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„Angst“ von Olaf Lüken

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Ingrid Bezold (in.bezoldt-online.de)

26.04.2021
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Angst schwächt uns immer. Ein Glück, wenn man verständnisvolle Menschen in seinem Umfeld hat, die stützend zur Seite stehn.
Ich selbst hab nur von Schlangen und tiefem Wasser Angst - das sind Peanuts ( nur nicht für mich;-)).
Die Bibel würde mir nur als Ablenkung helfen; denn die größten Enttäuschungen habe ich von bibelfesten, streng gläubigen Menschen erfahren.

Nachdenkliche Worte von dir, Olaf.
LG Ingrid


Olaf Lüken (26.04.2021):
Hallo Ingrid, ich hatte früher große Angst vor Schlangen. Gesehen (außer Zoo, Fernsehen etc.) habe ich mal ´ne Blindschleiche. Heute habe ich Respekt und geh auf Distanz zu den Lieben. Ich glaube an die Kraft eines guten und großen Gottes. Auf die Idee, die Welt theologisch zu heilen, käme ich nie. Ich glaube zu sehr an die Freiheit ,eigene Entscheidungen - ohne Beeinflussung - zu treffen. Danke für deinen freundlichen Kommentar ! HG Olaf

Hanns Seydel (rudiger160965gmx.de)

25.04.2021
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Guter Olaf,

was bist Du doch für ein tief empfindender Mensch !!!
Das bewegende Gedicht - genial aufgebaut - erreicht seinen Höhepunkt in der Abschluss-Strophe :
Ja, das "Buch", nämlich das Buch der Bücher, ist die Bibel, sie überwindet jeden "Fluch" !!
Damit geht mir (als bekennendem Christen) Deine religiöse Ausrichtung sehr nahe !

GHG Dir von Hanns

Olaf Lüken (25.04.2021):
Beziehungen zum Glauben sind komplex und alles andere als infantil. oder ein Hirngespinst. Die Philosophie kann mir eine sachliche Erklärung für mein Dasein geben. Die Religion, der Glaube, beantwortet das WARUM. Vor vielen Jahren litt ich unter Panikattacken. Mit ihnen gingen Vernichtungsgefühle einher. Die Konfrontation mit dem NICHTS, der persönlichen Auflösung, ist das SCHLIMMSTE, was ich je erlebt habe. Für den Menschen gibt es eine Aufgabe und eine Sinnerfüllung. 50 Millionen Samenzellen können sich nicht irren, lieber Hanns. Über deinen viel zu wohlwollenden Kommentar habe ich mich sehr gefreut. Herzliche Grüße Olaf

rnyff (drnyffihotmail.com)

24.04.2021
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Bestens verfasst, gestehe Dir ehrlich, Angst war bisher für mich weitgehend ein Fremdwort. Im Wissen, dass mit Angst einem nicht geholfen ist, im Gegenteil man handelt nicht mehr rationell. Was einem Angst macht, soll man einfach nicht tun. Bei Angriff immer gezielt zurückschlagen. Medizinische Eingriffe kann ich selber beurteilen und auswählen. Da ich keinen Gott kenne, habe ich auch vor dem Teufel keine Angst. Lieber Gruss Robert

Olaf Lüken (24.04.2021):
Mein lieber Robert, ich hatte vor etwas mehr als 30 Jahren eine Panikattacke, genauer gesagt, eine Herz-Angst-Neurose. Zweimal bekam ich auf der Autobahn das Gefühl absoluter Vernichtung. Zweimal kam ich deswegen ins Krankenhaus. Verdacht: Herzinfarkt. Beide Male stellte sich ein psych. Problem heraus. Nach 30 Stunden schickte mich der Therapeut nach Hause. Die Angst war verpufft, vielleicht aber auch nur vorübergehend. Danke dir für deinen Kommentar. HG Olaf

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Berechtigte Angst ist ja ein Naturmechanismus, lieber Olaf, der durchaus sinnvoll ist. Man sollte sich aber nicht verrückt machen. Sterben kann man immer ... LG von Monika

Olaf Lüken (24.04.2021):
Hallo Monika, ich bin gestern noch durch das Internet zum Thema "Angst" gegangen. Angst bekommt dort eine recht ordentliche Dimension und ist keineswegs ein Phänomen, das nur wenige Menschen betrifft, zumal Angst den Menschen von innen und außen bedrängen kann. Am Gedicht selbst werde ich noch etwas feilen müssen. Danke für deinen Kommentar, Monika. Bleib gesund ! HG Olaf

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Guten Morgen lieber Olaf. Richtig von Dir, Diktatoren nutzen die Ängste der Mitmenschen aus und somit ist ersichtlich, dass sich sehr viele Politiker auf dieser Welt freuen, wenn in der Bevölkerung Ängste vorhanden sind! Doch zuweilen ist Angst so denke ich immer wieder, auch ein Selbstschutz dass man im Leben nicht alles übertreibt. Als Fazit, jeder Mensch kennt Angstgefühle irgendwann und auch ich kenne diese immer wieder! Grüße Dir in das Wochenende Franz

Olaf Lüken (24.04.2021):
Lieber Franz, es gibt Themen wie Liebe - Angst - Krieg..., die immer wieder zu einer Stellungsnahme auffordern. Das Thema ist und bleibt stets evident. Über die Qualität meines Gedichts muss ich noch einmal nachdenken und daran arbeiten. Konsorten wie Trump, Erdogan, Putin, Chipin (?) oder Bolzonaro bringen oder brachten ihre Landsleute zur Verzweiflung. Auch Covid 19 nervt das Publikum, während die von der Krankheit unmittelbar Betroffenen echte Ängste verspüren. Dankeschön für deinen Beitrag ! Bleib gesund zu jeder Stund. Olaf

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Lieber Olaf,

was Du schreibst, berührt mich sehr. Ängste und Panikattacken kenne ich auch in unterschiedlicher Form und die Angst vor der Angst ist besonders schlimm. "Das Buch der Bücher" hat mir einige Jahre geholfen, und davor der Alkohol.

