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„Alte Heimat“ von Margit Farwig

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KarinKlara06 (karin.ogonline.de)

10.09.2020
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Liebe Margit,
ich habe dein Gedicht gern gelesen. Unsere Gedanken und Erinnerungen sind es,
die die Vergangenheit lebendig erhalten, wenn wir drüber sprechen, damit sich nicht der Mantel des Vergessens darüber ausbreitet.
Liebe Abendgrüsse sendet dir Karin

Margit Farwig (10.09.2020):
Liebe Karin, ja, man kann viel erleben und erleiden, aber es siegt immer die Liebe zur Heimat, auch wenn man sie verloren hat. Herzlichen Dank und liebe Grüße iön deinen Abend von Margit

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das sind sehr schöne und melancholische Gedanken, liebe Margit.. ich sehe da Flüchtlingstrecks aus Schlesien und Sudetenland vor mir bei deinen Zeilen. LG von Monika

Margit Farwig (09.09.2020):
Danke, liebe Monika, wir wurden 1945 aus Schlesien vertrieben. Abends wurde meiner Mutter gesagt, morgen müssen sie raus. Unser Vater war im letzten Volkssturm eingezogen, kam nicht mehr, sie erschlugen sich Mann gegen Mann, begraben unter Trümmern, vermisst. Steht alles unter KG "Krieg und Frieden, doch wir spielten weiter". LG von Margit

Gundel (edelgundeeidtner.de)

09.09.2020
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Liebste Margit,
Dein Heimatgedicht hat mich sehr berührt,
Ich kann es nachfühlen. Gute Gedanken und
unsere lieben Gedanken mit Erinnerungen
tragen wir stets im Herzen weiter. Die Sehnsucht bleibt.
Liebe Morgengrüße schickt dir herzlich deine Gundel


Margit Farwig (09.09.2020):
Herzlichen Dank, liebste Gundel, ich lege mal etwas bei dir ab. Vater musste als letztes Aufgebot zum Volkssturm, vorher nähte er bereits Uniformen, war angemeldet, seinen Meister als Schneider zu machen. Er schrieb uns, machte uns Mut und schilderte die Ereignisse. Vom 21. 1. 45 datierte die erste Nachricht: „Mein liebes Muttichen und Mädels! Will euch nur schnell mitteilen, dass wir heute noch in Hirschberg in der Oberschule hausen. Morgen früh geht es auf Breslau zu um 6 Uhr. Liebe Mutti, Du kannst dich etwas beruhigen, bin bei der Stabs-Komp. als Schneider eingeteilt!“ Am 24. schrieb er den nächsten Brief: „Liebe Mutti und Kinderchen! Waren am Montag nachts um 12.15 in Ohlau ausgestiegen. Da haben wir in einer Kaserne Einzug gehalten. Dienstagvormittag wurde Ohlau von feindlichen Panzern beschossen. Wir bekamen in unsere Kaserne auch so ein Ding. Von der Wehrmacht war ein junges Kerlchen gleich tot. Im Laufe des Nachmittags ging es zurück ins übernächste Dorf. Hier sitzen wir nun bei einem Bauern und warten, was werden soll. Nebenbei hören wir das Donnern der Geschütze. Leider geht keine Post fort. Wenn wir weiterkommen, schreibe ich weiter. M. aus Erdmannsdorf wird eben entlassen, weil er nichts essen kann. Ich gebe ihm den Brief mit. Herzliche Grüße und Küsse von Eurem Vater.“ Der Brief kam durch. Doch auf dem Schriftstück hatte eine fremde Handschrift hinterlassen. Sein Geburtsdatum war vermerkt: „Geboren am 15.9.1911. In T. in Schlesien.“ Weitere Wortfetzen: „glückhafte Mitte, keine Kampflinie, sehr beliebt, hält aus, keine Reibung, ein stiller guter Charakter u. wartet – hier entscheiden die politischen Geschehen.“ (c) Margit Farwig Liebe Morgengrüße von deiner Margit

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