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„Prügelpauker“ von Franz Bischoff

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Goslar (karlhf28hotmail.com)

08.03.2021
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Lieber Franz,

Ich bin ein Jahr nachHitlers Machtübernahme in die Schule gekommen. Die meisten meiner Lehrer waren treue Anhänger des Despoten. Sie hatten volle Macht über uns Schulkinder, wahre Sadisten unter ihnen, die sogar schlechte Diktate und Aufsätze mit dem Rohrstock bestraften. Ich wurde sogar einmal Opfer für etwas ich nicht außerhalb der Schule getan hatte. Die Schule war also auch Gericht für Taten, die nichts mit der Schule zu tun hatten. Einer dieser Sadisten hieß Hilgendorf. Er ging einmal durch die Mittelhalle der Klasse und schlug mir von hinten mit der Faust ins Genick. Die Eltern hatten keine Macht.Kein Wunder, dass ich die Schule gehasst habe.
Herzlich Karl-Heinz

Franz Bischoff (09.03.2021):
Dies lieber Karl - Heinz kann ich sehr gut verstehen und wenn mich auch meine Pauker mochten, meine Prügel, diese waren oft sicher und somit war auch ich kein großer Freund der Schule! Unser Seelsorger und Lehrer in Religion, der schlug mich nie und es gab immer bei ihm eine 1! Erstaunlich! Grüße Hildegard und Dir von Franz

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Lieber Franz,

bei uns in der Schule wurde auch geprügelt und zwar heftig. - Weil ich als "verträumt", "wild" und "unaufmerksam" galt, hatte ich in der vordersten Bankreihe zu sitzen, da, wo die Schüler über die Bank gelegt und mit dem Stock geschlagen wurden. Ich fand es schrecklich in diese Augen zu sehen; mein Banknachbar hat es genossen. Ich, und nicht nur ich allein, bin auch schon quer durch die Klasse geohrfeigt worden. Als ich das daheim erzählte ist mein Vater zur Schule gegangen, hat auf meine chronischen Mittelohrentzündungen verwiesen und gemeint, wenn ein Lehrer es noch einmal wagen sollte, mich anzufassen, würde er damit an die Presse und vor Gericht gehen. - Es hat mich daraufhin tatsächlich kein Lehrer mehr angefasst, aber es gab ja Mitschüler...
Der Spuk hörte erst auf, als ich aufs Gymnasium ging...

Herzliche Grüße,
Frank

Franz Bischoff (08.03.2021):
Da ich dabei nicht weinte Frank, da gab es oft genug eine Sonderladung! Grins . Hier muss ich sagen, meine Pauker mochten mich wahrlich alle, was diese jedoch nicht davon abgehalten hatte, zuweilen mir eine Ladung Prügel zu verpassen! Nur der Seelsorger, der prügelte mich persönlich nie und Note immer 1! Es kann auch sein, dass sie sich nach diesem Spruch der Bibel gerichtet hatten, „Entziehe dem Knaben nicht die Züchtigung; wenn du ihn mit der Rute schlägst, wird er nicht sterben. Du schlägst ihn mit der Rute, und du errettest seine Seele von dem Scheol“! Scheol ist im Tanach, ein Ort der Finsternis! Wie auch immer, ich habe alles überlebt, verziehen, jedoch absolut nicht vergessen. Einer meiner Pauker entschuldigte sich in späteren Jahren dafür und hatte dabei auch Tränen in den Augen! Wahrheit! Danke dem Kommentar und Grüße Franz *Zuhause, gab es nie Prügel!

freude (bertlnagelegmail.com)

05.03.2021
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...Francesco, manche Kinder gingen früher durch die Hölle; die einen wurden charakterfest und liebenswert, machten nicht dieselben Fehler wie ihre Tyrannisierer, die andern verfielen dem gleichen Muster und sind heute noch unausstehlich.
C'est la vie, ein friedliches Miteinander kann es nur ohne Egomanen geben.
LG Bertolucci

