Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Die Tippelbrüder“ von Karl-Heinz Fricke

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Ingrid Bezold (in.bezoldt-online.de)

05.12.2020
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Es lebe das ( goldene ) Handwerk.
Heute müssen die jungen Leute ja alle studieren, weil die Eltern sich im Familien- und Freundeskreis gegenseitig hochschaukeln.
Muss mich immer wieder wundern, wie aktiv du im hohen Alter noch am Geschehen teilnimmst.
Prima, Karl-Heinz.
Grüße zum 2. Adventswochenende schickt dir Ingrid.

Karl-Heinz Fricke (05.12.2020):
Liebe Ingrid, ich danke dir. als junger Mensch denkt man, dass das Leben ist unheimlich lang. Wenn man jedoch fast 93 ist und zurück blickt, dann kommt einem alles wie gestern vor. Seit 15 1/2 Jahren nehmen am Geschehen in diesem Forum mit fast 3000 Beiträgen teil. 12 Gedichte fehlen noch. Meine geistigen Fähigkeiten sind zwar noch in einigermassen guter Verfassung, dagegegen jedoch lassen die körperlichen im erschreckenden Maßen nach. Dazu kommen meine häuslichen Pflichten, denn meine Frau ist fast blind. Ein Auge ist während der Star OP zerstört worden und im rechten Auge hat die Makula und Glaucoma. Nun trage ich mich mit dem Gedanken mein dichterisches Tun in voraussichtlich kurzer Zeit zu beenden . Meine Zugehörigkeit zu e-stories war und ist ein Höhepunkt in meinem Leben, nachdem ich fast 40 Jahre der Malerei ergeben war. Herzlich Karl-Heinz

Musilump23

04.12.2020
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Lieber Karl-Heinz,
die Tippelbrüder, oder auch Wandergesellen genannt, lebten ohne Zweifel in interessanten Hinter-grundgeschichten. Ob auf ihrer Durchreise oder auch Einkehr, sie setzten eine Fülle von Duftmarken. Manch einer war gar als Pralinen-Engel unterwegs und kam öfter als der Nikolaus. Einiges davon hast du in deinem Gedicht detailreich und augenzwinkernd angerissen.
Mit frdl. GR. Karl-Heinz

Karl-Heinz Fricke (04.12.2020):
Lieber Karl-Heinz, sie waren nicht nur auf der Walz vom Rhein in die Pfalz, es fehlte ihnen an Brot und an Schmalz. Der zweite Mann von Hildegards Mutter war einer von ihnen. Er hat immer gern von der Zeit erzählt. Es war imner abenteuerlich und da sie keine Reichtümer hatten war es auch mit unbeständigen Mahlzeiten und Nachtlagern verbunden. Alte Scheunen oder nur Heuschober dienten oft als Schlafzimmer. Aber trotzdem gefiel ihnen das Zigeunerleben. Liebe Dank und herzliche Adventsgrüße. Karl-Heinz

Roland Drinhaus (RD-Kingweb.de)

04.12.2020
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Lieber Karl-Heinz
In meinem Wortschatz sind Tippelbrüder bislang
nur als Landstreicher, Penner, oder vornehmer
ausgedrückt, als Heimatlose eingespeichert.
Das darunter auch Maurer und tischler fallen, ist
mir neu (hab ich noch nie gesehen). Auch schon
lange her ist es, daß ich mal einen Zimmermann auf
seiner Walz (ich weiß nicht genau ob dieser Ausdruck
stimmt) gesehen habe. Ich hätte ihn sicher nicht als
Tippelbruder bezeichnet.... aber wie auch immer:
Dein Gedicht romantisiert eine Lebensphase von
Menschen, die man im Gegensatz zu Heimatlosen
heutzutage immer seltener sieht. Vielleicht sieht
dieselbe Thematik in Kanada aber ganz anders aus?
Ganz herzliche und adventliche Grüße sendet dir,
der Roland (und wie immer eine 1)

