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„Vergebliche Arbeitssuche“ von Karl-Heinz Fricke

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Alidanasch (heidi.schmitt-lermanngmx.de)

04.11.2020
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Lieber Karl-Heinz,

mein Sohn ist auch schon lange arbeitslos. Aber wir haben uns entschlossen, deshalb nicht Trübsal zu blasen. Er kann dafür nichts und es geht vielen Menschen so. Er ist qualifiziert mit Abitur und Studium, aber er ist schon über 50 Jahre alt. Da sind die Jobs nicht mehr so prickelnd. Obwohl die Politiker oft schon alt sind, färbt das nicht auf die Menschen ab. Wir sind trotzdem fröhlich und lassen uns das Leben nicht vermiesen. Schön, dass Du dieser Menschen in Mitgefühl gedacht hast.

liebe Grüße,

Heidi

Karl-Heinz Fricke (05.11.2020):
Liebe Heidi, anfangs in Kanada war ich einige Male arbeitslos weil ich ohne einen gelernten Beruf keine großen Aussichten hatte. So konzentrierte ich mich, was ich für Kenntnisse hatte. In Winnipeg herrschte damals viel Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten und in jedem Jahr werden dann viele Arbeiter und auch Angestellte vorläufig entlassen um später wieder eingestellt zu werden. Ind Bergwerk wollte ich nicht wieder wegen Empfindlichkeit meiner Hände. Mein anfänglich schlechtes English war ein anderer Grund. Zollbeamter in Kanada war ausser Frage. Ich konnte aber Hunde für viele Zwecke trainieren und das war mein erster Job im April. Als nichts mehr zu trainieren war verrmittelte mich der Kennelbesitzer an eine Firma, die täglich Güterwaggons ausladen mussten. Dort schaffte ich vier Jahre. Mein English war recht gut. Um mich finanziell zu verbessern wurde ich Sicherheitsbeamter bei der Bergwerksgesellschaft im Norden Manitobas. Nach 12 jähriger Dienstzeit übernahm ich dort als Manager einen Holzverarbeitungs Betrieb, wo Erzeugnisse für das Bergwerk hergestellt wurden. Nach 17 Jahren Thompson verloießen wir den unwirtlichen Ort und zogen nach Fruitvale. 10 Jahre arbeitete ich noch als Einkäufer in einem Einkaufszenter. Danach trat ich in den Ruhestand. Herzlich Karl-Heinz

maza (MarijaGeisslert-online.de)

03.11.2020
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Sehr sehr traurig, lieber Karl-Heinz,
ich möchte manchmal gar nicht wissen was man sich alles anhören muss auf dem Arbeitsamt, so richtig Mut machen, haben die nicht gerade gelernt.Dabei müssten sie sich mal in die Lage versetzen, wie schlimm es für jemand sein muss, ohne Arbeit dazustehn, nutzlos und wertlos, und dieses führt häufig zu Katastrophen, die man niemanden wünscht.Toll geschrieben von dir.Liebe Grüße dir.maria

Karl-Heinz Fricke (05.11.2020):
Liebe Maria, als ich damals im Jahre 1956 nach Kanada kam, gab es noch viel Hass gegen uns Deutsche. Es war den Leuten bekannt, dass keine Nazis ins Land kommen durften. Trotzdem wurden wir schief angesehen and manchmal auch angepöbelt. Das hat sich später grundlegend geändert. Deutsche Handwerker haben Kanada mit aufgebaut. Ich hatte leider kein Handwerk und mein Englisch war anfangs nicht gut. So war ich oft arbeitslos bis später wenn ich mehrere leitende Stellungen bekleidet habe. Herzlich Karl-Heinz

Musilump23

03.11.2020
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Lieber Karl-Heinz, ein beeindruckend, intensiver Textbeitrag zu einem aktuellen Thema, mit traurigem Ausgang – pass-genau von dir wie eh und je!
So etwas zieht einfach einen aufmerksamen Leser an.
Der plötzliche Lockdown sorgt natürlich für viel Ungewissheit und auch finanzielle Sorgen bei Verlust seines Arbeitsplatz. Ein sicherer Arbeitsplatz stellt immer ein stabiles Fundament, was darüber hinaus auch eine positive Lebenszufriedenheit mit sich bringt. Aber das Gegenteil in deiner endenden Geschichte schlug ohne Gnade und Barmherzigkeit mit seinem Schicksal zu.
Mitfrdl. GR. Karl-Heinz



