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„Querköpfe“ von Karl Wiener

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Knorke Knoo (knorkeknooshoodgmx.de)

09.12.2020
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Nun, die Existenz des Virus leugnen nur ganz wenige - und die sind natürlich bekloppt. In diesen Zeiten kann man die Existenz eines Kleinst-Erregers nicht mehr wirksam leugnen, es sei denn, man wurde aus dem Mittelalter oder der frühen Neuzeit hierher gebeamt und weiß dementsprechend, wie zu diesen Zeiten, nichts über Viren und Bakterien. Nun, den Querdenkern, soweit ich sie bereits kenne und höre, geht es um fundamentale Freiheiten, die wir evtl. durch die Corona-Maßnahmen verlieren, allein dieses "Infektionsschutzgesetz" klingt doch sehr nach "(Selbst-)Ermächtigung" der Regierenden - und auch in der besten, funktionalsten Demokratie (was unsere leider wohl seit Merkel nicht mehr bzw. nur noch bedingt ist) empfiehlt es sich, stets wachsam zu sein, sonst kommt man i.d.R. im Sozialismus raus, das können wir bereits jetzt beobachten, diesmal scheint es ein grüner Klima-Sozialismus paneuropäischer Art zu werden. Die Virologen sind zudem auch nicht immer allesamt einer Meinung und kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, dieser dubiose Impfstoff, das munkeln wohl sogar Mainstreammedien, soll nicht gänzlich ausgereift sein, die C-Tests scheinen nicht immer wirklich zu funktionieren, die Infektionszahlen sollen hoch sein, doch die Todeszahlen letztlich nicht, man muss die Risikogruppen schützen, klar, aber es wurde sogar konstatiert, dass der zweite Lockdown (evtl. sogar der erste) nicht notwendig gewesen wäre, während es nämlich in einigen Ländern ohne die ganz drastischen Maßnahmen mit der Eindämmung klappte, in anderen wiederum nicht. Es ist kompliziert. Dass sich die Regierung allerdings nur aufs RKI und Drosten & Co. verlässt, könnte ein bisschen wenig sein. Die Wirtschaft, die Gewerbe: sie leiden. Viele Einzelhändler, Gastronomen et al. stehen vor dem Ende ihrer Existenz, während das Virus nun auch noch mit dem klassischen Grippevirus, das vor zwei Jahren übrigens insgesamt wesentlich mehr Todesfälle verursacht haben soll als Covid-19, konkurriert, dazu immer mehr Einschränkungen, immer mehr Schikanen in den Läden und anderswo, das ist einfach fürchterlich - und da haben die Menschen eben Furcht. Und die wird ihnen ja auch nicht genommen. Wenn es leise Entwarnungen gab in der einen, wurde in der anderen Woche wieder die Panikdosis erhöht, das ist nun mal leider beobachtbar. Also würde ich an Deiner Stelle nicht gänzlich die Querdenker verurteilen, es sind besorgte Menschen, und das Märchen, dass die alle rechtsextrem sein sollen, ist der größte Hoax, den die Massenmedien noch verbrechen können, denn dies ist eine glatte Lüge. Es geht um alles, und das nicht erst seit Corona.

