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„Noli me tangere“ von Andreas Vierk

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Sehr mystisch, lieber Andreas.

Die Titelzeile könnte direkt von einem unbelehrbaren "MEISTER-DICHTER" kommen,
bei dem Du es heute tatsächlich gewagt hast, einen Kommentar zu hinterlassen.
Dazu wird mit Sicherheit noch eine bitterböse Antwort kommen.
Ich habe auch schon versucht, etwas an seinen Texten zu kritisieren oder zu verbessern.
(U.a. bei seiner EDELFRAU). Dichterfreunde können wir jetzt wohl nicht mehr werden.
Auch die kritischen Kommentare von Robert kamen überhaupt nicht gut an.
Aber einzelne Autoren sind ganz angetan von den mystischen MEISTER-WERKEN.
Und sie werden auch regelmäßig MEISTERHAFT vom MEISTER kommentiert.
LG Siegfried


Andreas Vierk (22.07.2020):
Ach, soll er seinen Weg doch gehen, lieber Siegfried. Ich MUSSTE es ihm einfach schreiben! Ich habe als Dichter das Wort zu lieb. Boshaft sollte es doch gar nicht sein. - Ne, aber die Überschrift geht auf eine Stelle im Johannesevangelium (dort ist sie natürliche nicht lateinisch, sondern griechisch). Der auferstandene Jesus sagt dort (nicht auf griechisch, sondern auf aramäisch) zu seiner Frau, sie solle ihn nicht anrühren, denn er wäre noch nicht aufgefahren. Wie sie ihn danach noch anrühren soll, ist eine der vielen Fragen, die dieses mystischste aller Evangelien aufwirft. Auf das Gedicht bin ich aber über ein Bild von Correggio aus der italienischen Renaissance gekommen. - Jedenfalls freue ich mich über deinen Schulterschluss und dein Verständnis. Liebe Grüße von Andreas

rnyff (drnyffihotmail.com)

21.07.2020
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Wunderschön, spricht mich an, obwohl es weit, weit weg von mir ist. In meinem hohen Alter hat man diese mystischen Phasen längst überwunden und hält sich an seinen Erfahrungen fest, nicht zuletzt weil sich vieles, als zwar Wunderschönes, aber als Trugbilder erwiesen hat. Herzlich Robert

Andreas Vierk (21.07.2020):
Lieber Robert, das freut mich, dass dich das Gedicht anspricht. Dann hat es seinen Sinn als Gedicht erfüllt, denn es lässt dich in eine Sphäre tauchen, die dir sonst fremd ist. Dass du ein skeptischen Atheist bist, weiß ja inzwischen jeder, und diverse Werdegänge haben wohl nichts mit dem Alter zu tun, ich gehe ja auch schon stramm auf die 60 zu. Dass Magdalena, die "Sünderin" ein Bild für die Seele ist, war mir schon klar. Richtig auf die Idee des Gedichtes bin ich aber durch Bilder von Correggio, einem Renaissancemaler, gekommen. Ein Bild von der lesenden Magdalena ist leider so kaputtrestauriert worden, dass es aussieht wie ein mexikanisches Andachtsbildchen für den Hausaltar. Schade eigentlich. Liebe Grüße vom Renaissance-Fanatiker Andreas

readysteadypaddy (onkel.merlinweb.de)

21.07.2020
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Puh, Andreas,

das klingt nach ver***mmt suizidaler Mystik. Ich hatte heute auch ein ähnlich negativ-mutiges Gedicht vorgesehen, allerdings erhielt ich auch Jörgs Hinweis und Wunsch, sich gegen Nazis und für die Völkerverständigung stark zu machen, daher kam ich dem zunächst nach. Immerhin nehme ich erfreut zur Kenntnis, dass du immer noch auf dem altvertrauten, hohen Niveau schreibst. Wie immer genial. Allerdings stellt sich mir die Frage, ob Selbsthass und Mystik etwas sich bedingendes sind. Das ist wahrscheinlich eher im Christlichen so, siehe Augustinus und andere, die mit ihren Dämonen rangen. Da man jain der indischen Mystik Brahma erreichen will und nicht Krishna - jedenfalls nicht als Endziel, stelle ich mir immer mehr die Frage, ob für einen Mystiker eine Gott-Sohn-Identifikation zielführend ist, oder nicht doch eher eine Gott-Vater-Nähe. Man muss ja deswegen nicht gleich Moslem werden... Ich jedenfalls habe noch das Glück, rausGEHEN zu können, muss daher nicht irgendwo herumschweben vor Fenstern in Berlin oder Hamburg...auch wenn die die bestrahltesten meiner "Anhänger mir das jetzt sicher wieder nicht glauben werden.

Ich wünsche dir weiterhin eine gute "Feder" und Schwingen, die dich in Regionen bringen können, in denen sich gut Atmen und leben lässt, aber auch den Mut zum Erdboden.

Alles Liebe,

dein "Dichterfreund"

Patrick Rabe

Andreas Vierk (21.07.2020):
Lieber Patrick, was bin ich froh, dass du noch lebst!! Du kriegst Aufträge von Jörg? Mir hat er einen Aufruf gegen eine menschenverachtende Sekte gelöscht! - Aber zur Unio Mystika: Schon die ollen Inder versuchten, den Vedanta gegen den Vaishnaismus auszuspielen. Aufs Christliche bezogen, könnte man es ja mal mit der Dreifaltigkeit versuchen, deren Mittelpunkt der Bräutigam ist (Mechthild von Magdeburg). Der Allaa von Sinai hat vielleicht eher was mit deinem heutigen Aphorismus zu tun, als mit Mystik. Aber das alles ist nicht Erkenntnis, sondern unser Wissensballast. Ich freue mich jedenfalls, dass du erkannt hast, worauf mein Gedicht abzielt. Sei lieb gegrüßt in den beginnenden Tag - Andreas, der Säulenheilige von Berlin

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