Franz Bischoff (08.03.2021):
So war es wahlich zu oft Don Bertolucci! Hier muss ich sagen, meine Pauker mochten mich wahrlich alle, was diese jedoch nicht davon abgehalten hatte, zuweilen mir eine Ladung Prügel zu verpassen! Nur der Seelsorger, der prügelte mich persönlich nie und Note immer 1! Es kann auch sein, dass sie sich nach diesem Spruch der Bibel gerichtet hatten, „Entziehe dem Knaben nicht die Züchtigung; wenn du ihn mit der Rute schlägst, wird er nicht sterben. Du schlägst ihn mit der Rute, und du errettest seine Seele von dem Scheol“! Scheol ist im Tanach, ein Ort der Finsternis! Wie auch immer, ich habe alles überlebt, verziehen, jedoch absolut nicht vergessen. Einer meiner Pauker entschuldigte sich in späteren Jahren dafür und hatte dabei auch Tränen in den Augen! Wahrheit! Danke dem Kommentar und Grüße Don Francesco *Zuhause, gab es nie Prügel!

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Meine lieber Franz, diese Herren der Schöpfung habe ich auch genossen, wie sie auf unseren Rücken droschen. War ihnen eine Laus über die Leber gelaufen mussten die Schüler herhalten.
Wer im Elternhaus keine Schläge bekam, der holte sich die in der Schule ab.
Heute ergreifen sie andere Maßnahmen ,nämlich solche, die, die Seele belasten.
Bleib gesund ,einen angenehmen Tag wünscht dir, Sieghild

Franz Bischoff (08.03.2021):
Da stimme ich Dir zu liebe Sieghild! Hier muss ich sagen, meine Pauker mochten mich wahrlich alle, was diese jedoch nicht davon abgehalten hatte, zuweilen mir eine Ladung Prügel zu verpassen! Nur der Seelsorger nicht! Es kann auch sein, dass sie sich nach diesem Spruch der Bibel gerichtet hatten, „Entziehe dem Knaben nicht die Züchtigung; wenn du ihn mit der Rute schlägst, wird er nicht sterben. Du schlägst ihn mit der Rute, und du errettest seine Seele von dem Scheol“! Scheol ist im Tanach, ein Ort der Finsternis! Wie auch immer, ich habe alles überlebt, verziehen, jedoch absolut nicht vergessen. Einer meiner Pauker entschuldigte sich in späteren Jahren dafür und hatte dabei auch Tränen in den Augen! Wahrheit! Danke dem Kommentar und Grüße Franz *Zuhause, gab es nie Prügel!

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Lieber Franz! Ich persönlich denke, dass man mit Liebe mehr erzielt als mit Schläge. So ist es nicht nur beim Menschen, auch bei einem Tier kommst du mit Schläge nicht an das gewünschte Ziel. Sehr schön dein Gedicht, herzlichst Karin

Franz Bischoff (08.03.2021):
Richtig liebe Karin! Hier muss ich sagen, meine Pauker mochten mich wahrlich alle, was diese jedoch nicht davon abgehalten hatte, zuweilen mir eine Ladung Prügel zu verpassen! Nur vom Seelsorger nicht! Es kann auch sein, dass sie sich nach diesem Spruch der Bibel gerichtet hatten, „Entziehe dem Knaben nicht die Züchtigung; wenn du ihn mit der Rute schlägst, wird er nicht sterben. Du schlägst ihn mit der Rute, und du errettest seine Seele von dem Scheol“! Scheol ist im Tanach, ein Ort der Finsternis! Wie auch immer, ich habe alles überlebt, verziehen, jedoch absolut nicht vergessen. Einer meiner Pauker entschuldigte sich in späteren Jahren dafür und hatte dabei auch Tränen in den Augen! Wahrheit! Danke dem Kommentar und Grüße Franz *Zuhause, gab es nie Prügel!

Knorke Knoo (knorkeknooshoodgmx.de)

05.03.2021
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Lieber Franz,

es ist tatsächlich so, dass in früheren Generationen in der Schule Schüler geprügelt wurden - körperliche Züchtigungen waren an der Tagesordnung. Das schuf natürlich ein Klima der Angst, wie ich noch aus den Berichten meiner Mutter, die das in den 1960ern auch noch erleben musste, entnehmen kann. Erschütternd sowas. Manchmal denke ich dennoch, dass heute in etwa das ungesunde Gegenteil der Fall ist: Gerade in Problemschulen lässt man den Problemschülern alles durchgehen, (fast)(meist) ohne nennenswerte Konsequenzen. Zwar bin ich dann nicht für Prügel, denke aber, mehr Strenge würde helfen, damit Bengel*innen nicht über die Stränge schlagen.

