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„Kann man in der Poesie auf Noten pfeifen?“ von Siegfried Fischer


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Guter Siegfried,


Du beleuchtest hier wesentliche Aspekte des Dichtertums im Forum !!!

Zu den von Dir bezeichneten "wichtigsten Kriterien" : Allen 4 Punkten kann man meiner Meinung nach nur zustimmen.
Zu "Zweitrangig" : Bei 5. und 9. bin ich nur teilweise Deiner Meinung, denn 9.: Mehrere in unserem Forum setzen unter ihr Gedicht ein wunderbares Bild/Foto oder sehr schönes Gemälde (Du kannst Dir sicherlich denken, Welche hier gemeint sind); vielleicht bist Du ja eventuell meiner Meinung, dass es schön wäre, wenn Dieses in Deiner Rangordnung nicht an 9. Stelle, sondern eher oben an 5. Stelle stehen würde !
Aber 6. - 8. : "Lesbare Schriftgröße", es gibt hier im Forum Welche, die wunderbare Gedichte verfassen, sie aber in "relativ" kleiner Schriftgröße posten (wahrscheinlich Arial 10, die Meisten posten ja in Arial 12, 14 oder 16, was sich am besten lesen läßt), das tut aber dem Wert jener guten Gedichte keinerlei Abbruch.
"Reine Reime", ob das wirklich "zweitrangig" ist ? Ich persönlich denke, dass dies NICHT unbedingt zweitrangig ist, denn lediglich bei Prosa-Gedichten hat dies keine Bedeutung.
Und ob "Aufbau und Gestaltung" zweitrangig sind ? Ich persönlich denke, dass, wenn man (wie eben Andere und auch ich) beispielsweise die 8zeilige Strophenform oft anwendet, gerade der (sinnvolle gedankliche) Aufbau - und damit die Gestaltung - dieser umfangreichen Strophenform sehr wichtig ist.
Bei "Drittrangig" bin ich leider nicht in jedem Punkt Deiner Auffassung : Die "Metrik" ist die Sprachmelodie und hier sind wir bei der Musik (deren Fan ich bin), denn was in der Musik das (korrekte) MetRUM ist, das ist in der Poesie die (ebenfalls korrekte) MetRIK, also erstrangig. "Versmaß", da bin ich Deiner Meinung, denn die Inspiration für ein Gedicht bestimmt das Versmaß. "Inhalt" - in Ordnung, den bestimmt ein Jeder selbst. Was den "Satzbau" (also die Syntax) angeht, da bin ich insofern Deiner Meinung, als im Rahmen dichterischer Freiheit Umstellungen von Subjekt, Prädikat und Objekt (und auch Buchstaben-Auslassungszeichen) durchaus üblich sind, doch sollten jedenfalls die Satzzeichen - im Prinzip - korrekt angewendet werden.
Zur Rechtschreibung gäbe es so Vieles zu sagen, doch hier nur meine wichtigsten Gedanken dazu :
Es fängt schon damit an, dass man seit der Rechtschreibreform "dass" - also mit Doppel-S - schreibt und nicht, wie vorher, wo man "daß" - also mit scharfem S - schrieb. Eine andere Sache ist die Groß- und Kleinschreibung : VOR der Reform wurden die Personalpronomen in der zweiten Person (wie ich es lernte), also "Du, Deiner, Dir, Dich", groß geschrieben - eine Geste der Höflichkeit - und SEIT der Reform halt eben klein. Doch jetzt möchte ich (der Weitschweifige) nicht endlos werden, also :


GLG in den restlichen Abend von Hanns

Siegfried Fischer (12.02.2021):
Bester Hanns, zurzeit läuft mir die Zeit davon... ich werde bei Gelegenheit eventuell noch ausführlich auf Deinen Kommentar eingehen. - Eins vorweg: Meine Ausführungen hast Du ganz offensichtlich MISSVERSTANDEN, vor allem die Sache mit der Rangfolge: Der Name des Verfassers/der Verfasserin sollte natürlich an allerletzter Stelle stehen. Viel wichtiger ist doch alles, was ich unter dritt- bzw. zweitrangig aufgelistet habe. Ein ansprechender Inhalt, Aufbau, Gestaltung, Satzbau ... (grammatikalisch korrektes DEUTSCH - auch bei den "Umstellungen" - sollte ganz selbstverständlich sein. Dazu gehört auch die Rechtschreibung.) ... Ein gelungenes passendes Foto (Ein bisschen scharf sollte es schon sein!) kann die Sache durchaus abrunden. Da bin ich ganz bei Dir. - LG Siegfried - Übrigens: Mit den reinen Reimen steht so mancher auf Kriegsfuß. So sind beispielsweise "wärmer - stärker", "kühler - schöner" nicht besonders rein.