Was Du in Deinem Gedicht in Bezug auf Diktatur schilderst, sehe ich gar nicht als so abwegig an. Und wie sich der Klimawandel weiterentwickelt und was er aus Menschen machen wird, weiß niemand so genau, Corona ist ja schon schlimm genug.

Ich für meinen Teil habe auch noch das Problem immer wieder gegen Gefühle von Lebensüberdruss anzukämpfen.

Oft möchte ich einfach nur, daß ein Tag vorbei geht, warte dann regelrecht darauf und zähle die verbleibende Zeit... Eigentlich völliger Quatsch! Doch so ist das bei mir manchmal, und es hört auf, zumindest für eine Weile, wenn etwas mich aus diesem "Wartegefühl" herausreißt.

Liebe Grüße,
Frank

Olaf Lüken (24.04.2021):
Lieber Frank, ich bin von deinen Gedanken tief beeindruckt. Wenn ich auf einem Balkon stehe, kann ich nur mit Schwierigkeiten nach unten schauen. Das ist eine "Angst" leichterer Art. Neben unseren inneren Ängsten, kommen Ängste von außen dazu. Die Blöcke sind zerbrochen, neue Diktaturen sind entstanden, ohnmächtig agierende (deutsche) Politiker und eine drohende Zukunftskrise, wenn man über die Klimafolgen nachdenkt. Von der akuten Glaubenskrise einmal ganz abgesehen. "Man möchte die Brocken in die Ecke schmeißen", hätte früher meine Mutter gesagt und und und. Frank, du hast in meinen Augen eine begnadete Ausdrucksweise. Du kannst mit großer Leichtigkeit über komplexe Dinge reden und schreiben.Das hilft dir im Alltag - bei bewußter Vorgehensweise - Dinge zu erreichen, vor denen ANDERE kraft mangelnder Ausdrucksweise versagen müssen. Nimm dir erreichbare Ziele. Binde die in für dich übersichtliche Zeiten ein und prüfe den Erfolg deiner Vorhaben in recht kurzen Abständen. Angst löst sich auf, wenn man sich ihr stellt. Angst ist auch ein Popanz und eine durchaus gefährliche Illusion. Denke ich. Kämpfen wir gemeinsam gegen die Zeitscheiße ! HG Olaf

Renate Tank (renate-tankt-online.de)

23.04.2021
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Lieber Olaf,
es gibt eine notwendige Angst und die,
die uns zerstören kann.

Ihr auszuweichen ist manchmal sehr schwer.
Bei mir selbst half der Glaube sehr.
Da wurde ich zu ihrem Dompteur...

APHORISMUS - ANGST

DIE ANGST
ist lauernd wie ein Tier.

ALS IHR DOMPTEUR
entkommst du ihr.

© Renate Tank
03.08.2020

Ganz liebe Grüße kommen zu dir
- Renate



Olaf Lüken (23.04.2021):
Liebe Renate, du sprichst deine Worte gelassen aus. Dir gehört mein ganzer Applaus. Ein großer Geist, der zur dir spricht, mehr zu SAGEN wüsst ich nicht ! HG Olaf Bleib gesund zu jeder Stund !

freude (bertlnagelegmail.com)

23.04.2021
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...gute Gedanken Olaf!
"Ängste sichern mein Überleben",
damit hast du voll Recht.

LG Bertl.

Olaf Lüken (23.04.2021):
Danke für deinen Kommentar ! Von H.W.Fassbinder stammt das Stück "Angst essen Seele auf". Da ich vor Jahren eine Herz-Angst-Neurose hatte, nehme ich das Thema sehr ernst. Heute plagt mich mehr oder weniger die Höhenangst. Ich gehe mit der Angst vorsichtig um ! Angst ist etwas teuflisches. Und Luther sagte einmal: Man befasse sich mit solchen Dingen weder zu viel noch zu wenig. Ich wünsche dir eine gemütliche Abendzeit ! HG Olaf

Anschi (Anschipostweb.de)

23.04.2021
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Da hast du ein Thema aufgegriffen, das lange mein Leben bestimmte... und ich brauchte dazu keine Diktatur. Ängste sichern bis zu einem gewissen Grad das Überleben, das hast du gut beschrieben. Sie dürfen uns nur nicht so beherrschen, dass sie uns am Leben hindern. Den meisten Ängsten können wir jedoch die Stirn bieten auf verschiedenste Weise... sie wahrnehmen, aber nicht zulassen, dass sie uns bestimmen. (Habe dazu vor vielen Jahren bei den Kurzgeschichten meinen "Weg aus der Angst" beschrieben...)
Ein entspanntes und angstbefreites Wochenende wünsche ich dir! Anschi

Olaf Lüken (23.04.2021):
Ich hatte eine Herz-Angst-Neurose. Das ist Jahre her. Gott sei Dank. Am schlimmsten empfand ich die Vernichtungsgefühle. Zweimal bin ich im Spital gelandet, weil ich glaubte, einen Herzinfarkt erlitten zu haben. Schlimm, schlimm. Und keine Sau interessierte sich für mein Problem. Geblieben ist mir die Höhenangst. Auch deine Geschichte kann ich gut nachvollziehen. Einen Vorteil haben wir: Wir können darüber schreiben und der Angst ein wenig von ihrem Schrecken nehmen, meine ich, hoffe ich. Danke für deinen hochinteressanten Kommentar. HG Olaf

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