Karl-Heinz Fricke (05.11.2020):
Lieber Karl-Heinz, leider ist diese Zeit nicht sehr gnädig mit den Menschen. Jeder hat das Bestreben Geld zu verdienen und besonders Familienväter haben die Verpflichtung Frau und Kinder zu ernähren. Wie und wielange das noch so weitergehen soll mit den Beschränkungen kann man nicht vorraussagen. Neben dem Virus kommen auch noch die jährlichen Grippen dazu, die leicht mit Carona einhergehen. Die Opfer der Grippe werden nicht bekannt gegeben und wie hier festgestellt wurde, wurden sie den Corona Toten zugezählt. Besonders alte Kranke in Heimen sind doppelt gefährded. Wo sollen die Gesunden hin ? Liebe Grüße Karl-Heinz

rainer (rainer.tiemann1gmx.de)

03.11.2020
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Hallo Karl-Heinz, wenn ich deine Werke lese, bin ich stets aufs Neue fasziniert, mit welchem Schwung du auch zeitkritische Themen lesenswert darstellst. Erneut mein Kompliment! Wünschte, mir gelänge das ebenso. In der Tat gibt es Menschen, denen nur eines treu ist: Pech im Job oder gar ohne Job. Dir und Hildegard beste Gesundheit und herzliche Grüße vom Lyrik-Freund RT.

Karl-Heinz Fricke (05.11.2020):
Lieber Rainer, die Zeit gibt uns fast täglich Ereignisse, aus die man in Geschichten und Gedichten behandeln kann. Leider sind die Themen nicht gerade positiv, weil es die Zeit nicht erlaubt. Die Corona Opfer sind zu bedauern gemessen an der Gesamtbevölkerung aber nur ein winziger Bruchteil. Die große Masse braucht Arbeit und auch Freude am Leben. Warum können Fusballbegeisterte nicht in verminderter Zahl mit großzügigen Abstand und Maske tragend auf den Sportplatz. Die Spieler, ohne Masken kommen dicht zusammen, fallen und hauchen sich an. ??????? Ich danke für deine positiven Worte und ich grüße dich herzlich, Karl-Heinz

freude (bertlnagelegmail.com)

03.11.2020
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Karl Heinz, Corona trägt noch sehr viel dazu bei,
das ist ganz sicher keinem Menschen einerlei.

LG Bertl.

Karl-Heinz Fricke (05.11.2020):
Bertl, da hast du recht. Besonders kleinere Betriebe müssen zumachen und ihre Arbeiter sind auf Hilfe angewiesen. Das neue Jahr sollte man nicht preisen, denn bis ein Serum gefunden ist ändert sich nicht viel. Herzlich, Karl-Heinz

Gundel (edelgundeeidtner.de)

03.11.2020
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Lieber Karl Heinz,
ein nachdenkliches und leider aktuelles Gedicht,
diese Menschen sind arm dran, so ausweglos
ohne Hilfe.
Liebe Grüße schickt dir herzlich Gundel

Karl-Heinz Fricke (05.11.2020):
Liebe Gundel, besonders in dieser Zeit des Virus sind viele ohne Arbeit. Kleinere Betriebe verlieren ihr Einkommen und auch ihre Mitarbeiter sind arbeitslos. Liebe Grüße von Karl-Heinz

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Ja, KaHe, es geht vielen Menschen nicht gut. Sie wissen morgens nicht wie sie den ganzen Tag überstehen sollen. Da kann ich es gut verstehen, dass die letzte Rettung für manchen, nur der letzte Weg bleibt.
L G Sieghild

Karl-Heinz Fricke (05.11.2020):
Liebe Sieghild, anfangs in Kanada scheute ich keine Arbeit aber trotzdem waren in Winnipeg Arbeitsstellen rar für schlecht englisch sprechende Einwanderer. Spöter ging es allerdings aufwärts. Herzlich Karl-Heinz

Ingrid Bezold (in.bezoldt-online.de)

03.11.2020
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Traurig, dein Gedicht, Karl-Heinz.
Durch die jetzige Situation wird es vielen Menschen ähnlich ergehen. Wenn sie dann nicht mehr zu den Jungen gehören, sind sie fast chancenlos. Dann brauchen sie Halt - Familie oder gute Freunde, die ihnen aus dem Loch helfen.
Sehr einfühlsam geschrieben.
Es grüßt Dich Ingrid.

Karl-Heinz Fricke (05.11.2020):
Liebe Ingrid, ich habe in Kanada die Tiefen der Arbeitslosigkeit erlebt, hauptsächlich dadurch dass anfangs mein English nicht gut genug war. Später hatte ich mehrere leitende Stellungen. Herzlich Karl-Heinz

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Ja lieber Karl - Heinz. Da gibt es viele Menschen die im Alltag mehr als Kummer haben. Dies macht viele Mitmenschen platt! Hildegard und Dir viele liebe Grüße und Wünsche der Gesundheit bezogen von Franz

Karl-Heinz Fricke (05.11.2020):
Lieber Franz, in der ersten Zeit in Kanada konnte ich ein Lied von Arbeitslosigkeit singen. Nachdem mein English gut war ging es aufwärts. Herzlich Karl-Heinz

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