GabyFöWö

11.02.2021
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Lieber Siegfried,

da hast Du ja tolle Fragen in den Forum-Raum gestellt, über die es sich lohnt nachzudenken. Aber beantworten kann ich sie Dir auch nicht.

Also ich halte mich (fast) immer an die wichtigsten Kriterien für die Notenvergabe 1 - 4 (warum Du da Fragezeichen hinter gemacht hast, verstehe ich nicht).
5. - Anzahl der Strophen oder Reime ist mir egal
6. - Bei zu kleiner Schrift, klicke ich gleich wieder weg, ich sehe ja nichts
7. - Bei reinen Reimen fange ich an zu singen
8. - Aufbau und Gestaltung - das Auge isst mit
9. - Ein schönes Foto - ich freue mich schon auf die Frühlingsgedichte
10. - Metrik - hab ich noch nie etwas von gehört
Versmaß - Biermaß kenne ich
Inhalt - hä? Ich denke das soll sich nur am Ende irgendwie und irgendwo reimen
Satzbau - ich bin doch nicht in der Schule
Rechtschreibung - die von 1996 hab ich schon ignoriert und was davor war, hab ich vergessen

Statt Noten würde ich mehrfach anklickbare Satzbausteine toll finden, z. B.:
- redet ständig mit dem Nachbarn
- sollte sich am Unterricht mehr beteilgen
- die Hausaufgaben wurden nur unregelmäßig gemacht
- stört durch Kasperein und Stuhlgewippe
- ist seinen/ihren Fähigkeiten entsprechend sehr bemüht
- Musterschüler
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Jetzt mal im Ernst:
Die Noten 1-6, die werden doch gar nicht angezeigt - oder? Geht doch nur "Ohne" Bewertung oder "Daumen nach oben" --- Und "Daumen nach unten" gehört sich ja eigentlich nicht.
Dass die Anzahl der Kommentare angezeigt wird, gefällt mir ganz gut. Da ich über die Kommentare und Anworten häufig das Gedicht erst begreife.

Das hast Du wieder fein gemacht.
Liebe Grüße
Gaby

Siegfried Fischer (13.02.2021):
Ib Gby ch wll mch ml n bsschn krz fssn: 1. Klar, nachdenken lohnt sich immer. 2. Warum Fragezeichen frage ich mich auch. 3. Rechtschreibung geht auch an mir vorbei. Ich mach alles immer mit LINKS. 4. Eine Textbausteinsammlung für Kommentare habe ich bereits vorbereitet. Das vereinfacht die lästige Schreibarbeit enorm. - So, und jetzt zu Dir, lieber Ernst: Wenn die Noten nicht angezeigt werden und sich "Daumen nach unten" nicht gehört, könnte man auch darauf verzichten. Die Kommentare kann man ja trotzdem lesen.- Die Anzahl der Kommentare sagt überhaupt nichts aus über ein Gedicht. Da werden bloß alle bloßgestellt, die leer ausgehen und die herausgestellt, die viel Hobby-Lobby-Arbeit betreiben. - Liebe Grüße von Reiner Reim

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Es ist immer das selbe Problem. Die HOCHGEISTIGEN irren durch ihre Einsamkeit.
Wie gut, dass ich zu den Kleingeistern gehöre. Warum ? Ich darf noch wachsen.
Das ist meine Antwort auf einen dieser seltsamen Kommentare.

Für dein Gedicht danke ich dir ! Ich hoffe, dass ich das so sagen darf.
Bleib gesund !
Herzliche Grüße
Olaf

Siegfried Fischer (13.02.2021):
Natürlich darfst Du das so sagen, lieber Olaf. - Hochgeistige haben übrigens auch mal als Kleingeistige angefangen. So wie Großkarierte mal als Kleinkarierte, Großeltern als Kleineltern. Oder Großtransporter als Kleintransporter. - Ich wünsche Dir Gesundheit und weiterhin ein ordentliches Wachstum. - VD & LG Siegfried

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...Siegfried, vereinfachter möcht ich meinen: Lässt sich ein Gedicht gut singen, dann stimmen auch die Noten. Man braucht dazu keine Musikschule, aber dennoch ein habwegs gutes Gehör.*Lach*

Die hasserfüllten Wunderwuzzis, die alles und jede(n) negieren, sich nur selbst für die Besten halten, sind hier zum Glück schon fast ausgestorben;-))) und mit ihnen leider wirklich erstklassige Dichterinnen, wie zum Beispiel Simone Wiedenhöfer etc., die von solchen Wunderwuzzis hinausgeekelt wurden. Auch das gehört hier einmal gesagt. Es ist eine herabwürdigende Weise, wie hier oftmals geschrieben und agiert wurde und wie man sieht, sogar immer noch in einem Kommentar bei dir über e-stories geschrieben wird.

