Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Der neue Nachbar setzt Zypressen“ von Brigitte Waldner

Das Gedicht lesen - oder weitere Beiträge und Infos von Brigitte Waldner anzeigen.

Beiträge anderer Autorinnen und Autoren aus der Kategorie „Menschen“ lesen

Anschi (Anschipostweb.de)

24.04.2021
Bild vom Kommentator
Liebe Brigitte, es ist sehr anstrengend, wenn man von boshaften Nachbarn umgeben ist. Manchmal ist es aber auch "nur" deren Egoismus, der es so schwer macht, mit ihnen auszukommen. Manche sehen einfach nur das, was ihnen nutzt und ihnen ist egal, ob sie andere damit behindern. Aber es gibt auch die, die einfach nur für sich sein wollen und sich darum verbarrikadieren... ohne es böse zu meinen. Ich wohne in einem engen Wohnviertel, zwar im eigenen kleinen Häuslein, aber die Grundstücke sind dicht aufeinander und ich bin oft froh über unser hohes Tor, das uns etwas Privatsphäre gibt. Als wir unsren winzigen Hof etwas begrünen wollten, gab es auch Nachbarn, die über den Schatten klagten, den im Sommer unsre 2 Bäume warfen (sie stellten lieber Sonnenschirme auf). Die gleichen Leute stellen aber dann Bänke oder Blumentöpfe vor ihr Tor (in einer eh schon engen Gasse), die Einbrechern gemütlichen Zugang auch über unseren Zaun ermöglichen würden... Oder marschieren ohne zu fragen auf unserem Garagendach herum, schlagen lange Schrauben in unsere Garagenwand usw usw... - sie denken sich einfach nichts dabei. Andere verteidigen öffentliche Parkplätze vor ihren Häusern, als wäre es ihr Privateigentum und es kostete lange Kämpfe, bis das besser wurde... Ich verstehe darum gut deinen Frust, denn wenn man nicht friedlich mit den Nachbarn leben kann, ist das sehr belastend.
Für manche Probleme gibt es rechtliche Hilfe (wenn z.B. Pflanzen zu dicht am andren Grundstück sind, ist das nicht immer zulässig...) Manchmal hilft jedoch nur ein Dulden... oder wenn möglich ein Gespräch... Vielleicht war der Traum des neuen Nachbarn immer schon ein rundum zugewachsenes Grundstück und er macht das gar nicht, um dich zu ärgern?
Bei uns hat es viele Jahre gedauert und viele Nerven gekostet... und auch irgendwann den Mut, mal Contra zu geben auf bestimmte Art! Eine neue Nachbarin ein paar Häuser weiter meinte auch, sie könne uns noch mehr Parkplätze streitig machen )sie hat mindestens 5 auf ihrem großen Grundstück), weil sie sonst so schlecht in ihre eine Garage käme zur Straße hin... sie wollte nicht, dass man noch gegenüber parkt, obwohl da reichlich Platz wäre. Nach einer schlaflosen Nacht schrieb ich ihr einen Brief mit Ausdrucken von den gesetzlichen Vorgaben und betonte, dass ihr Wunsch leider nicht mit der Gesetzeslage übereinstimmt. Sie war mir den Brief ohne Kommentar wieder in meinen Briefkasten, aber da mein Absender erst am Ende stand, weiß ich, dass sie ihn gelesen hat. Ich denke, wir werden keine Freundinnen mehr... aber es war mir wichtig, da gleich am Anfang Klartext zu reden, nachdem wir jahrelang schon Kämpfe wegen der Parkplätze hatten...

Ich wünsche dir, dass sich der Ärger über die Nachbarn legt mit der Zeit und wenigstens ein friedliches Nebeneinander möglich sein wird. Vielleicht bist du irgendwann sogar froh, wenn der Sichtschutz da ist...
Lieben Gruß! Anschi

