Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„Ins Lot“ von Ingrid Bezold


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tryggvason (olaf-lueken2web.de)

13.05.2021
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Ein Lebenserfahrungs-Gedicht, vielleicht auch ein wenig Beziehungs-Gericht !
Großartig gefühlt, großartig getextet !
HG Olaf

Ingrid Bezold (13.05.2021):
Beziehungs - Gericht!! Da ist was dran, Olaf. Leider hab ich damals -2014- den "Prozess" verloren. Wollte ein Vergleichsangebot anstreben - nix da! Heute habe ich meinen Frieden und darauf kommt´s an. Danke für´s kommentieren und dir einen schönen Feiertag wünscht Ingrid

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ui, liebe Ingrid, dass ist ein harter Brocken. Vielkeicht sollten deine Eltern dieses Gedicht lesen und ihr solltet drüber sprechen. Berührt mich und macht mich traurig.
LG von Monika

Ingrid Bezold (13.05.2021):
Meine Mutter starb 2006. Da wurde mein Vater immer narzisstischer. 2014 ging ich mit diesem Gedicht zu ihm in der Hoffnung, er würde meinen Hilfeschrei aus dem letzten Vers wahrnehmen und endlich einer offenen Aussprache zustimmen. Ging nicht. 2 Jahre später starb er. Ich schrieb dann für mich mein Gedicht "Vatertag". Ich war dann wie befreit. Danke, Moni fürs lesen und schreiben. Hab grad gesehn, dass du bei den Kurzgeschichten bist ( schau ich dann mal. Nicht aus Gefälligkeit, sondern weil ich gern deine Arbeiten lese, wenn auch nicht immer kommentiere ). Liebe Grüße schickt dir Ingrid

rainer (rainer.tiemann1gmx.de)

13.05.2021
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Deine Gedanken, beeindruckend lyrisch verdichtet, haben mich tief berührt, liebe Ingrid. Bin dankbar, dass meine Frau einen Vater hatte, der sich treusorgend und liebevoll um sie kümmerte. Davon profitiertiere ich seit Jahren. Dir herzliche Grüße vom Lyrik-Freund RT.

Ingrid Bezold (13.05.2021):
Bei allem hatte ich das Glück, eine warmherzige Mutter zu haben. Vielleicht konnte mich deshalb später mein Umfeld gut ertragen;-)) Danke für das schöne Feedback und Grüße in deinen Vatertag kommen von Ingrid

Ralph Bruse (ralphbrusefreenet.de)

13.05.2021
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Authentisch und für mich gut nachfühlbar geschrieben.
Auch sehr bedrückend.

Kopf langsam wieder nach oben, Ingrid...Leicht ´gesagt´ - ich weiß.

Mach Dir den Tag angenehm.

Es grüßt Dich
Ralph





Ingrid Bezold (13.05.2021):
Ich denke, das sind belastende Erinnerungen, die wir nie vergessen, aus deren Ketten wir uns aber befreien können, wenn wir nur wollen. Danke für deinen positiven Kommentar und das passende Foto, lieber Ralph. Dir einen guten Tag - und: der Kopf ist wieder da, wo er hingehört. Tschüss - Ingrid.

Anschi (Anschipostweb.de)

13.05.2021
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Sehr berührende und gut geschriebene Zeilen, liebe Ingrid! Ich kenne auch einige Beispiele von solchen Vätern (und auch Müttern)... es ist schwer, es ihnen jemals im Leben Recht zu machen und selbst wenn man es schafft, die Beziehung zu halten, ist es oft ein Kümmern aus Pflichtgefühl, statt aus herzlicher Verbundenheit...

Lieben Gruß! Anschi

Ingrid Bezold (13.05.2021):
Trifft genau den Punkt, deine Anmerkung, Anschi. Dir einen schönen Feiertag mit lieben Grüßen - Ingrid

Renate Tank (renate-tankt-online.de)

12.05.2021
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Liebe Ingrid,
das sind auch meine Gefühle.
Nie waren die Dinge einfach.
Meinen Petticoat hab' ich
im Schrank versteckt,
damit er nicht etwas zu
nörgeln hätt'.
Habe dafür das Geld verdient,
und ich wollte, dass er es mal
anders sieht...
Doch unsere Wellenlänge
war gestört, weil dem Krieg
eine Zeit gehört'...