Deinen Text hingegen finde ich amüsant und absolut lesenswert.
LG Bertl.

Siegfried Fischer (12.02.2021):
Lieber Bertl, Du darfst hier ganz selbstverständlich alles sagen/schreiben ... Der Hauptteil Deines Kommentars (mit den "Wuzzis") geht aber leider ein bisschen am Thema vorbei. (Auf der anderen Seite haben besonders die ganz SPEZI-ellen Kommentare auch schon so manche Autoren/Autorinnen verprellt.) --- Diese unsinnige Notengebung (mit den Noten von 1 bis 6) hat in diesem Forum meiner Meinung nach keinerlei geistigen Nährwert. Die Beiträge werden dadurch kaum besser. Im Gegenteil: Die meist nur positiven Wertúngen, bestärken doch den/die Verfasser*in, genauso weiterzumachen wie bisher, obwohl häufig konstruktive und kritische Anmerkungen angebracht und hilfreich wären. - LG Siegfried

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Hallo Siegfried,

da es bei dir heute um Noten geht, hast du natürlich
mein Interesse geweckt.., du weißt ja, dass ich
musikalisch veranlagt bin und einige Instrumente
spiele und auch komponiere zu meinen Texten…
Also die einzigen Noten auf welche ich Wert lege
stehen bei mir am Klavier.

Ich plaudere mal aus dem Nähkästchen..Es sind jetzt schon bald
10 Jahre, in denen ich hier im Forum schreibe.
Eigentlich bekam ich von Anfang an immer nur
Einsen, ab und zu wurde der Notendurchschnitt durch eine 3
gesenkt. Es fiel mir schnell auf, wenn ein bestimmter Autor/in
kommentiert hat, welche/r sich für eine dichterische Größe hielt,
war eben diese 3 dabei., mir jedoch fehlte in seinen/ihren Werken
das Gefühl und jegliche Empathie.. So gab ich dann gerne
mal die 3 zurück.. Da jedoch war das Geschrei groß….

Nun zum Kommentieren…
Punkt 3 fällt bei mir gänzlich weg, da meine Kommentarliste
dicht ist. Gerne jedoch kommentiere ich Gedichte die mich
ansprechen, die ein Gefühl transportieren, die mich erreichen.

Metrik usw. haben bei mir nicht die 1. Priorität..
Doch immer wieder werden Stimmen laut, welche
dagegen sind, dass man kommentiert, obwohl die eigene
Liste zu ist..Ich frage mich warum..

Wenn mir ein Werk außerordentlich gut gefällt, darf ich
das auch schreiben..Natürlich kann jeder nur für sich sprechen..
Wie alles im Leben ist auch die Poesie Geschmacksache..

Nicht jeder isst gerne Pasta oder Gemüse, auch in Sachen
Einrichtung ist das so, der eine mag es modern, der andere
altdeutsch, andere lieben Ikea usw.

Wenn jemand etwas hervorragend findet, denkt ein anderer
welch ein Kitsch, wenn ich etwas für gut befinde, ist das meine
Meinung, ist sie aber deshalb allgemeingültig oder etwa ein Tadel
für andere?

Ich lese auch nicht die alten Meister, sondern ausschließlich
Autobiographische Bücher, alles aus dem wahren Leben…
Eine Freundin von mir, die sehr belesen ist auch eben mit den
ganz Großen, macht mich immer wieder auf Texte aufmerksam,
bei denen der Einfluß der alten Dichter spürbar in die Lyrik
mit eingeflossen ist.

Es ist auch immer wieder amüsant, egal was und wie ich schreibe,
immer wieder ist ein Raunen zu hören, „das ist für mich, die meint mich“.
Ich bin ein offener Mensch aber nicht öffentlich.

