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„DER BLUTHERBST UND STUTTGART-STAMMHEIM“ von Hanns Seydel

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Guten Morgen lieber Hanns. An diese Zeit denke ich nicht gerne, es waren meine Jahre bei der Bundeswehr und wir hatten sehr viel Kummer mit diesem Personenkreis! Stress, hatte ich oft genug mit diesen und vor allem, bes. Schutz bezogen! Wie auch immer, was in Stammheim geschah, darüber habe ich so meine eigenen Gedanken und verständlich schweige ich darüber. Hanns, es war eine schreckliche Zeit! Grüße Dir lieber Hanns von Franz


Hanns Seydel (30.03.2021):
Guter Franz, hab herzlichen Dank für Deinen hochinteressanten Kommentar !!! Im Herbst 1977 war ich gerade 12 geworden (ich habe ja einen Tag vor Dir Geburtstag) und ich war - wie alle Anderen auch - sehr mitgenommen, was in Deutschland und in Mogadischu geschah; ich hatte unendliches Mitleid mit den Opfern - und deren Angehörigen. Das Fernsehen war bei uns jeden Abend an. Mein Vater war in der Kommunalpolitik tätig (SPD-Fraktionsvorsitzender in Schwalbach/Saar) und so war es selbstverständlich, dass ihn interessierte, wie damalige Bundesregierung mit dieser grauenhaften Lage umgeht. Wäre es besser gewesen, inhaftierte RAF-Terroristen, die freigepresst werden sollten, frei zu lassen, damit diese wiederum Diejenigen, die sie gefangen hielten, frei lassen (und die dann am Leben bleiben) ? Doch die damalige Bundesregierung blieb hart ("Der Staat darf nicht erpressbar sein"). So mussten die Opfer, die hochrangige Leute waren, ihr Leben lassen. Ja, wie kann ein Mensch sich nur zum Terroristen entwickeln und schreckt auch vor töchlichem Verbrechen nicht zurück ?! - Einfach schrecklich !! GLG Dir zurück von einem sehr nachdenklichen Hanns

freude (bertlnagelegmail.com)

30.03.2021
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Lieber Hanns, schon
Augustinus Aurelius (354 - 430), Bischof von Hippo, Philosoph, Kirchenvater und Heiliger meinte:
"Fehlt einem Staate die Gerechtigkeit, was ist er denn anderes als eine große Räuberbande!"

Und genau das spielt sich bis heute in vielen Ländern unserer Welt noch immer weiter ab.
Das hast du sehr gut dargebracht, ohne auf die Namen der Täter und Opfer näher einzugehen.
Wir wissen ja, was sich damals abgespielt hat.
Der Blutzoll war hoch und im Gegensatz zur Mafia hatten die Täter ein Ziel vor Augen.
Da ich jede Art von Gewalt verabscheue, ist es immer schwierig, über Recht und Unrecht zu urteilen.

Mahatma Gandhi, ein Freiheitskämpfer, mit seiner Politik des gewaltlosen Widerstandes, war für mich immer ein Vorbild im Denken.
Mahatma Gandhi wurde wenige Tage vor der Nominierungsfrist für den Nobelpreis 1948 erschossen. Das Komitee erwägte zunächst, ihm den Preis posthum zuzuerkennen, gab dann aber bekannt, ganz auf die Preisvergabe zu verzichten - weil es keinen "geeigneten lebenden Kandidaten" gebe.

Aber damit schweife auch ich zu weit ab mit meinem Kommentar,
somit hab Dank für deinen sehr guten, gesellschaftskritischen Beitrag,
bleib gesund und munter,
mit lG,
Adalbert.



Hanns Seydel (30.03.2021):
Bester Adalbert, hab allerherzlichsten Dank für Deine grandiosen Ausführungen !!! Von Augustinus Aurelius habe ich (dem Religion ja äußerst viel bedeutet) durch Dich zum ersten Mal gehört und Dein Zitat bewegt mich sehr ! Und tragisch war das Schicksal von Mahatma Gandhi !! Ja, Du (wie viele Andere auch und natürlich auch ich) lehnst Gewalt grundsätzlich ab (sie soll es nur in Balladen geben, aber NICHT in der menschlichen Gesellschaft - "Freude" soll sein). Das ist wohl die einzig richtige Einstellung ! GLG Dir zurück von einem sehr nachdenklichen Hanns (und bleib auch Du "gesund und munter" - und komme nicht in Berührung mit dem tödlichen Impfstoff Astrazeneca !!)

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