der Theorie beschreibst, habe ich jahrelang konkret erleben müssen. Wie oft hat mir meine Frau gesagt: Wenn Du vor mir gehst, dann schreibe ich auf dem Grabstein: "Auch das noch!"
Soweit kam es nicht. Meine Frau ist vor Weihnachten gestorben

Schönen Sonntag - fröhlicher Sonntag
Robert Müller

 

Antwort von Karin Grandchamp (22.05.2020)

Lieber Robert! Meist kommt ales anders als man sich vorstellt aber auf jeden Fall môchte ich darauf vorbereitet sein für den Fall eines Falles. Ich habe alle Papiere beisammen und habe auch zum Glück noch meine Tochter, die an meiner Seite stehen wird, wenn es eintreten sollte. Gedanken macht man sich aber unwillkürlich darüber.Ich danke dir vielmals und schicke dir liebe Grüsse Karin


Frank Gülden (eMail-Adresse privat) 17.05.2020

Liebe Karin,
das Leben ist ein seltsames Ding. So oft haben wir Angst und manchmal denken wir: Wenn "Das" passiert, dann ist alles aus! - Besonders dann wird das so sein, wenn man lange Jahre mit einem Partner teilt; er ist ja ein Stück von uns selbst geworden. Sogar wenn die Liebe längst verschüttet ist, wird das so sein. - Doch wir wissen nicht, was "dann" ist, wenn plötzlich jemand oder etwas wegbricht, wovon wir glauben, daß ohne diesen Halt das Leben nicht mehr weitergeht.
Ich, für meinen Teil, hänge nicht sehr am Leben und ich bin auch ängstlich und ein Schmerzvermeider; vor jeder Art Schmerz habe ich Angst... Dem Leben ist so etwas egal. Und wie oft habe ich gedacht: "Wenn das passiert..." - Und ich lebe noch; immer noch... Und so vieles habe ich mir nicht vorstellen können, was in meinem Leben passiert ist... Ich habe gelesen, daß Eichhörnchen Vorräte anlegen, immer. Und dann vergessen die Tiere oft, wo sie die Vorräte versteckt haben, und irgendwie finden sie doch immer etwas. Vielleicht sollten die Menschen es so machen wie die Eichhörnchen und überall Glücksmomente sammeln, wo wir nur können... Vielleicht vergessen wir, wo wir das Glück versteckt haben... Doch die munteren Eichhörnchen leben; und wenn wir unser Glück sammeln...?
Liebe Grüße,
Frank

 

Antwort von Karin Grandchamp (22.05.2020)

Lieber Frank Ich bin seit fünfzig Jahren verheiratet und denke hin und wieder daran, was ist wenn.Also wenn das heute passieren sollte, käme ich mir richtig hilflos vor. Man hat alles geteilt und jeder hatte seine Aufgaben und dann auf einmal muss man alles selber machen. Ich habe bereits einen Ordner angelegt, in dem steht, was zu tun wäre in diesem Fall.Du beziehst das Leben oft auf das der Tiere und du hast Recht. Von ihnen kann man nur lernen und auch ich mach es oft so wie du.Lassen wir das einfach mal an uns herankommen und wer weiss, ob ich die Letzte sein werde, dann habe ich mir umsonst Gedanken darüber gemacht. Herzlichen Dank, liebe Grüsse Karin


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