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„Affenkopf“ von Frank Guelden

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tryggvason (olaf-lueken2web.de)

22.03.2021
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Tolles Gedicht. Steinreich wurden früher jene genannt, die sich ein Haus aus Stein leisten konnten.
Bei mir hat das nicht geklappt. Leider ! Jetzt versuche ich steinalt zu werden.
Herzliche Grüße aus Sankt Augustin
Olaf

Frank Guelden (22.03.2021):
Lieber Olaf, für kurze Zeit muß ich also steinreich gewesen sein, als ich im Mecklenburgischen ein Fachwerkhaus hatte, das zum Teil mit Steinen verkleidet war; doch den Raubrittern der Obrigkeitsmacht hatte ich nichts entgegenzusetzen und mußte die denkmalgeschützte "Arbeiterkate" aufgeben. Interessant war die Zeit allemal und ich habe viel dazugelernt; doch irgendwie war es auch gut so mit dem Verkauf. Und in Marsberg fühle ich mich wohl; ich habe ja meinen Affenkopf hier. Liebe Grüße nach "Ach Du lieber Augustin..." Herzlichst, Frank

Goslar (karlhf28hotmail.com)

22.03.2021
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Lieber Frank,

du hast die Augen des Malers, der in Wolken, Steinen, Felsengebilden und gemusterten Teppichen und Tapeten Köpfe und Gesichter sieht, Sehr inhaltsvoll dein schönes Gedicht.
Herzlich Karl-Heinz

Frank Guelden (22.03.2021):
Lieber Karl-Heinz, mit Phantasie kann man viel entdecken und erleben. Meine Eltern hatten in einem Zimmer eine pastellfarbene Streifentapete; da habe ich mir oft vorgestellt, daß es eine riesige Säulenhalle ist; zum Glück bin ich nie gegen eine Säule gelaufen; schmunzel; das zahlt sich heute aus. Herzlichen Dank für Deine schönen Zeilen! Liebe Grüße, Frank

freude (bertlnagelegmail.com)

22.03.2021
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...Frank, der Kopf sieht alles,
sehr gut gelungen.

L Bertl.

Frank Guelden (22.03.2021):
"Ok, Bertl; schnell ducken und Maske auf!" Liebe Grüße, Frank

Ursula Rischanek (daisy1190a1.net)

21.03.2021
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Lieber Frank!

Doch bei genauerer Betrachtung,
hab mich vertieft nunmehr ins Bild,
ich fand, er findet mehr Beachtung,
der Affenkopf so gar nicht wild.

Im Gegenteil, genau genommen,
geschmückt mit Moos wie Härchen fein,
mit zarten Flaum sodann vollkommen,
noch schöner nur im Sonnenschein!

Ich kann mir vorstellen, dass Deine Fundstücke bei Deinen Spaziergängen sich wunderbar machen in Deinem Steingarten. Die Bemoosung zeigt an, dass er vermutlich eher in einer schattigen Ecke Platz gefunden hat.

Sehr tiefgehend sind Deine Zeilen, doch finde ich, ein jeder lebt sein Leben ohne dabei großartig Demselbigen etwas angetan zu haben. Die Pfade sind oftmals verschlungen, die Türen viel zu zahlreich um nicht ab und an eine falsche zu durchschreiten. Zu reflektieren, wer macht das wohl nicht, wenngleich die Zeiger sich nicht mehr zurückdrehen lassen und es einen mitunter mit Wehmut erfüllt.

Liebe Grüße in Deinen Sonntag, Uschi


Frank Guelden (21.03.2021):
Liebe Uschi, das Frühjahr fängt in Marsberg anscheinend durchschnittlich einen Monat später an als anderswo, und es gibt enorm viel Niederschlag. Das habe ich auch so von anderen alteingesessenen Marsbergern bestätigt bekommen. Marsberg hieß früher "Stadtberge". Vielleicht liegt es daran, daß es hier oft sehr steil bergauf und bergab geht, daß es so viel regnet und sich Frost so lange hält. - Der Affenkopf hat einen neuen Platz bekommen, das Moos wird also zurückgehen. - Mein Steingarten hat sich sehr gewandelt. Seit Oktober letzten Jahres bis buchstäblich heute, habe ich permanent neu gebaut und umgestaltet. Heute habe ich einen Rappel bekommen und mehrmals Ziegelsteine und Pflastersteine mit Rucksack angeschleppt, sowie zwei Garteneimer ( 90 Liter?) Lehmerde im Wald losgehackt und eingearbeitet. In die Breite geht es bei meinem Steingarten nicht mehr, wohl aber in die Höhe. Nun tut mir alles weh und ich bin sehr zufrieden mit meinem Arbeitsergebnis. - Solche Aktionen befreien mich ungemein. - Und somit ist der Sonntag gerettet! Liebe Grüße, Frank

Ingrid Bezold (in.bezoldt-online.de)

20.03.2021
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Unser Fühlen malt Bilder in Steine oder Wolken, Frank. Je nach Stimmung.
Sieh dir den durchlöcherten 'Affenkopf' bei Licht an, dann überwiegt das Schmunzeln.
Sehr gut, dein Gedicht - finde ich.
Einen schönen Frühlingsanfang
wünscht Ingrid



