Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Was willst du noch?“ von Ramona Benouadah

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Michael Reissig (mikel.reiiggmail.com)

22.11.2020
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Liebe Ramona,
meine persönliche Antwort auf die Frage; "Was willst du noch?", lautet einfach Leben! Angst halte ich aufgrund dieser außergewöhnlichen und in vielerlei Hinsicht hoch gefährlichen Situation für menschlich. Angst wird oft als Schwäche an den Pranger gestellt und wenn die Angst einen Menschen regelrecht gelähmt hat, spricht man sogar von einer generalisierten Angststörung. Für die Existenzangst aufgrund der Folgen der Corona-Krise muss sich keiner schämen. Diese halte ich für völlig normal. Eine Frage, die du in der passenden Form sehr gut an unsere Herzen gedrückt hast!
LG. Michael

freude (bertlnagelegmail.com)

22.11.2020
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...Ramona, das sind durchaus berechtigte Emotionen.
Viele Menschen versuchen ihr Bestes zu geben und erleiden dabei immer wieder Schiffbruch. Deshalb glaube ich nur an mich selbst. Die eigene Wahrnehmung ist immer noch die sicherste.
LG Bertl.
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Hallo Ramona.
Mit dem Glauben ist das immer so eine Sache für sich, genauso, wie mit Orientierungen.
Der Verstand greift auf das zu, was er kennt und gelernt hat... Nur, was ich kenne und gelernt habe ist nie die ganze, und immer nur meine persönliche Wahrnehmung. - Und daraus entwickeln sich dann die Gefühle.
Für mich selbst, möglicherweise für die meisten Menschen, ist Sinnsuche ein essentielles Thema. Weil in christlichen Kontext hineingeboren, habe ich erst, ganz ohne zu hinterfragen, die vorgegebenen Antworten übernommen und dann, aber immer noch im christlichen Rahmen, weitergefragt. Später habe ich festgestellt, daß deutsche Bibelübersetzungen tendenziell in unterschiedliche Richtungen führen; "katholisch" angehauchte Texte sind "blumiger" und teilweise "schwülstiger". Nach vielen Zweifeln hat mich diese Reise in die "Moon -Sekte" hinein und wieder hinausgeführt; bei den Pfingstlern bin ich auch eine Weile gewesen und sehr oft habe ich an nichts geglaubt, was, genau genommen, auch nur eine Glaubensrichtung ist. - Meine Erfahrung hat mich gelehrt, daß essentielle Dinge nicht aus dem Verstand und auch nicht zwingend aus dem Gefühl entspringen. Es gibt da etwas Unnennbares; besser kann ich es nicht ausdrücken. Vielleicht leben wir das Körperliche nur, um an der Ewigkeit nicht verzweifeln zu müssen. Vielleicht ist es klüger "Gut" und "Böse" durch "Erfahrung" zu ersetzen... Und ansonsten sollten wir sehr viel gnädiger mit uns selber sein. Wir sind Menschen... "Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen!" Mir persönlich helfen zwei Dinge: Die Natur und die Erfahrung, daß das Leben dynamisch ist, also nichts bleibt, auch das Schlechte nicht. - In der Not, die ich aus Deinem Gedicht herauszulesen meine, bin ich selbst oft gewesen; kein guter Ort zum Verweilen...
Liebe Grüße,
Frank

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