LG und dankesehr. Karl-Konrad

Karl Wiener (19.12.2020):
Im Berufsleben war ich Bauingenieur, genauer gesagt Statiker. Wenn ein Statiker ein Gebäude, aus welchen Gründen auch immer, für einsturzgefährdet erklärt, dann hat er sich das reiflich überlegt und im Regelfall auch mit Fachkollegen ausgiebig beraten. Für die Bewohner des Gebäudes ist ein Betretungsverbot allemal eine einschneidende Maßnahme. Trotzdem hielte ich es für unklug, wenn einzelne von ihnen versuchten, sich Zugang zu verschaffen. Ähnlich verhält es sich bei Evakuierungsmaßnahmen nach einem Bombenfund, Auch da gibt es immer wieder Menschen, die den Kampfmittelexperten nicht trauen und die Gefahr mißachten. Schließlich ist es ja bisher meist gut gegangen. Auch Fachleute sind mitunter ratlos, aber ihnen allzu sehr zu mißtrauen ist nicht immer ratsam. Dessen ungeachtet sind Expertenurteile nicht der alleinige Maßstab für die jeweils zu ergreifenden Maßnahmen. Experten überblicken in der Regel nur ihr eigenes Fachgebiet. Deshalb müssen sich die demokratischen Verwaltungen um Interessenausgleich bemühen. Daß sie dabei mitunter ratlos sind und nach dem Prinzip Versuch und Irrtum verfahren müssen, liegt in der Natur der Sache. Ich möchte nicht in ihrer Haut stecken. Wenn sich Querdenker als besorgte Bürger bezeichnen, erregt das den Eindruck, daß sie Bürger, die nicht ihre Meinung teilen, als unbesorgt betrachten. Auch ich bin besorgt. Vor allem ist das aber der Fall, wenn ich die Symbole sehe, die von rechtsextremen Randalierern auf den Kundgebungen der Querdenker vorangetragen werden: Reichskriegsflagge, Pappschilder von Menschen in Sträflingskleidung und Galgenatrappen. Ich werte das als Mordhetze und habe noch nicht gehört, daß sich besorgte Bürger demonstrativ gegen die feindliche Übernahme ihrer Kundgebungen durch diese Elemente wehren. Zu Zeiten der Pestepidemie wurden die Juden für schuldig befunden und öffentlich verbrannt. Nicht alle, die den Nationalsozialisten 1933 zur Machtergreifung verholfen haben, waren überzeugte Nazis. Viele von ihnen waren besorgte Bürger, die glaubten, ihre Interessen auf diese Weise zu fördern. Es waren genau diejenigen, die nach der Offenbarung der Naziverbrechen beteuerten: „Das haben wir nicht gewollt“. Vor Jahrhunderten, als Pest und Cholera die Menschheit heimsuchten, mußten Handelsschiffe, die aus fernen Ländern heimkehrten, 40 Tage in Quarantäne auf Reede liegen, ehe sie in den Hafen einlaufen durften. Heute verteilen Containerschiffe und Flugzeuge Waren und Viren in kürzester Zeit um die ganze Welt. Der Massentourismus tut seinen Teil dazu. Die Menschen glauben, daß sie in unseren Breiten auch zu Weihnachten Erdbeeren essen müssen. Ein schmutziges Hemd werfen sie lieber weg und kaufen ein neues, weil das billiger zu sein scheint als die Wäsche. Ich gebe zu, das letzteres leicht übertrieben sein mag, bin aber überzeugt, daß viele Teilnehmer noch während der Demonstration überlegen, was sie denn wieder bei Amazon oder ähnlichen Gewinnern der Pandemie bestellen könnten.

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Ja, lieber Karl,
Deutschland wird vermutlich in die Geschichte eingehen
als Queruland der Querdichter und Querdenker.
LG Siegfried

Karl Wiener (19.12.2020):
Im Berufsleben war ich Bauingenieur, genauer gesagt Statiker. Wenn ein Statiker ein Gebäude, aus welchen Gründen auch immer, für einsturzgefährdet erklärt, dann hat er sich das reiflich überlegt und im Regelfall auch mit Fachkollegen ausgiebig beraten. Für die Bewohner des Gebäudes ist ein Betretungsverbot allemal eine einschneidende Maßnahme. Trotzdem hielte ich es für unklug, wenn einzelne von ihnen versuchten, sich Zugang zu verschaffen. Ähnlich verhält es sich bei Evakuierungsmaßnahmen nach einem Bombenfund, Auch da gibt es immer wieder Menschen, die den Kampfmittelexperten nicht trauen und die Gefahr mißachten. Schließlich ist es ja bisher meist gut gegangen. Auch Fachleute sind mitunter ratlos, aber ihnen allzu sehr zu mißtrauen ist nicht immer ratsam. Dessen ungeachtet sind Expertenurteile nicht der alleinige Maßstab für die jeweils zu ergreifenden Maßnahmen. Experten überblicken in der Regel nur ihr eigenes Fachgebiet. Deshalb müssen sich die demokratischen Verwaltungen um Interessenausgleich bemühen. Daß sie dabei mitunter ratlos sind und nach dem Prinzip Versuch und Irrtum verfahren müssen, liegt in der Natur der Sache. Ich möchte nicht in ihrer Haut stecken. Wenn sich Querdenker als besorgte Bürger bezeichnen, erregt das den Eindruck, daß sie Bürger, die nicht ihre Meinung teilen, als unbesorgt betrachten. Auch ich bin besorgt. Vor allem ist das aber der Fall, wenn ich die Symbole sehe, die von rechtsextremen Randalierern auf den Kundgebungen der Querdenker vorangetragen werden: Reichskriegsflagge, Pappschilder von Menschen in Sträflingskleidung und Galgenatrappen. Ich werte das als Mordhetze und habe noch nicht gehört, daß sich besorgte Bürger demonstrativ gegen die feindliche Übernahme ihrer Kundgebungen durch diese Elemente wehren. Zu Zeiten der Pestepidemie wurden die Juden für schuldig befunden und öffentlich verbrannt. Nicht alle, die den Nationalsozialisten 1933 zur Machtergreifung verholfen haben, waren überzeugte Nazis. Viele von ihnen waren besorgte Bürger, die glaubten, ihre Interessen auf diese Weise zu fördern. Es waren genau diejenigen, die nach der Offenbarung der Naziverbrechen beteuerten: „Das haben wir nicht gewollt“. Vor Jahrhunderten, als Pest und Cholera die Menschheit heimsuchten, mußten Handelsschiffe, die aus fernen Ländern heimkehrten, 40 Tage in Quarantäne auf Reede liegen, ehe sie in den Hafen einlaufen durften. Heute verteilen Containerschiffe und Flugzeuge Waren und Viren in kürzester Zeit um die ganze Welt. Der Massentourismus tut seinen Teil dazu. Die Menschen glauben, daß sie in unseren Breiten auch zu Weihnachten Erdbeeren essen müssen. Ein schmutziges Hemd werfen sie lieber weg und kaufen ein neues, weil das billiger zu sein scheint als die Wäsche. Ich gebe zu, das letzteres leicht übertrieben sein mag, bin aber überzeugt, daß viele Teilnehmer noch während der Demonstration überlegen, was sie denn wieder bei Amazon oder ähnlichen Gewinnern der Pandemie bestellen könnten.

