Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Unter der Brücke“ von Andreas Vierk

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rnyff (drnyffihotmail.com)

31.01.2021
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Hätte ich fast übersehen, Dein stimmig-trauriges Brückengedicht. Wunderschön festgehalten und keiner von diesen Gestalten gibt sich Rechenschaft darüber, weshalb es überhaupt dazu gekommen ist. Schicksal? Lieber Gruss Robert

Andreas Vierk (31.01.2021):
Lieber Robert, woher willst du denn wissen, wer von den Obdachlosen, wer überhaupt von den Menschen Rechenschaft über sein Schicksal ablegt? Vielleicht tun das die Armen und Einsamen eher, als die, die alles haben. Aber auch bei letzteren kann das niemand mit Sicherheit sagen. Leicht verärgerte Grüße von Andreas

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Trauriges Thema, toll umgesetzt!

Herzlich grüßt Wolfgang

Andreas Vierk (31.01.2021):
Lieber Wolfgang, ich geb mir Mühe. Danke für dein Lob. LG Andreas

tryggvason (olaf-lueken2web.de)

31.01.2021
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Hallo Andreas,
wenn ich deine Gedichte lese, verkneife ich mir meinen Kommentar.
Warum ? Deine Wort- und Bilderwahl ist einfach wunderbar !
HG Olaf

Andreas Vierk (31.01.2021):
Lieber Olaf, Kot, Urin und stinken - das kann ich nun selbst nicht als wunderbar sehen. Aber ich weiß natürlich, wie du es meinst. Ich musste ja auch dem Thema angemessene Worte wählen. LG Andreas

freude (bertlnagelegmail.com)

30.01.2021
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Bist du einmal obdachlos
und lebst unter der Brücke bloß;
bist dem Dasein du entronnen,
Endzeit-Leben hat begonnen,
kannst nur von Almosen leben,
viel mehr wird's für dich nicht geben.

Andreas, lG von Bertl.



Andreas Vierk (31.01.2021):
Lieber Bertl, heute um 6 Uhr Morgens in Berlin sind es 8 Grad minus draußen. Coronabedingt sind Einrichtungen wie die Kältehilfe engeschränkt worden. Normalerweise gibt es Kältebusse, aber da kann wohl der Mindestabstand nicht eingehalten werden. Ich kann mir selber nicht vorstellen, wie sich Obdachlose jetzt fühlen werden! LG von Andreas

Renate Tank (renate-tankt-online.de)

30.01.2021
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Andreas,
hier kann man kein Fünkchen Licht sehen...
Es ist alles trostlos für diese Menschen am Rande.
Ihre Augen sind "vom Lasern" so geschädigt worden,
dass sie keine Hoffnung mehr aufbringen können.
Ich übersetze das Wort "Augenlasern" mal mit
immer wiederkehrenden Enttäuschungen, so dass
sie ihr "Zukunfts-Licht" verloren...

Die letzte Strophe ist für mich am schwersten zu übertragen.

Ein lieber Gruß geht zu dir nach Berlin - Renate

Andreas Vierk (30.01.2021):
Liebe Renate, ich sehe in der Blindenbrille auch das Ego, dass uns den Blick auf die Wirklichkeit verstellt. Mit deiner Interpretation des Augenlaserns kann man vielleicht auch das Durchleuchten einer Person sehen, oder ungewollte Diskussionen, warum er/sie nun so geworden ist, und nicht anders. Das Pleroma (Gottesreich) am Schluss kann man als Hoffnung nehmen, aber auch ironisch interpretieren. Danke dir für deinen erhellenden Kommentar! Liebe Grüße von Andreas

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Hallo Andreas. Da sind wieder Begriffe vorhanden, die mich letztlich an den Termin in der nächsten Woche beim Augenarzt - Klinikum erinnern! Mit meinem Humor würde ich sagen und Du verstehst sicherlich diesen "Slang", "moooool gucke, wie ich danach wieder gucke kann"! Schmunzelgrüße Dir mit Hoffnung in das WE der Franz

Andreas Vierk (30.01.2021):
Lieber Franz, noch bist du ja nicht blind und wirst es hoffentlich auch nie werden. Und so schlecht, wie der Person unter der Brücke gehts uns ja nicht. Ursprünglich wollte ich mit der Blindenbrille unser Ego darstellen, das uns den Blick auf die Wirklichkeit verstellt. Ich las aber Monikas heutige Prosa und ich musste an die Leute in Manaus denken, denen es sogar an Sauerstoff fehlt, an die Flüchtlngscamps auf Lesbos und in Mazedonien, wo die Kinder in Schlammpfützen schlafen, oder an Zaire, wo der Diktator die Dörfer seines Volkes überfällt wie in der Sklavenzeit. Angeblich soll das sogar ein Kanibale sein. Und auch in Afrika ist es dank der Klimakatastrophe so heiß geworden, dass selbst die Afrikaner dort kaum noch atmen können. Und in allen diesen Ländern wirkt Corona wie das finale Henkerbeil. Aber ich habe "nur" über eine(n) Obdachlose(n) geschrieben. Liebe Grüße vom ins Labern geratene Andreas

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