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„Ode an den Odel“ von Heinz-Walter Hoetter

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Knorke Knoo (knorkeknooshoodgmx.de)

03.10.2020
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Phantastisch, mir gefallen Deine lockeren und verschmitzten Zweizeiler voller lebensnahem Humor. So sieht es aus, das schöne, relativ ruhige Landleben. Ich kenne es sehr gut aus meiner Jugend und Kindheit, wohnte ich doch in einem zwar großen aber doch ländlichen Dorf, das umgeben war von der klassischen Landschaft und Landwirtschaft des Münsterlandes, malerisch und gemütlich, ein Sehnsuchtsort, an den ich mich nicht selten zurücksehne, seitdem ich in der Großstadt (Münster) lebe, die letztlich auch was von einer Provinz hat, allerdings mit allerhand Möglichkeiten. Die Landwirtschaft hingegen ist das wichtigste für die Versorgung der Menschen mit den wichtigsten Urgütern. Die Gülle und ihr Geruch gehören dazu. Ich weiß nicht, wie ich zu diesem Gestank stehe: Einerseits machen mir strenge Gerüche nicht unbedingt etwas aus, doch manchmal sticht, wie Du ja richtig schreibst, lieber Heinz-Walter, der Gestank doch stark in die Nase. Als Großstädter mit Land-Wurzeln ist es natürlich so, dass man relativ abgehärtet ist. Also hab ich nichts dagegen. Erstklassig, was Du geschrieben hast.

LG und frische Landluft. Karl-Konrad

Heinz-Walter Hoetter (04.10.2020):
Hallo Karl-Konrad! Ich habe im Ruhrgebiet gewohnt in der Stadt Datteln. Später sind wir nach Waltrop umgezogen. In Gelsenkirchen habe ich gearbeitet. Mein Vater war Maschinenbaumeister und hatte in Waltrop eine Firma. Die Bundeswehrzeit habe ich in der Lützow-Kaserne in Münster verbracht (war Uffz). Die Kaserne liegt im Stadteil Handorf von Münster. Geboren wurde ich in Diebrock / Kreis Herford bei Bielefeld (NRW). Seit 1970 / 71 wohne ich im schönen Bayern. Als Junge war ich oft bei unseren Bauern in der Umgebung. Wir haben auf dem Feld Kartoffeln gesammelt oder Runkeln vereinzelt. Wir durften sogar Eier suchen, die von den Hühnern im Heustall überall abgelegt worden sind in großen Nestern. Da gab es ganz frische Eier und welche, die schon älter waren und fürchterlich gestunken haben. Im Schweinestall sind wir sogar barfuß herum gelaufen. Die meisten Bauern hatten auch Obstbäume. Da gab es so kleine Äpfel, die richtig süß waren. Überall flogen Bienen herum, die uns auch gestochen haben, was uns aber nichts ausgemacht hat. Wir waren auf nichts allergisch. Das ist bis heute so bei mir geblieben. Ja, damals gab es noch nicht so viele Autos und die Landschaft war pure Natur. Eine schöne Zeit war das. Wir waren immer an der frischen Luft und nicht wie heute, wo die Kinder nur entweder zuhause vor dem TV-Gerät sitzen oder mit ihrem Smartphone durch die Gegend rennen wie die blöden. Naja, so hat jede Zeit ihre Eigenarten. Wir sind wirklich naturnah aufgewachsen. Schöne Grüße aus Fürstenfeldbruck / Obb. Heinz-Walter Hoetter

freude (bertlnagelegmail.com)

03.10.2020
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Die Gülle ja, doch vor dem Regen,
dann ist das Ganze auch ein Segen.

Heinz-Walter, ein schönes WE
und lG,
Adalbert

Heinz-Walter Hoetter (04.10.2020):
Lieber Adalbert! Der Bauer wird es schon wissen. Erst kürzlich war ich auf dem Weg nach Maisach und da hat eben ein Bauer seine Felder geodelt (nicht geadelt). Ich kenne den Geruch von früher her, als ich noch ein 12jähriger Junge war. Wir standen barfuß im Schweinestall, waren nur selten krank und haben den "Gestank" irgendwann gar nicht mehr wahrgenommen. Alles eine Sache der Gewöhnung. Dir auch einen schönen Feiertag. Der 03. Oktober ist für mich Tag der Zweiheit, weil Wessis und Ossis zwar Deutsche sind, aber scheinbar hat der Deutsche zwei Seelen in einer Brust. Der Wessi ist degeneriert, der Ossi nicht. Der hat noch eine intakte deutsche Seele. Meine Großmutter väterlicherseits war eine Sächsin. Ich habe auch Sachsenblut in mir. Gruß Heinz-W. :-)

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