freude (bertlnagelegmail.com)

08.12.2020
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...weil sie Querdenker sind Karl. Die haben uns mit ihren Demos gerade noch gefehlt. Damit stiegen auch die Fallzahlen.
LG Adalbert

Karl Wiener (19.12.2020):
Im Berufsleben war ich Bauingenieur, genauer gesagt Statiker. Wenn ein Statiker ein Gebäude, aus welchen Gründen auch immer, für einsturzgefährdet erklärt, dann hat er sich das reiflich überlegt und im Regelfall auch mit Fachkollegen ausgiebig beraten. Für die Bewohner des Gebäudes ist ein Betretungsverbot allemal eine einschneidende Maßnahme. Trotzdem hielte ich es für unklug, wenn einzelne von ihnen versuchten, sich Zugang zu verschaffen. Ähnlich verhält es sich bei Evakuierungsmaßnahmen nach einem Bombenfund, Auch da gibt es immer wieder Menschen, die den Kampfmittelexperten nicht trauen und die Gefahr mißachten. Schließlich ist es ja bisher meist gut gegangen. Auch Fachleute sind mitunter ratlos, aber ihnen allzu sehr zu mißtrauen ist nicht immer ratsam. Dessen ungeachtet sind Expertenurteile nicht der alleinige Maßstab für die jeweils zu ergreifenden Maßnahmen. Experten überblicken in der Regel nur ihr eigenes Fachgebiet. Deshalb müssen sich die demokratischen Verwaltungen um Interessenausgleich bemühen. Daß sie dabei mitunter ratlos sind und nach dem Prinzip Versuch und Irrtum verfahren müssen, liegt in der Natur der Sache. Ich möchte nicht in ihrer Haut stecken. Wenn sich Querdenker als besorgte Bürger bezeichnen, erregt das den Eindruck, daß sie Bürger, die nicht ihre Meinung teilen, als unbesorgt betrachten. Auch ich bin besorgt. Vor allem ist das aber der Fall, wenn ich die Symbole sehe, die von rechtsextremen Randalierern auf den Kundgebungen der Querdenker vorangetragen werden: Reichskriegsflagge, Pappschilder von Menschen in Sträflingskleidung und Galgenatrappen. Ich werte das als Mordhetze und habe noch nicht gehört, daß sich besorgte Bürger demonstrativ gegen die feindliche Übernahme ihrer Kundgebungen durch diese Elemente wehren. Zu Zeiten der Pestepidemie wurden die Juden für schuldig befunden und öffentlich verbrannt. Nicht alle, die den Nationalsozialisten 1933 zur Machtergreifung verholfen haben, waren überzeugte Nazis. Viele von ihnen waren besorgte Bürger, die glaubten, ihre Interessen auf diese Weise zu fördern. Es waren genau diejenigen, die nach der Offenbarung der Naziverbrechen beteuerten: „Das haben wir nicht gewollt“. Vor Jahrhunderten, als Pest und Cholera die Menschheit heimsuchten, mußten Handelsschiffe, die aus fernen Ländern heimkehrten, 40 Tage in Quarantäne auf Reede liegen, ehe sie in den Hafen einlaufen durften. Heute verteilen Containerschiffe und Flugzeuge Waren und Viren in kürzester Zeit um die ganze Welt. Der Massentourismus tut seinen Teil dazu. Die Menschen glauben, daß sie in unseren Breiten auch zu Weihnachten Erdbeeren essen müssen. Ein schmutziges Hemd werfen sie lieber weg und kaufen ein neues, weil das billiger zu sein scheint als die Wäsche. Ich gebe zu, das letzteres leicht übertrieben sein mag, bin aber überzeugt, daß viele Teilnehmer noch während der Demonstration überlegen, was sie denn wieder bei Amazon oder ähnlichen Gewinnern der Pandemie bestellen könnten.

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