Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Requiem“ von Andreas Vierk

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readysteadypaddy (onkel.merlinweb.de)

16.02.2021
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Ein sehr zartes Mondgedicht. Manchmal ist es besser, in Vollmondnächten zum Werwolf zu werden, als zum Eingebuddelten. Oder man vergräbt sich in der eigenen Wohnung. Dafür braucht man keinen Spaten.

Liebe Grüße

von der Meise auf dem Lerchenfeld.

P.R.

(das heißt weder Public Relation noch Peinliche Reime, sondern natürlich Petersilie Rudelbums)

Andreas Vierk (16.02.2021):
Lieber Graf Zahl, in Vollmondnächten kann ich nicht schlafen, außer ich weiß gar nicht, dass Vollmond ist (Placebo mal umgedreht). Wer sich in der eigenen Wohnung vergräbt, wird verschiedene Gründe haben, er tut es jedenfalls freiwillig. Das tun die Flüchtlingskinder im Kosovo nicht, die in Schlammpfützen schlafen müssen. Sie finden da keine kostbare Perle. Und 6jährige sagen, sie wollten nicht mehr leben. Auf diese Steine ist unser Schlaraffenland gebaut. Das mag jetzt etwas vereinfacht dargestellt sein, aber ich werde ja wohl auch keinen Literaturnobelpreis für meine Verslein oder Meinungen bekommen. Liebe Grüße aus dem Berliner Hölderlintrum von Harry mit der Hacke

Hanns Seydel (rudiger160965gmx.de)

15.02.2021
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"Bei Requiem, da denkt man oft an Mozart
oder auch an`s kirchlich` Werk von Verdi.
Doch es gibt auch Totenklänge andrer Art,
die in des Menschen Seel` verklingen nie.
Denn auch im wahren Leben kommt der Tod
und Begleiter ist der scheinend` Mond !"
(Hanns Seydel, 15.02.2021, für Andreas Vierk)


Guter Andreas,

Du kannst Dir sicherlich denken, dass ich - als ja erklärtem Musik-Fan - bei Deinem so eindringlichen Werktitel !!! sofort an die berühmtesten Totenmessen der Musikgeschichte (also von Mozart und Giuseppe Verdi) denke.
Ich weiß nicht, inwiefern Dir die Requien von Mozart und Verdi noch in Erinnerung sind, aber Mozarts (Anfang und Dies Irae) und Verdis (Dies Irae) sind von einer Eindringlichkeit, die an Intensität nicht zu überbieten sind !!
Und Dein herrliches Gedicht (unbedingt Note 1) wirft rein menschlich ein ganz neues Licht auf Das, was man früher (also traditionell) "Requiem" bezeichnet hat - !!

Und Deine Fähigkeit, absolut JEDE Thematik in die so anspruchsvolle (endreimgeformte) Systematik der 5zeiligen Strophenform zu bringen (in logischer Aufbaulogkik), Andreas - das finde ich regelrecht genial !!

GLG Dir in einen restlichen Rosenmontagabend, der (coronabedingt) wohl überall anders verläuft als früher von Hanns

Andreas Vierk (16.02.2021):
Lieber Hanns, wenn du mal wirklich ein musikalisches Kunstwerk hören möchtest, während dem du vor dem Leid der Menschheit fassungslos zusammenbrichst, empfehle ich dir Henryk Mikolaj Górecki: Sinfonie der Klagelieder. Vielleicht ist das besser, als meine Reimchen, und vielleicht auch ehrlicher als die eigene Totenmesse eines österreichischen Säufers. (Na gut, um mein freiwilliges Banausentum etwas zu mildern: seine Symphonie Nr. 40 lässt vieles von dem vorherigen Süßkram vergessen.) Liebe Grüße von Andreas

Renate Tank (renate-tankt-online.de)

15.02.2021
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Lieber Andreas,

das Gedicht hat es in sich. Für mich war es nicht
lösbar - nur jetzt, nach deinen Re-Kommentaren
öffnet sich mir der Text mehr.

Deine Antwort an Robert fand ich so treffend,
und dass in einem Menschen auch immer zwei
Seiten vorzufinden sind, die es ihm auch schwer
machen, in jedem Fall immer das Rechte zu tun...

Liebe Grüße - Renate

Andreas Vierk (15.02.2021):
Nanu Renate, sonst ist es doch immer der Re-Kommentar an dich, der das Rätsel löst! Deshalb warten meine Leser ja immer erst deinen Kommentar ab, damit sie den Durchblick bekommen. Aber seltsam, dass aus diesem Gedicht kein Genozit rauszulesen ist... Ich hlelt es für eines meiner einfachsten Gedichte. Ja, mit dem Re-Kommi an Robert habe ich mir auch noch mal Mühe gegeben. Schön, dass du es bemerkt hast! Liebe Grüße aus dem Hölderlinturm von Andreas

rnyff (drnyffihotmail.com)

15.02.2021
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Requiem, Totenmesse. Eigentlich katholisch. Du sprichst den Holocaust an, wie ich aus Deinem Kommentar entnehme. Ist bestens verwortet und zeigt mir im Rückschluss nur, wie das Christentum, jeder Richtung, total versagt hat. Lieber Gruss Robert

Andreas Vierk (15.02.2021):
Lieber Robert, das Requiem heißt zwar Messe, ist aber überkonfessionell. Die damaligen Kirchen haben die Nazis zwar teilweise mitfinanziert, waren aber nicht unmittelbar am Holocaust beteiligt. Dass das die Nationalsozialisten waren, weiß jeder. Treue evangelische Christen wie z.B. Dietrich Bonhoeffer, sind in den selben KZs umgekommen, wie Juden, Schwule, Behinderte usw. - Mein Gedicht ist natürlich keine Kirchenkritik, zumal ich immer wenn es um Schuld geht, von "Wir" rede. Der Mörder ist ebenso in jedem Menschen angelegt, wie der bis zur Selbstverleugnung Barmherzige. Liebe Grüße von Andreas

Sternenkind66 (just-no-nameoutlook.de)

15.02.2021
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Hi Andreas,

Sehr schön, habe deine Zeilen gern gelesen.
Es grüßt "DICH" und alle die dich lieb haben,
der Thomas-Otto.

Bleibt alle schön gesund,


Andreas Vierk (15.02.2021):
Lieber Thomas-Otto, ich danke "DIR" für deinen Kommentar! Ich hoffe, dass dich ganz viele lieb haben! Grüßle von Andreas

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Hellau lieber Andreas. Mehrfach gelesen zwar, jedoch noch nicht geklärt! Kläre mich bitte auf, habe heute leider auch etwas "Augenkummer"! Grüße Dir Franz
*Das Wetter wird besser!

Andreas Vierk (15.02.2021):
Hellau Franz! Das Gedicht ist wie immer mehrschichtig. Die Bedeutungsebene, die in die Augen springt, ist der Holokaust an den Juden. Da setze mal den Hebel an. Denn mental bin ich schon in der Passionszeit. Wir Berliner sind ja eh nicht die größten Jecken. Unser Karnevalsruf soll angeblich "Berlin Heio!" sein. Ich hab diesen Ruf noch nie gehört. Das mit deinem Auge wird schon werden. Liebe Grüße von Andreas (heute mal ohne Narrenkappe)

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