Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Tristan und Isolde“ von Andreas Vierk

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readysteadypaddy (onkel.merlinweb.de)

15.02.2021
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Ja...

DARF ich was dazu schreiben? Ich weiß schon gar nicht mehr, wie man es dir recht machen soll. Ich kenne die Sage von Tristan und Isolde. Es gibt ja die Version, wo die beiden von dem König, dem Tristan dient, über den Tisch gezogen werden, und es gibt auch die Version, wo Isolde "die Bese" ist, die Tristan nur liebt, weil er einen Rauschtrank getrunken hat, ähnlich wie Sigefried, als er sich in Kriemhild verliebt. In der "klassischen" Version von "Tristan und Isolde" ist es aber glaub ich andersrum. Jedenfalls hat Tristan immer irgendwie die "Arschkarte". Jedoch Valentin... ja, das ist so ein schneller Rosenkavalier. Der kann an dem nach ihm benannten Tag immer nett grinsen, und dann schenkt man seiner Verlobten oder Frau mit unechtem Lächeln Mon Cherie-Pralinen. Klassische Situation gestern: ich klingel bei einem Pärchen, das ich kenne. Mürrische Antwort aus der Gegensprechanlage: "Passt jetzt nicht. Ist doch Valentinstag.". Find ich jetzt aber auch nicht so schlimm. Morgen (äh heute) ist auch noch ein völlig unterschätzter Feiertag. Rosenmontag. Da regnet es dann rote Rosen für alle, die am Valentinstag die Mon Cherie-Pralinen gegessen haben. Allerdings wissen alle, die dann nach Düsseldorf und nicht nach Köln fahren, dass man von Mon Cherie-Pralinen tote Hosen bekommt, und dann wieder nur in den Dom zum Beten gehen kann, um sich danach mit Kamellen beschmeißen zu lassen. Wer allerdings schon mal der Tristan im Staube gewesen ist, wird danach entweder so lustig wie ich, oder ein Heber von Schätzen wie du. Oder beides. Gezahlt wird am Eingang. Man muss ja nicht reingehen. Die Musik der Toten Hosen ist sowieso besser als die von den Höhnern. Aber BAP sollte man nicht unterschätzen. Das ist der Wolfgang im Schatten des Domes. Der noch ein Colon (Köln, Komma) setzen kann, wenn alle schon in Düsseldorf zu Dussels geworden sind, weil man ihnen das Ü-Beralles gekaut hat, und der auch weiß, dass Christobal Colon vielleicht nicht den Seeweg nach Indien gefunden hat, aber zumindest mit der völlig verrückten These recht hatte, dass die Erde rund ist. Und auch auf Billie Eilish sollte man hören, wenn sie in "Bad Guy" singt: "Ich mach dich irre, ne? Weil ich dein Cologne(dein Kölnisch Wasser) trage?"

Naja, ich erkenne zumindest den sehr tragischen Zeitaspekt an deinem Gedicht, und hoffe, Du hängst nicht an Geräten. Und wenn doch, dann bete ich natürlich wirklich für dich. Es ist nur so, dass ich alleine wegen meines Bechterew den "An-Schäuchen-und-Infusionen-im-Krankenhaus-liege-Becher" schon so bis zum Erbrechen ausgekostet habe, dass mir das Thema langsam stinkt. Man könnte mich als klassiches "Krankenhauskind" bezeichnen. Ist bei einer Mutter mit einem Münchhausensyndrom nicht so ungewöhnlich. Zum Glück habe ich noch in meiner Ausbildung zum Krankenpfleger rechtzeitig erkannt, dass ich mit diesem Beruf nur mein Trauma zementieren würde. Ich habe der Krankenhauswelt ade gesagt. Sie hat mich lang genug umklammert. Ich bin dafür jetzt in der Welt der einsam Liebenden. Aber das ist für mich deutlich angenehmer.

Eine kamellenfreie Faschingszeit mit viel leckerem Essen wünscht dir Patrick Rabe

(Kamellen essen ist ja nicht so schlimm. Aber die knallen immer so gegen den Kopf, wenn man damit beschmissen wird.)

Andreas Vierk (15.02.2021):
Lieber Patrick, ich bin ja so froh, dass du mir nicht wirklich böse bist. Normalerweise gehe ich mit Gedichten nicht auf einen besonderen Tag an genau diesem Tag ein. Heute habe ich es sozusagen wieder getan: Ein Gedicht auf die beginnende Passionszeit. Rosenmontag und Fasching habe gar nicht auf dem Schirm. Jetzt in der Corona-Zeit fällt der Katzenjammer sowieso mit den Festivalitäten zusammen. Und als Berliner verstehe ich den Kölner Karneval sowieso nicht. - Übrigens hängen wir alle an Geräten. Denk doch nur an die Computer, an denen wir hängen, um bei e-Stories kommunizieren zu können. Und da bin ich auch wieder beim Thema: Natürlich kann ich mir keine Wunschkommentare aussuchen. Wär ja auch blöd, wenn das Spielzeug schon außerhalb des Überraschungs-Eies wäre. Nur ärgert mich es immer, wenn du die Kommentarfunktion für eigene Aufrufe und eigene Prosa benutzt, die mit meinen Gedichten nicht das mindeste zu tun haben. Auch jetzt schien so ein bisschen dein typisches "von einem zum anderen kommen" heraus. Tristans Trank - Saufen im Karneval - Köln - Colonia - Colon - Runde Erde usw. Aber diesmal habe ich mich über deinen Kommi gefreut. Liebe Grüße von Andreas

Renate Tank (renate-tankt-online.de)

14.02.2021
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Modernere Gedanken über Tristan
und Isolde:

Da spülen sich die Wellen auf
in der Erinnerung.
Tristan verlor seine Braut,
- er liebte sie mit Haar und Haut.
Dann hat ihnen das Schicksal
die Zukunft verbaut...

