Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Ich hasse mich... “ von Lisa Olesch

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readysteadypaddy (onkel.merlinweb.de)

05.02.2021
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Lisa,

ich finde das wirklich sehr schade. Aber mir geht es auch oft so. Ganz allgemein. Ich glaube, wir sind alle Opfer oder werden zu welchen gemacht. Was mich aber tröstet, ist, dass es allen so geht, egal, wer sie sind, oder was sie können. Nur, gut finde ich das deswegen noch lange nicht. Vielleicht sollten wir uns mal schreiben. Hier in den Kommentaren, oder auf meiner hier hinterlegten e-mail-Adresse. Ich glaube nämlich schon, dass es da einen Weg raus gibt. Wir beide zumindest müssten bessere Zeiten ja noch kennen. Kommentiere auch gerne meine Gedichte.

Alles Liebe,
Patrick Rabe

Lisa Olesch (05.02.2021):
Lieber Patrick, erstmal danke ich dir für deine Worte. Du sagst das es dich tröstet, zu wissen, dass es den meisten so geht. Mich irgendwie nicht. Das gibt mir immer das Gefühl, das meine Gefühle und Gedanken eigentlich nur Symptome einer Störung sind, die man therapeutisch behandeln kann. Irgendwie keine individuelle Person zu sein, sondern wie im Lehrbuch beschrieben. Vielleicht habe ich aber auch nur zu viel Therapie mitgemacht und zu viele Selbsthilfe Bücher über Bindungsängste usw. gelesen. Das ich dieses Gedicht über Selbsthass geschrieben habe, liegt natürlich an meinem momentan, krassen Liebeskummer. Obwohl mir Selbstmitleid und Selbsthass ständige Begleiter sind. Das nervt! Ständig muss man dagegen ankämpfen und sich vor Augen führen, was man doch schon alles erreicht hat, egal wie lächerlich und klein diese Errungenschaften für einen selbst auch zu sein scheinen. Man hört oft das man sich selbst lieben muss um glücklich zu werden, fällt mir nur sehr schwer. Die Bestätigung bei anderen zu suchen, vor allem bei Menschen die dir nie Bestätigung entgegen bringen werden, ist durch meine Kindheit geprägt. Leider bin ich ein Mensch der sich gerne abhängig von anderen macht, weil Eigenständigkeit für mich gleichbedeutend ist mit ungeliebt zu sein , einsam zu sein und nicht gebraucht zu werden. Wie gerne würde ich jemanden finden (bzw. die eine Person erreichen), für den ich leben kann? Aber wer will schon jemanden der einem hörig ist?! Darum habe ich für mich beschlossen, nie wieder zu glauben, dass es jemanden interessiert wie es mir wirklich geht oder wer ich im Inneren wirklich bin. Das man im Leben allein ist, egal wie viele Freunde man hat. Das macht mich so traurig. Es gibt mir den Eindruck, dass ich nicht für das normale Leben geschaffen bin. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt, darum denke nicht, dass ich irgendetwas dummes tun werde (dazu fehlt mir eh der Mut) und dir das zu schreiben erleichtert mich etwas. Vielleicht kommt ja noch die große Wende in meinem Leben und alle dunklen Gedanken stellen sich als verschwendet heraus. Das wäre schön! Ich wünsche dir noch alles Gute und hoffe das dich meine Worte nicht zu mir runterziehen ;-) Die Maske, die ich trage, besteht nämlich aus einem fröhlichen Gesicht. LG, Lisa

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