Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„DER TURM DER KIRCHEN“ von Hanns Seydel

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freude (bertlnagelegmail.com)

29.05.2020
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Merci für die Widmung Hanns. Du hast dich sichtlich bemüht bei dem Gedicht, etliche Passagen reimen sich gut, andre wieder nicht so. Der Aufbau mit 12 achtzeiligen Versen ist nicht einfach, vorallem wenn man die Menge des stofflichen Inhalts betrachtet und was da alles drinsteckt. Dir war es so wichtig und ich möchte dein Gedicht nicht abwerten Ohne dich kritisieren zu wollen, meine persönliche Meinung im Detail:
Die Metrik ist leider nicht immer stimmig, du beginnst die Zeilen der Verse abwechselnd, einmal jambisch, dann wieder trochäisch; das sollte durchgehend einheitlich sein, wenn möglich.
Die Silbenzahl stimmt nicht immer ganz, zumindest sollte die in zwei Zeilen gleich,
oder in vier Zeilen unterschiedlich, aber auf je zwei Zeilen verteilt, deckungsgleich sein.
Bei der Fülle deines Inhalts gibt es Inhalte, die vielleicht nicht so wichtig sind, auf die du eventuell verzichten, oder durch wichtigeres ersetzen könntest.
Dein Scheibstil ähnelt zu arg der mittelalterlichen Ausdrucksweise, wobei viel vom Rhythmus der Sprache verloren geht.
Mir ist schon klar, du richtest dich mehr nach Schillers Schreibweise, aber das wirst du kaum schaffen, da kommst du nicht leicht an ihn ran.
Geh deinen eigenen Weg, du kannst es ja, bring deine eigenen Ideen, der heutigen Schreibweise angepasst, noch flüssiger rüber!
Beispiel:
Riesig sind die Türm` der Kirchen,
die wuchtig rag` in Himmels Höhe.
Nichts mit dem ist zu vergleichen
in der Ferne und der Nähe.

Warum nicht so oder ähnlich:

Trochäisch beginnend:

Riesig sind die Kirchentürme,
welche wuchtig ragen in die Höhe,
sind mit gar nichts zu vergleichen,
stehn sie in der Ferne oder Nähe.

Jambisch beginnend:

Gar riesig sind die Kirchentürme,
die wuchtig ragen in die Höh,
sie sind mit gar nichts zu vergleichen,
ob in der Ferne oder Näh.

Ich weiß, du dichtest noch nicht so lange,
aber im Grunde weißt du ja, worum es beim Dichten geht.
Versuch vielleicht auch eigene Ideen, ernst oder humorvoll umzusetzen, die dir gerade einfallen oder in den Sinn kommen.
Durch Abwechslung wirst du variantenreicher und noch authentischer im Stil und deiner Aussage.
Hanns, kein Meister ist je vom Himmel gefallen, auch ich bin noch lang kein Meister.
Um gut zu sein, verlangt es akribischer Arbeit, über Google kannst du alles über verschiedene Versarten erfahren, der Rest ist üben, üben, üben!
Ich wünsch dir weiter viel Erfolg und ich weiß, du kannst es, wenn du willst.
LG Adalbert

Hanns Seydel (rudiger160965gmx.de)

29.05.2020
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Liebe Margit,

habe bitte allerherzlichsten Dank für Deine Zeilen !

DU antwortest so, wie es den Dichter erfreut, nämlich den tiefen Sinn erkennend !!

Bleib uns allen einfach gesund !!!

LG
Hanns Seydel

Margit Farwig (farwigmweb.de)

29.05.2020
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Lieber Hanns,

und wie der Zufall es so will, nie schweigen Glockentürme still,
doch gerade wird nach oben, auf den Kölner Dom gezogen,
der Friedensengel schwergewichtig, hell und heller wie gesichtig,
ganz neu gestaltet von Bildhauer Osten, strahlend, doch niemals rostend,
die Seile halten diesen Engel, ziehen in die Höhe, er ist gelandet
wie ein Heer verwunschner Adler, die gestrandet.

Herzliche Grüße in Deinen Abend von Margit, die sich geschmeichelt fühlt
Beeindruckend ich noch davon, ich bei Dir, lieber Hanns, ein Lob bekomm...:-)

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