Gut, dass Du es Zuhause friedlich hattest und nicht geprügelt wurdest. Wie Du ja schreibst, plagt es Deine Seele bis heute (also sehr nachhaltig), was Du da erleben musstest. Meiner Mutter erging es ähnlich, ihr Vater war jedoch ebenfalls ein Prügler, eben vom "ganz alten Schlag", der seine Kinder nach "alter Väter Sitte", wie man es nannte, verdrosch, wenn etwas nicht korrekt lief. So sollte es nicht sein. Weder dieses noch irgendein anderes Extrem.

Ob "heutige Zeitgeister" davon noch geprägt sind, weiß ich nicht. Wie schon angedeutet, ist die heutige Weich-Pädagogik ebenso wenig zielführend, insbesondere, da es die Schulen mittlerweile mit sehr viel robusteren Rabauken, insbesondere leider aus gewissen anderen Kulturkreisen, deren Anzahl an vielen insbesondere großstädtischen Schulen zunimmt, zu tun haben. Man muss eben den goldenen Mittelweg finden, wie bei sehr vielen Dingen. Die Schrullen heutiger Personen etwa meiner Generation (über 30, auf die 40 zugehend oder knapp über 40), die dann oft in politischer Tätigkeit auf Basis purer Naivität und Infantilität bei der Grünen-Partei kulminieren, dürften allerdings aus meiner Jugendzeit stammen. Zu meiner Zeit war man oftmals sehr, sehr sanftmütig, vielleicht eine Spur zu sehr. Man ließ alles durchgehen und vergab 1001 neue Chancen etc.
Bei der jetzt 15-25-jährigen Generation ist es sogar noch viel schlimmer in diese Richtung...

Okay, viel Theoretisches, doch ganz praktisch festgestellt: Ein kurzes aber treffliches, auch (zu-)treffendes Gedicht Deinerseits, das zwar erschütternd ist, den Sachverhalt jedoch auf den Punkt bringt.

Sehr gut. LG und keine Seelenplage wünscht Dir: Karl-Konrad

Franz Bischoff (08.03.2021):
Dies gab es bei uns jeden Tag lieber Karl - Konrad! Hier muss ich sagen, meine Pauker mochten mich wahrlich alle, was diese jedoch nicht davon abgehalten hatte, zuweilen mir eine Ladung Prügel zu verpassen! Es kann auch sein, dass sie sich nach diesem Spruch der Bibel gerichtet hatten, „Entziehe dem Knaben nicht die Züchtigung; wenn du ihn mit der Rute schlägst, wird er nicht sterben. Du schlägst ihn mit der Rute, und du errettest seine Seele von dem Scheol“! Scheol ist im Tanach, ein Ort der Finsternis! Wie auch immer, ich habe alles überlebt, verziehen, jedoch absolut nicht vergessen. Einer meiner Pauker entschuldigte sich in späteren Jahren dafür und hatte dabei auch Tränen in den Augen! Wahrheit! Danke dem Kommentar und Grüße Franz *Zuhause, gab es nie Prügel und vom Seelsorger auch nicht!

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Bei uns in der Schule, gab es auch oft Prügel, lieber Franz. Besonders der Pastor schlug gerne mal hart zu.

Liebe Wochenendgrüße von Wolfgang

Franz Bischoff (08.03.2021):
Hallo Wolfgang . Unser Seelsorger hatte auch seine Formen, doch er mochte mich wahrlich sehr! Religion immer Note 1! Hier muss ich sagen, meine Pauker mochten mich wahrlich alle, was diese jedoch nicht davon abgehalten hatte, zuweilen mir eine Ladung Prügel zu verpassen! Es kann auch sein, dass sie sich nach diesem Spruch der Bibel gerichtet hatten, „Entziehe dem Knaben nicht die Züchtigung; wenn du ihn mit der Rute schlägst, wird er nicht sterben. Du schlägst ihn mit der Rute, und du errettest seine Seele von dem Scheol“! Scheol ist im Tanach, ein Ort der Finsternis! Wie auch immer, ich habe alles überlebt, verziehen, jedoch absolut nicht vergessen. Einer meiner Pauker entschuldigte sich in späteren Jahren dafür und hatte dabei auch Tränen in den Augen! Wahrheit! Danke dem Kommentar und Grüße Franz *Zuhause, gab es nie Prügel!

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