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„Kein schönes Kompliment“ von Brigitte Waldner


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Anschi (Anschipostweb.de)

17.05.2021
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Liebe Brigitte,
es sind sehr arme Geister, die es nötig haben, andere öffentlich oder auch privat immer wieder zu beleidigen und sich dabei noch im Beifall anderer armen Geister suhlen, die ihnen keinen Einhalt gebieten.
Ich kann nur immer wiederholen, dass ich selbst wohl längst meine Koffer gepackt hätte, das Anwesen verkauft und anderswo neu angefangen hätte. Es muss ja nicht zwingend die unbezahlbare Insel sein... nur weit genug weg, damit ein Neuanfang gelingen kann... Was nützt einem ein schöner Besitz, wenn man sich darin nicht mehr sicher und daheim fühlen kann? Auf Dauer helfen da auch die schönen Erinnerungen nicht mehr an frühere Zeiten, oder?
Und du hast Recht, ein Anwalt könnte auch nur helfen, wenn es Zeugen gäbe.
Gut, dass dir der Glaube noch immer die Kraft gibt, durchzuhalten und dich als geliebtes Kind Gottes zu fühlen!
Herzlichen Gruß! Anschi

Brigitte Waldner (18.05.2021):
Liebe Anschi, danke, dass Du Dir das antust, meine traurigen Gedichte zu lesen und dann auch noch tröstend zu kommentieren. Ich kann Deinen ersten Satz Deines Kommentare nur doppelt unterstreichen!!! Aus dem Glauben jedoch kann ich keine Kraft schöpfen, da ich von Kind an nicht an Gott glaube, den drücke ich nur den Scheinheiligen aufs Auge, falls sie meine Texte jemals lesen würden, was ich aber bezweifle. Aber an den Aberglauben glaube ich schon eher. Mein schönes Halbedelsteinpendel wurde mir ja vom Räuber geklaut. Jetzt habe ich mir eines selber gebastelt. Ich habe an eine dünne Schnur die Edelstahlmutter einer Schraube gehängt und es funktioniert. Wenn ich traurig bin, pendle ich zu meinem fröhlichsten Vergnügen alles, alles, was ich halt wissen will. Wenn das Pendel so ausschlägt, wie ich es mir wünsche, das tröstet sehr. So habe ich neulich mehrmals gependelt, ob die elektronische Fußfessel wieder ins Gefängnis muss innerhalb der nächsten zwei Jahre. Das Pendel zeigte, was ich mir wünschte. So macht es das Unerträgliche erträglich, wenn man weiß, es geht vorüber. Warum sollte ich verkaufen und wegziehen? Meine Großeltern haben hier in 1928 selber mit eigenen Händen und ohne Maschinen gebaut. Da Haus ist alt, dafür krieg ich nix mehr. Das Grundstück selbst ist durch die Autobahn massiv entwertet. Die anderen beiden Nachbarn, die Eltern des Räubers zogen erst 1970 zu und die Fußfessel hat erst vor zwei Jahren ein Haus gekauft, das vorher den Eltern meiner Kusinen gehörte. Die Mobber haben alle großes Interesse an meinem Grundstück, die wollen mich ja weghaben, deswegen sind sie ja so grausig zu mir. Wenn ich ginge, würde ich deren Wünsche ja glatt erfüllen. Das werde ich nicht tun. Wer Fremder würde hier nicht kaufen zwischen zwei Schlitzohren! Das kann man niemandem zumuten. Liebe Grüße Brigitte

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