Es wäre doch traurig, wenn sich meine Kreativität nur auf einzelne
Individuen beschränken würde. Du weißt ja, ich schreibe gerne mitten
aus dem Leben, (mit LEBEN meine ich nicht das Forum, sondern
die Realität) by the way, das alle Facetten beinhaltet und darüber
was ich wahrnehme..
und wer will darf suchen und finden, ich habe eh keinen
Einfluss darauf..

Liebe Dichtergrüße
die Liesel aus dem Schreibstübchen


Siegfried Fischer (14.02.2021):
Sehr schön, liebe Liesel, dass Du mal so ausführlich aus dem Schreibstübchen und Deinem Nähkästchen plauderst. Ganz herzlichen Dank dafür. -- Entschuldige, dass ich erst jetzt antworte. Ich habe bereits mehrfach Versuche gestartet … und musste dann immer wieder abbrechen …Die Antwort liegt mir ähnlich schwer im Magen wie früher ein Schulbericht oder eine Aufsatzbeurteilung … -- Ein paar der von Dir angesprochenen/angeschriebenen "Punkte" wollte ich nicht unbeantwortet lassen. -- 1. Die Kommentarfunktion war bei mir auch einmal ein paar Wochen lang deaktiviert. In dieser Zeit kamen zwar trotzdem noch so einige Kommentare per Mail, aber irgendwie war es doch etwas anderes, darauf zu antworten. Durch Kommentare kommt man oft auf gute Ideen. Und so sind auch viele neue Gedichte oder Wortspiele entstanden. -- 2. Mit der Notenvergabe (oder dem Zeugnisschreiben) habe ich mich in den vielen Jahren meiner schulischen Laufbahn immer sehr schwer getan. Bei guten und sehr guten Noten ist das noch relativ einfach. Aber schon hier zeigt sich ein Problem: Was ist noch sehr gut – was ist nur gut? Ich glaube nicht, dass sich hier im Forum durch unsere Notengebung etwas zum (sehr) Guten verbessert. Deshalb könnte man auch sehr gut darauf verzichten. -- 3. Bei der Metrik gilt immer mein Wahlspruch: Bevor mir ein Wortspiel in die Hose geht, lasse ich die Metrik sausen. -- 4. Den alten Meister Goethe konnte ich früher auch nie so richtig leiden. Wie der in meiner Schulzeit mit Faust I und Faust II auf den Tisch gehauen hat, das war mir nicht ganz geheuer. Auch der Schiller ging mir mit seiner Glocke ganz schön auf den Geist, als wir das Werk auswendig lernen und vortragen sollten. … Aber trotz allem – das muss man neidlos anerkennen - sind den beiden sehr gute Verse gelungen. -- Soweit mal – so gut (bis befriedigend). -- LG Siegfried

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Lieber Siegfried. Alles was Du anführst ist korrekt. Es spielt ( zumindest hier bei e-Stories ) überhaupt keine Rolle was Du schreibst oder ob das Geschreibsel sinnvoll ist oder nicht. Nur WER schreibt zählt !! Und dass dieser "WER" auch kräftig jeden Schmand kommentiert !! Aber worüber regst Du Dich auf ?... sagst Du Deine Meinung, bricht ein Shitstorm los. Deshalb kommentiere ich nur wirklich hervorragende Texte. Da gibts eben kaum was zu kommentieren. Oder legst Du Wert darauf von den Leuten auf die Du hier Bezug nimmst kommentiert zu werden?... mir wäre das zu peinlich.

Mir gefällt was Du schreibst aber was gäbe es Dir wenn ich täglich den gleichen Senf von mir gebe?... siehst Du... das lassen wir andere machen und grinsen uns eins ;-))

LG Horst

Es sind doch immer die gleichen

Siegfried Fischer (10.02.2021):
Vielen Dank für meine Meinung, lieber Horst. Es ist aber nicht so, dass ich mich ärgere oder gar aufrege. (Schließlich bekomme ich für meine Texte fast immer nur die Note 1.) Ich wollte nur einmal die Frage in den Raum stellen, ob diese Notenvergabe* überhaupt sinnvoll ist. Diese vergeblich vergebenen "Noten" sagen ja überhaupt nichts aus über die Qualität eines Textes. - LG Siegfried - P.S.: * Genauso unsinnig ist übrigens die "irreführende" Auflistung der Kommentarzahlen auf der Startseite, da hier sowohl positive wie auch negative Wertungen erfasst werden. (Sogar nichtssagende Wochenendgrüße o.ä. kommen hier in die Wertung)

Nicht vergessen: Eigenen Kommentar zum Gedicht verfassen!

 

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