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„Bombenstille“ von Monika Litschko

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Michael Reissig (mikel.reiiggmail.com)

10.07.2020
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Liebe Monika,
diese Bombenstille lässt den Glaube an die Zukunft in den Nebelschwaden versinken. Aber vielleicht weckt dies die Hoffnung auf eine Bombenstimmung in der Form, dass die Gefühle im unwiderstehlichen Takt der heißen Rhythmen explodieren! Ich habe mir diese Worte daher auserwählt, weil man den Glaube an die Schönheit im Leben niemals begraben sollte. Sehr gut in Worte gefasste Gedanken!
LG. Michael

Monika Litschko (11.07.2020):
Hallo Michael! Man sollte nie den Glauben an alles Schöne aufgeben, das stimmt. Aber momentan fällt das Einigen, eingeschlossen mir, nicht immer leicht. LG Monika

Sonnenfisch (sonnenfischlive.de)

10.07.2020
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Hallo Monika, dein Gedicht,
beeindruckt mich sehr
durch seine Symbolhaftigkeit
und durch sein Gespür für das, was unoffensichtlich offensichtlich
und daher leicht geleugnet werden kann:
z. B. diese "kranke Bombenstille".
Und dann diese Symbolhaftigkeit
eines "zähen Nebels, der so sacht ins Land fließt",
dass des Landes "Herz und Verstand einschlafen"!
Beipielweise diese Beibehaltung eines Achtstundenarbeitstags
bei hochentwickelten Arbeitsmaschinen,
diese klaffende Wunde zwiwchen Arm und Superreich
(manche sind so reich, dass sie mit ihren Spenden
die Welt regieren können),
diese impertinente Verweigerung eines Mutterlohnes
(mit Krankenkasse und Rentenanrechten),
diese m. E. wahnwitzige Unterbesetzung
mit Pflegepersonal in Altenheimen,
diese massive Überfremdung unseres Landes mit Kulturen,
die nicht kompatibel (alles unter der Fahne der Humanität)...
und dann diese Unfreiheit,
derlei ebenso sachlich wie offen zu diskutieren
und per Volksentscheid zu bestimmen:
Verunglimpfung statt Diskurs und Bestimmungsgewalt:
(FAST) ALLE HABEN SICH DARAN GEWÖHNT:
"eingeschlafen sind Herz und Verstand"
und "abhanden ist des Menschen Wille":
"zäh eingenebelt sacht das Land": es herrscht "kranke Bombenstille".
... Für mich ein Gedicht,
das gerade in seiner Verdichtung
und in seinen Andeutungen mich so beeindruckt!
... Merci Madame! Ich grüße dich: August





Monika Litschko (10.07.2020):
Lieber August, lieben Dank. Reich regiert schon immer die Welt. Und ich glaube, das war in jeder Epoche so. Zur Zeit macht die Menschheit eine rasante Entwicklung durch, derer sie nicht gewachsen ist. Obendrein macht sich Unmut breit, der sich falsche Ventile sucht. Wir können nicht von unserer angeblichen Hilflosigkeit sprechen, denn wir sind nicht hilflos. Aber haltlos. LG Monika

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