Karl-Heinz Fricke (04.12.2020):
Lieber Roland, du hast recht. Meistens waren es Zimmerleute in ihrer schwarzen Tracht zu jener Zeit. Nach ihrer Grundausbildung war es damals schwierig eine Arbeitsstelle zu bekommen. Deshalb gingen sie auf die Walz. Ich danke dir und ich grüße herzlich zurück, Karl-Heinz

tryggvason (olaf-lueken2web.de)

04.12.2020
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Wem GOTT will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt...
Tippelbrüder werden in der Jetzt-Zeit eher als lebendige Antiquitäten angesehen,
obgleich sie in früheren Zeiten eine wertvolle Aufgabe hatten. Ordnung vor
Ort durch handwerkliches Können.
Ein sehr schönes Gedicht, finde ich.
HG Olaf

Karl-Heinz Fricke (04.12.2020):
Olaf, wahrscheinblich trippeln viele auf zwei oder vier Rädern, denn Arbeitsstellen sind meistens keine Lebensstellungen mehr. So sind oft Ortsveränderungen nötig. Dabei hat der jungen Handwerker den Vorteil unverheiratet zu sind. Umzüge sind hier in Kanada an der Tagesordnung. In unserer kleinen Strasse stehen sieben Häuser. Wir sind seit l959 die einzigsten Bewohner. Die restlichen Häuser wechselten drei oder mehrmals die Besitzer. Wenn die neue Arbeitsstellean einem anderen Ort ist, dann wird auch umgezogen. Beständigkeit in dieser Welt ist nicht mehr vorhanden.. Herzlich Karl-Heinz

MarleneR (HRR2411AOL.com)

04.12.2020
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Lieber Karl-Heinz,

in früheren Zeiten war es üblich, daß die Handwerksburschen nach
ihrer Ausbildung ein Jahr lang auf Wanderschaft gingen, auf der Walz,
sagte man. So konnten sie praktische Erfahrungen sammeln, die für ihren
Beruf auch wichtig war.
Du hast dies sehr anschaulich beschrieben.

Liebe Grüße dir von Marlene

Karl-Heinz Fricke (04.12.2020):
Liebe Marlene, der zweite Mann meiner Schwiegermutter war einer von denen. Sie waren jung und unternehmungslustig. Meistens schliefen sie in Heuschobern und aßen was das Land ihnen bot. Wenn in einem Ort gebaut wurde, dann boten sie ihre Kenntnisse an, die sie damit auch erweiterten. Viele hatten auch ausgetrippelt und fanden die Frau fürs Leben. Ich wünsche die einen schönen 2. Advent und grüße dich herzlich, Karl-Heinz

freude (bertlnagelegmail.com)

04.12.2020
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Tippelbrüder kamen dann und wann,
auch bei Hausfrauen gut an;
und wenn einer nichts mehr reparieren kann,
fing er wieder gleich zu tippeln an.

Karl-Heinz, danke für die Steilvorlage, Spaß muss sein!

LG Bertl.

Karl-Heinz Fricke (04.12.2020):
Bertl, da der Frauenüberschuss sehr groß ist, sind auch Trippelbrüder herzlich willkommen. Fremde sind vielfach willkommener als einheimische Männer und das besonders in kleineren Orten. Herzlich Karl-Heinz

KarinKlara06 (karin.ogonline.de)

03.12.2020
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Lieber Karl-Heinz,
mit deinem Gedicht hast du auf wunderbare Weise an die Handwerksburschen erinnert, die auf ihrer Wanderschaft viel lernen und erleben. Ich habe unter Kurzgeschichten die Blume Wegwarte beschrieben, die auch von den Handwerksburschen handelt. Leider sieht man sie hier nur noch sehr selten in ihrer schönen Berufsbekleidung.
Herzliche Grüße
Karin


Karl-Heinz Fricke (04.12.2020):
Liebe Karin, wir leben in einer anderen Epoche, die leider nicht viel Romantik enthält. Heute tippeln sie auf Rädern um Arbeit zu finden. Man kann es an den Umzügen sehen, während früher die Leute ihre Wohnungen einen lebenlang behalten haben. Wenn man heute den Arbeitsplatz für verschiedene Gründe wechselt oder wechseln muss,dann ist es auch oft mit einem anderen Ort verbunden Ich grüße dich herzlich zum 2. Advent. Karl-Heinz

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