Brigitte Waldner (25.04.2021):
Liebe Anschi, danke für Deinen ausführlichen und liebevollen Kommentar, der mir Dein Mitgefühl zeigt. Das hat man nur, wenn man ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Boshaftigkeit ist schon gegeben, weil er sich doch dahingehend verbal recht ironisch äußerte, begleitet natürlich von Narzissmus und Alkoholismus, dass ich denke, dass solche Menschen nicht immer zurechnungsfähig sind. Was soll ich mich mit Spiegeltrinkern unterhalten? Ich wüsste nicht, wofür ich da noch meine Energie hineinstecken sollte. Seinen zahlreichen Besuchern stellt er mich vor als „das ist die psychisch nicht ganz richtig Geistige“. Sie stellen sich vor die Grundstücksgrenze, mein Grundstück liegt ja einen Meter höher im Niveau, dann glotzen sie mich an, wie einen Affen im Zoo. Ein Mann war unter den Besuchern, der rief ganz laut: „Ist das die, da oben ist eine im Garten, ist das die?“ Der Nachbar drehte sich in meine Richtung und sagte: „Ja, das ist die Geistige, dann ging er mit dem Besuch wieder zur Gartengrenze und sie gafften in Richtung meines Küchenfensters und zu mir und begafften die alte Mauer und kritisierten mich sehr beleidigend, bis ich halt weggegangen bin. Ich kann nicht mehr ungestört Gartenarbeit verrichten. Wenn ich in den Garten gehe, südseitig, ruft die Nachbarin ihren Kindern zur Schaukel zu: „Passt auf, jetzt kommt sie.“ Die Kinder rufen: „Die Alte ist oben!“ wenn ich sie mich im Garten erblicken. Ich bin 64. Man darf in Österreich den Nachbarn mobben, indem man Thujen etc. direkt an die Mauer setzen darf und den Zaun darf man auch damit verdrücken. Die gesetzliche Misslage nutzt er voll aus, um zu provozieren. Kein normaler Mensch würde das machen im Sinne einer friedlichen Nachbarschaft. Die Äste, so sie in meinen Garten wachsen werden, muss ich dann selber entfernen. Thujen, Zypressen etc. sind ein billiges giftiges wertlos Gewächs, bei dem man Handschuhe anziehen muss, so giftig sind sie. Sie führen zu Atemnot bei Kindern u.a... Er verstellt mir die Mauer durch seine neuen Teufelsgewächse und neue über 3 Meter hohe Efeuplantasche und dann fordert er mich auf, die Mauer zu sanieren. Wo ich nicht einmal mehr dran komme. Er lässt mich auch nicht sein Grundstück betreten. Dann sagt er zu seinem Vater: „Die werden wir gleich draußen haben.“ Die Trockenmauer, die nur aus lose übereinander geschlichteten Steinen besteht, die mein Opa in den 60er Jahren erbaute, und die mir gefällt, die man eigentlich unter eine Art Schutz stellen sollte, versucht er mit diversen bösartigen Klettergewächsen zu demolieren. Er wollte auch meine Betonsäulen anbohren und runterreißen. Mich versucht er mit ständigen Provokationen zu einer Straftat zu motivieren, damit mich die Polizei holen und wegbringen sollte. Das ist sein strategischer Plan. Es sind Makler und sein Ziel ist es, mein Grundstück zu kaufen oder an Freunde zu vermitteln. Ich habe Matura und eine weiße Weste und er will mich wegklatschen, wie eine lästige Fliege. Betreffend Sichtschutz, der hat für mich Nachteile, weil ich nördliche Nachbarn habe, die bei mir regelmäßig eingebrochen sind mit gestohlenen Schlüsseln und mich ausgeplündert haben bis inklusive 2018. Der Sichtschutz fördert nur Einbrüche. Die Polizei ist nicht zuständig für privaten Nachbarschaftsraub und schweren Diebstahl, selbst wenn dieser erwerbsmäßig durchgeführt wurde. Man kommt nicht dagegen an. Ich habe zwei Jahre lang versucht, meine neuen Nachbarn mit Geschenken zur Vernunft zu bringen, und zu einer Nachbarschaft zu bewegen, wo keiner dem anderen Schadet, worauf ich größten Wert leben würde, aber je mehr ich gegeben habe, desto schlimmer wurde es. Ich rede mit meinen Nachbarn nicht mehr, weil sie mir nicht zuhören, sondern nur spotten und mobben und mich auslachen in der Patchworkgruppe samt deren vielen Besuchern. Liebe und sonnige Sonntagsgrüße aus Kärnten von Brigitte

Bild vom Kommentator
Hallo liebe Brigitte, ein guter Sichtschutz ist doch oft von Vorteil! Grüße Franz

Brigitte Waldner (24.04.2021):
Lieber Franz, guten Morgen! Danke, normalerweise ist es so, wie Du meinst. Aber hier ist nichts normal, das macht es nicht leichter. Liebe Grüße, Brigitte

Nicht vergessen: Eigenen Kommentar zum Gedicht verfassen!

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für die Leserkommentare liegen bei den jeweiligen Einsendern.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für die Beiträge oder von den Einsendern verlinkte Inhalte.
Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).