Sie nahm ein Bad im Lethe-Fluss
- ließ in ihm ihr Vergessen.
Ein neues Ziel war ihr gewiss,
doch dieser Stern im Bild Orion
verliert jetzt seine Leuchtkraft schon:
er wird einmal erblinden.
Sie wird auch ihn nicht finden.

Tristan geht schweigend in den Hag,
muss sich in Schmerzen winden.
Und manchmal schleudert ihn ein Tag
in eine Wut, die er nicht mag
- und soll sich wieder finden....

Es geht ihm schlecht, sein Unheil naht,
und in den Fiebergründen,
will er sich noch mit seiner Lieb'
durch seinen Schweiß verbinden.
"Bete für mich, wo du auch bist,
kann dich ja niemals mehr finden"

Meine Gedanken waren heute Streuner...

Sonntagsgruß auf dem letzten Drücker
von mir - Renate

Andreas Vierk (15.02.2021):
Liebe Renate, ich danke dir für dein langes, streunendes, Antwort- und Parallelgedicht. Ich hätte statt der Überschrift "Tristan und Isolde" auch eine andere wählen können. Ich habe oft Probleme mit Gedicht-Überschriften, weil ich sie bei e-Stories brauche. In meinen Büchern verschwinden die Überschriften meistens, gerade damit die Gedichte durch sich selbst sprechen. Liebe frühmorgendlich verhuschten Grüße von Andreas

Andreas Vierk (Andreasvierkgmx.de)

14.02.2021
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Lieber Patrick,
sei mich nicht böse, aber solltest du dieses Gedicht kommentieren wollen, bleibe bitte, bitte beim Thema. In diesem Gedicht steht nichts über Bob Dylan, nichts über Atombomben und Nazis, und noch nicht einmal irgendwas aus der Bibel.
Liebe erstgemeinte Grüße von Andreas

GabyFöWö (foerster-woebkeweb.de)

14.02.2021
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So, damit andere, die genau so doof sind wie ich, nicht googeln müssen:

Hag = meist von einer Hecke eingehegtes bzw. eingefriedetes Gelände (könnte man auch Garten nennen)
Beteigeuze = internationale Bedeutung: ein Stern im Sternbild ORION
Lethe = Vergessenheit

Lieber Andreas,
da ist er wieder, Dein erster Satz - zu köstlich.
Oh, nee, bei der Kälte im Schnee. Kein Wunder, dass sie weg ist.

Jetzt mal 'was anderes:
Hast Du schon mal Koriander im Kaffee probiert. Schmeckt lecker.

Liebe Grüße
Gaby

Andreas Vierk (14.02.2021):
Liebe Gaby, beide Liebenden haben sich offensichtlich im Schnee (also der die Liebe umgebende Kälte der Welt) was weggeholt. "Sie" ist ja nicht weggelaufen, sondern offensichtlich erfroren, und er ist wohl im Krankenhaus gelandet. Da ist wieder die knallharte Wirklichkeit und "sein" Versagen, damit klarzukommen. - Koriander, liebes Tusneldalein, kenne ich eigendlich nur vom Inder. Macht man ihn als Pulver in den schwarzen Kaffee? Wie viel auf eine große Tasse? Ich muss das mal probieren! Liebe Grüße von Andreas

tryggvason (olaf-lueken2web.de)

14.02.2021
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Das fallen die Worte mit Pauken und Trompeten.
Bald kommen wieder die besseren FETEN !
Toller Text. Gern gelesen !
HG Olaf

Andreas Vierk (14.02.2021):
Lieber Olaf, sag mal: was ist an dem Gedicht so lustig, dass es solche Kommentare heischt? Hat es eine unfreiwillige Komik? Ich hoffe nicht! Vielleicht hat es etwas Tragikomisches? So was ist schwer zu schreiben, und wäre mir aus der Feder gerutscht. Liebe Grüße von Andreas - und bleib gesund!

freude (bertlnagelegmail.com)

14.02.2021
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Ich seh in dir den Tristan schon,
zu sagen, das hat man davon;
und die Isolde leidenschaftlich schrein,
Andreas, du gehörst nur mir allein!

LG vom erotikgebeutelten Bertl.

Andreas Vierk (14.02.2021):
Ach Bertl, auf eine schreiende Isolde, die mich vereinhahmen möchte, kann ich gut verzichten. So was ähnliches habe ich schon mal gehabt. Liebe Grüße von Andreas

Goslar (karlhf28hotmail.com)

14.02.2021
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Lieber Andreas

wunderbar gedichtet. Der Tag der roten Herzen und der Rosen.

Herzlich Karl-Heinz

Andreas Vierk (14.02.2021):
Lieber Karl-Heinz, Herzen kommen ja vor, aber keine Rosen. Da ich momentan solo bin, hat mich dieser Tag ein bisschen bitter werden lassen, aber eher aus der Erinnerung. Liebe Grüße von Andreas

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Zum Glück lieber Andreas ist ja bei uns im Haus sehr oft "Valentinstag"! Ja und zum "Beteigeuze", dies ist ja eine sehr beträchtliche Entfernung! Als Fazit, wer richtig liebt, hat oft Valentin! Schmunzelgrüße Franz

Andreas Vierk (14.02.2021):
Lieber Franz, eigentlich ist das Gedicht ja eine Art Abschiedslied. Wieder einmal habe ich keine adäquate Überschrift finden können. Vielleicht hast du ja die leicht ironische Note wahrgenommen, deshalb die Schmunzelgrüße, die ich dir gern mit Gruß zurück gebe - Andreas

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