Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Die Leute und ich“ von Andreas Vierk

Das Gedicht lesen - oder weitere Beiträge und Infos von Andreas Vierk anzeigen.

Beiträge anderer Autorinnen und Autoren aus der Kategorie „Satire“ lesen

readysteadypaddy (onkel.merlinweb.de)

15.08.2020
Bild vom Kommentator
Lieber Kandiandi bzw. Candyandy,

ein Candyman ist kein Sugardaddy, ich weiß schon. Aber diese Türkenstrophe könnte dir den Zorn von Suleika zuziehen. Es ist halt so. An einem Tag schmeiß ich ein Messer ums Haus, am anderen kommt es aus Berlin wieder zurück um die Ecke geflogen. Unsere beiden Städte scheinen sich nicht so massiv voneinander zu unterscheiden. Das Gedicht zwiebelt und kesselt. Da kann sich Udo Lindenberg ein Blatt von abschneiden. Man muss natürlich sagen, dass es eher das Ding von Goethe war, das Schillers Glocken wieder zum Läuten brachte. Die Faust, die beständig sagt: Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis. Und manchmal sagt sie auch: Etwas mehr Licht hätt ich mir schon gewünscht. Ich bin mehr als ein Geheimrat, der insgeheim Rad fährt. Bin auch schon oft auf die Schnauze gefallen, während ihr alle spottetet, dass ich das Ding nicht fertig kriege. Lenz lachte, Büchner fütterte Woyzeck mit Erbsen, Schillers Knochen liegen im ernsten Beinhaus, Lotte verließ Weimar und Werther schoss sich eine Kugel in den Kopf. Wer spricht darüber? Ich weiß schon. Der Vierk. Danke, Mann, das ist mir einen Aschenbach Uralt wert. Egal, ob in Venedig oder Florenz.

Via Wetter-Appia to Via Dolorosa Gloriosa

(Alle Wege führen irgendwohin. In Schleswig Holstein sind die Dörfer Rom und Kalifornien nicht allzuweit auseinander. Kurios, oder?)

Andreas Vierk (15.08.2020):
Häh? Wott is se miening off siss? Suleikas Fluch ist mir sch...egal. Ich habe sie nur sausen lassen, weil ich ihr einen Pelz kaufen sollte. Und dann: machen wir jetzt auf Klassik oder was? Ich bin selber ein Proll. Von Goethe kenne ich nur "Leck mich am Arsch". Liebe Grüße, dein Udo under Statement

Bild vom Kommentator
Ein eindeutiges Spottgedicht, dass sicher nicht nur der Hauptstadt zu schaffen macht. LG. L.

Andreas Vierk (14.08.2020):
Tja, lieber Lutz, ich würde noch nicht mal sagen, dass es ein typisch deutsches Phänomen ist. LG Andreas

Renate Tank (renate-tankt-online.de)

14.08.2020
Bild vom Kommentator
Wenn man mit dunklem Blick aufsteht,
mit Schaum vorm Mund die Dinge sieht,
dann kommt die Wut als Rudel an:
das schadet einem "Goldfasan".

Doch niemand ist davor gefeit;
man hofft, dass man dann mehr befreit.
Satireschmuck liegt schnell bereit.
Man greift danach, hätt' nie gedacht:
ein Auge weint - ein Auge lacht...

Mich hat dein Gedicht mehr als nur
unterhalten...

Liebe Grüße aus Hessen, das habe
ich dir zu berichten vergessen
- Renate



Andreas Vierk (14.08.2020):
Liebe Renate, dein Kommentargedicht trifft den Kern. Leider ist die Charakterisierung der Leute nur geringfügig überzogen. Bei Satire sollte man sich aber auf das lachende Auge konzentrieren. Gestern stand ich zwar nicht mit Schaum vorm Mund, aber weinend in der Küche. Es ist mir meistens peinlich, als Mann zu weinen, aber ich habe mir Zwiebelsuppe gemacht. Sie ist mir sogar gelungen. Liebe Grüße von mir schwirren auf Libellenflügeln zu dir nach Hessen

Bild vom Kommentator
Volltreffer Andreas, besser hätte man viele Mitmenschen nicht beschreiben können! Grüße Franz

Andreas Vierk (14.08.2020):
Lieber Franz, wenn es aber n u r solche Leute gäbe, bliebe dem, der auch nur einen mm über dem Durchschnitt läge, nur eine Möglichkeit, zu entrinnen: Selbstmord. Grimmige Grüße und ein schönes Wochenende von Andreas

rnyff (drnyffihotmail.com)

14.08.2020
Bild vom Kommentator
Ein herrliches Stimmungsbild, bestens verfasst, macht lustig und traurig zugleich. Das Milieu in der Grossstadt und die Stimmung hast Du ausgezeichnet in Worte gefasst. Man muss es selbst erlebt haben, um es in diesen treffenden Worten zu schildern. Schönes Wochenende und lieber Gruss, Robert

Andreas Vierk (14.08.2020):
Lieber Robert, eigentlich habe ich meinen früheren Wohnort mit dem heutigen verknüpft und die besten Exemplare unserer Zeitgenossen gerecht über beide verteilt. Zur Verteidigung meines derzeitigen Wohnortes muss ich aber zusetzen, dass man nur eine Viertelstunde zu wandern braucht, um über Wiesen und Felder zu einer Art preußischem Dorf zu gelangen, dessen Name ich hier aber nicht preisgebe. Ich habe über diese schönen Ecken schon frühere Gedichte geschrieben, die sich in meinem ersten Buch "Septemberstrand" von 2014 befinden. Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht dir Andreas

freude (bertlnagelegmail.com)

14.08.2020
Bild vom Kommentator
...Andreas, das ist eine treffend gute Persiflage auf die Leute von heute.

Wenn ich noch weiter darin rühr,
sind alle Menschen ein Geschwür.

LG Bertl.

Andreas Vierk (14.08.2020):
Lieber Bertl, es gibt ähnliche innere Slums in Berlin. Und Leute wie in meinem Gedicht, habe ich durchaus schon kennen gelernt. Da musste ich mich dann möglichst unauffällig vorbei schleichen. Lieber Gruß und ein schönes Wochenende wünscht Andreas

Nicht vergessen: Eigenen Kommentar zum Gedicht verfassen!

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für die Leserkommentare liegen bei den jeweiligen Einsendern.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für die Beiträge oder von den Einsendern verlinkte Inhalte.
Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).