Frank Guelden (20.03.2021):
Liebe Ingrid, die Sichtweise bestimmt, was wir wahrnehmen; wie Du richtig schreibst. In dem Stein bei mir im Garten läßt sich so einiges deuten; und ja, er kann schmunzeln. Im Leben gibt es für mich eins, das tröstlich ist und das jeder überprüfen kann: Nichts ist auf Dauer starr; auch Gefühle ändern sich; auch die schlechten. Und gerade scheint einmal wieder die Sonne zum Frühlingsanfang. Sehr viel sonnigen Frühling wünsche ich Dir. Herzliche Grüße, Frank

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Lieber Frank! Gut beobachtet ! Die Natur malt Bilder, mit dem was sie hat. Für den Menschen gehört da ein wenig Fantasie dazu, um zu erkennen, was es sein könnte und dir fehlt es anscheinend nicht an Fantasie. Herzliche Grüsse und ein schönes Wochenende, Karin

Frank Guelden (20.03.2021):
Liebe Karin, gut beobachtet habe ich da schon vor einigen Jahren, schmunzel; mein Steingarten wurde zu achtzig Prozent nach und nach zusammengetragen, was Du wörtlich nehmen kannst. Den "Affenkopf" habe ich auf einem Waldweg unterhalb der Marsberger Stiftskirche gefunden und im Rucksack mitgenommen. Ich bin irgendwie Natursammler; bin ich immer schon gewesen. Liebe Grüße, Frank

Renate Tank (renate-tankt-online.de)

20.03.2021
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Ich schaue den Stein etwas länger an,
so dass ich ihn erkennen kann.
Es kommt im Leben öfter vor,
dass man mit sich selbst
die Geduld verlor...
Man hinterfragt und ist auch traurig
und findet vieles nicht erbaulich...
Solche Phasen sind nicht einerlei
- doch sie gehen auch wieder vorbei.
Das klingt vielleicht zu abgedroschen:
Aber was bleibt uns?
Klar sehen, neu anpacken und hoffen...

Liebe, aufmunternde Grüße schauen
um die Ecke - Renate

Frank Guelden (20.03.2021):
Liebe Renate, mitunter ist es wirklich Achterbahn, was wir gerade fahren; da spielen auch Gefühle oft verrückt und Befürchtungen und Ängste mischen sich. Und wer so emotional ist, wie ich tut sich mit dem Verstandenfühlen, Dazugehören und Geborgenheit oft sehr schwer. Ich neige dann dazu nur noch auf Smalltalk zu machen und mich innerlich, von vielen unbemerkt, resigniert zurückzuziehen. Vergangene Nacht ist mir ungewollt ein Waschbärbild "geglückt", auf das ich gerne verzichtet hätte: Der Blitz meiner Kamera war nicht ausgeschaltet und der Waschbär vorher noch total entspannt, hat sich fürchterlich erschreckt und ist geflüchtet. - Ich hoffe nur, daß er den Blitz nicht mit meiner Person koppelt und mich dann flieht. Bild und Gedicht dazu findest Du unter "Blitz und Schrei". Liebe Grüße, Frank

Horst Fleitmann (h.fleitmanngmail.com)

20.03.2021
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Ich kommentiere ja nicht häufig, hier aber komme ich nicht umhin es zu tun.
Hervorragende Zeilen mit tiefem Sinn. Das lohnt sich zu lesen. Kompliment.

Gruß Horst

Frank Guelden (20.03.2021):
Hallo Horst, vielen Dank für Dein großes Lob, das ich zu schätzen weiß! Herzliche Grüße in den Frühlingsanfang sendet Dir Frank.

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Hallo und einen guten Morgen lieber Frank! Gefällt mir und auch ich sehe vieles in der Natur, was ich einem Gesicht zuordne, so vor allem oft „Baumkrebs“ an manchem alten Baum! Es schmerzt mich zwar, doch oft sind tollte Fratzen vorhanden! Grüße Dir Franz

*Natur hat ihre eigene Klasse!

Frank Guelden (20.03.2021):
Hallo, lieber Franz! Mit den "Baumgesichtern" haben wir etwas gemeinsam; mich faszinieren diese Gesichter und Figuren auch, zu der sich Baumstämme, -Äste, und -Wurzeln bilden können. Hier in Marsberg ist es die Bodenbeschaffenheit, die für seltsame Gebilde sorgt. Manches Gestein leistet Widerstand und anderes wird ausgewaschen; und weil es hier wirklich bergauf und bergab geht, kann man speziell Wurzelgebilde entdecken. Liebe Grüße, Frank

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guten Morgen Frank, seitlich betrachtet zeigt sich mir beim Anblick des Steines ein Profil mit Geiernase und herabgezogenen Mundwinkeln, eher etwas verbissen oder verächtlich dreinschauend. Unser Leben ist durch politische Einschränkungen sehr fremdbestimmt, man kann sich nur ein dickes Fell zulegen, um durch dieses Leben zu kommen. Dir ein schönes Wochenende zum Frühlingsanfang herzlichst Inge

Frank Guelden (20.03.2021):
Liebe Inge, das Seitprofil des Steins kann man tatsächlich als Gesicht mit Geiernase deuten. Wer weiß, was man im Affenkopf noch alles entdecken kann? Die Mächtigen dieser Welt zeigen mitunter ja wenig erfreuliches Profil; manche sollten immer Corona-Masken tragen... Ein dickes Fell? Was habe ich schon alles probiert, um das zu bekommen... Es gelingt mir nicht. Einen schönen Frühlingsbeginn und viel Sonne im Herz wünsche ich Dir auch. Herzlichst, Frank

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