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„Die schönste Perle“ von Patrick Rabe

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Renate Tank (renate-tankt-online.de)

15.02.2021
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Welchen Wert haben die Schätze der Welt,
wenn das Himmelreich (die kostbarste Perle)
der einzige wahre Schatz ist und als solcher
ERKANNT wird.
Dann lässt man sich nicht mehr von Minder-
wertigem blenden... Aber eine Entscheidung
muss immer getroffen werden..

Der ganze täuschende Lichterglanz, dem der
Mensch schnell anhängt und dafür sein
Bestes verschenkt, das sind die Verführungen
und Täuschungen, denen man erliegen kann.

Wer den WERT erkannt hat, nimmt auch das
weniger Schöne im Leben anders an
(in deinem Fall könnte der REGEN, durch den
du glücklich (gelassen) tanzt, vielleicht die
Metapher dafür sein.)
Ich glaube, auch das gehört zur Grundaussage
deines wirklich gut durchdachten und verworteten
Gedichtes.

Liebe Grüße von mir- Renate





Patrick Rabe (16.02.2021):
Ja, Renate, so meinte ich es. Es ist aber auch immer wieder die Erschütterung über die Dummheit und nervige Penetranz des Teufels, der immer wieder mit breitem Grinsen versucht, mich auf Fährten zu locken, die ich schon kenne, und wo dann doch wieder nur immer die gleiche Soße bei rauskommt. Und dann stellt er sich immer dämlich grinsend da hin, und sagt: "Wieso. Diesmal hab ich's doch gut hingekriegt." Das nennt man wohl den Schöpfungswahn der Unschöpfscherischen. Natürlich ist der Trick des Teufels auch der, dass man alles, was man in sein "Nichts" projiziert, auch selber ausstrahlt. Jedoch hat die sache eben noch einen, von manchen unbedachten Aspekt. In der sogenannten Hölle sind manchmal Sachen, Seelenregungen oder sogar Menschen, die es lohnt, sie da raus zu holen. Und das verstehen wohl nur Mystiker. (Stichwort "Dante"). Liebe Grüße von Patrick

tryggvason (olaf-lueken2web.de)

15.02.2021
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"Zeit macht nur vor dem Teufel halt", so beginnt ein Lied aus den 70-ern, denke ich.
Deine Zeilen haben mich gepackt. Es war nicht die Teufelei an sich, sondern das
Stimmungsbild, das du in mir erzeugt hast. Toll !!!
HG Olaf

Patrick Rabe (16.02.2021):
Lieber Olaf, der Teufel ist auch immer das, was wir an uns nicht sehen wollen. wenn wir ihn allerdings enttarnt haben, wird er zum quängelnden Nervheini. Liebe Grüße, Patrick

Andreas Vierk (Andreasvierkgmx.de)

15.02.2021
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Lieber Patrick,
schon beim Lesen der Überschrift dachte ich an Jesu Beispielerzählung von der Perle im Acker. Auch Jesu Versuchung spielt in dieses durchaus religiöse Gedicht hinein. Du hast beide Geschichten sehr gut in die Gegenwart überführt. In unserer neonleuchtenden Kunststoff-Welt, geht der Glaube (hier das wirkliche Leben) zunehmend verloren. Wenn man ihn dann als Perle im Rinnstein findet, was hat man dann davon? - Freude! Dein Gedicht - vor allem der "Teufel" - ist noch vielschichtiger. Da gehe ich jetzt mal nicht drauf rein.
Liebe Grüße vom nicht so analytischen Andreas, wie er gerne sein möchte

Patrick Rabe (16.02.2021):
Ja, lieber Andreas, mein Gedicht ist natürlich direkt an die Versuchung Jesu in der Wüste angelehnt (auch der "Schatz im Acker" und ähnliches spielt eine Rolle). Ich bin da etwas aus der Übung, weil ich nicht mehr so viel mit Leuten über meinen Glauben diskutiere, aber darf man im Moment aus politisch korrekten Gründen nicht mehr "Gleichnis" sagen? Das Wort "Beispielerzählung" erinnert mich an quälend-enerviernd-anstrengende Faseldiskussionen mit Evangelikalen, Zeugen Jehovas, Moslems, Atheisten, Flacherdengläubigen, Kreationisten, Materialisten und entkörperten Antimarieanhängern. Da habe ich irgendwann die endgültige Stopptaste gedrückt. Seither lebe ich wieder. Aber ansonsten hast du recht. Das Gedicht ist eine Ode an die verlorene Perle der inneren Schönheit/des inneren Paradieses. Ich glaube, nur die Wenigsten würden darauf kommen, dass sie gerade da zu finden ist, wo es bestialisch nach Ablehnung stinkt. und noch weniger menschen sind dann auch bereit, dorthin zu fassen. (Diesmal meine ich nicht den Penis, sondern die wüst und brach liegenden Seiten der Seele, in denen sich schon Dämonen breit gemacht haben ("Fall der Hure Babylon".) Es lohnt sich, diesbezüglich noch mal bei Jesaja und Jeremia nachzulesen. Gott lässt "Babylon" nicht hängen. Und wer oder was sie am Ende wird, ist überraschend. Nur haben viele nicht den langen Atem, sich ihr Gereiher anzuhören. (Manches davon wird zu Reihern, wie du ja weißt.). Man muss es nur, wenn man in der "Heiligen Stadt" ist - und es ist immer der Teufel und nicht Gott, der einen da hin führt- schaffen, kurz, bevor die Perle in Sicht kommt (eher weiter unten...), nicht noch schnell mit dem Teufel in die Bouticque abzubiegen. Sonst kann man bald eine solche mit Erwin Lottemann und dem Papst eröffnen. (Übrigens ein genialer Sketch von Herrn Pirol...äh...Loriot.) Alles Liebe, Zeisig Meisenknödel alias Patrick Rabe

freude (bertlnagelegmail.com)

15.02.2021
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Eine zeitgenössisches Gedicht Patrick, das vor den Teufel warnt.
Da fällt mir das Lied ein:

https://www.youtube.com/watch?v=aOwWs7HbVnI

LG Bertl.

Patrick Rabe (15.02.2021):
Die Version von Schandmaul find ich cool. Die Frage ist ja auch, wer dein "Teufel" ist. Mich jedenfalls hat der idiot wirklich in einen Juwilierladen geführt, und gedacht, das mir das gefällt. Vielleicht war ich da ber auch mit dem falschen Teufel unterwegs. Warnen tue ich vor ihm nicht. So ist das Gedicht nicht gemeint. Alles Liebe, Patrick.

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