Ich habe ihn erst zwei Jahre
nach meiner Geburt kennengelernt.
Eine kurze Zeit - aber ein Langzeitdilemma.
Die erste, wichtige Annäherung war
auf Lebenszeit gehemmt...

Liebe Grüße an dich - Renate

Ingrid Bezold (13.05.2021):
...kommt mir sehr bekannt vor, Renate. Meine ersten, vom Taschengeld heimlich gekauften Jeans hab ich bei meiner Freundin deponiert. Damit sie schön eng saßen, hab ich mich vorher in die mit Salzwasser gefüllte Badewanne gelegt. Als mein Vater alt und verwitwet war, wollte ich versuchen, mit ihm über ein evtl. Kriegstrauma zu reden, aber auch da war er immer der "Häuptling" und hatte keine Altlasten. Abfuhr beim geringsten Versuch, ihm zuzuhören. Jetzt ist alles gut. Danke für deinen ehrlichen Kommentar, liebe Renate. Grüße in deinen Tag Ingrid

Horst Fleitmann (h.fleitmanngmail.com)

12.05.2021
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Liebe Ingrid.

Ohne viel Verständnis aber mit dem stärkenden Gefühl der Überlegene zu sein steht der Erwachsene dem Kind gegenüber. Bis sich zeigt, dass diese Überlegenheit allein auf tiefem Nichtkennen beruht. Wenn der Vater sein Kind statt zu verstehen beherrschen will, ist das tragisch, insbesondere für das Kind.

Du hast das aus der Sicht des Kindes sehr eindrucksvoll beschrieben... aber sicher noch nicht verarbeitet.
Ein Thema über das nicht genug gesprochen wird.

Sehr beeindruckend geschrieben.

Herzliche Abendgrüße Horst



Ingrid Bezold (13.05.2021):
In sehr jungen Jahren an der Front und dann mit 21 Vater geworden, ohne seine Jugend ´gelebt´ zu haben - das hat ihn vielleicht geprägt. Ich wollte mich, als er alt war mit ihm auseinandersetzen und Verständnis entgegenbringen, aber an einen Narzissten kommt man nicht ran. In meinem späteren Leben hatte ich Menschen an meiner Seite, die mich mitentwickelt haben zu dem, was ich heute bin: eine glückliche Frau. Ich denke, die Vatergeschichte habe ich verarbeitet; doch manchmal drängt er sich noch in meine Gedanken. Für deinen prima Kommi bedanke ich mich, Horst und wünsche dir einen schönen Vatertag - Ingrid

Ursula Rischanek (daisy1190a1.net)

12.05.2021
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Liebe Ingrid!

Wenn jemand einen despotischen Vater hatte, ich kann das mehr als gut nachempfinden, ist es schwierig in Frieden ein Auskommen zu erlangen. Oft sind dann in weiterer Zeit die Fronten verhärtet. Bis man die Milde und Weisheit des Alters hat, ist es oftmals schon zu spät um Versöhnung zu erlangen....

In Wort und Bild sehr gut gelungen!
Herzlich liebe Grüße in Deinen Abend - Uschi

Ingrid Bezold (13.05.2021):
Da stimme ich dir zu, Uschi. Als ich soweit war, ihn mit Milde verstehen zu wollen, war ich noch nicht weise genug, es abzuhaken. Nach seinem Tod schrieb ich mir dann in einem anderen Gedicht die letzten Verletzungen vom Herzen. Heute bin ich frei von einem Narzissten, der sein engstes Umfeld dominiert hat. Danke für den treffenden Kommi und einen schönen Tag wünscht Ingrid

freude (bertlnagelegmail.com)

12.05.2021
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...Ingrid, es ist schwer, wieder etwas ins Lot zu bringen, was schon immer aus dem Lot war.
Die Zeile...und Schmeichlern gibst du viel Gewicht, tut besonders weh. Das passt eigentlich gar nicht zu einem harten Menschen.
Das Foto von Ralph passt sehr gut dazu.
Zu dir, allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst die niemand kann.
Sei gegrüßt,
der Bertl.


Ingrid Bezold (13.05.2021):
...passt aber zu einem Narzissten. Trotz dieser Strenge bin ich aber im späteren Leben eine glückliche Frau geworden. Hatte tolle Menschen an meiner Seite. Dir einen schönen Vatertag und danke, Bertl. Ingrid

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