Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„Maiwäldchen (mit Stellungnahme zu meinem gestrigen Text)“ von Patrick Rabe


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freude (bertlnagelegmail.com)

19.05.2021
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Alles neu macht der Mai.
Patrick, deine nachdenklich stimmenden Zeilen zeigen immer wieder auf, dass vieles nicht stimmt in unserer Welt. Dennoch leben wir im Goldenen Zeitalter, vergleicht man das Pro Kopfeinkommen mit anderen Ländern. Das expandierende China und auch Japan machen mir größere Sorgen.
LG Adalbert

Anschi (Anschipostweb.de)

19.05.2021
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Beides zu sehen, wie du es im Text und in deiner Stellungnahme beschreibst, das ist das Wichtige!
Das Schöne zu sehen, die Sonne, den Wind, die Blumen und die guten Menschen um uns herum... aber auch kritisch die Auswüchse zu betrachten und zu benennen. Obwohl es auch da sicher diverse Blickwinkel gibt... jeder hat wohl auch seine Berechtigung. Ich kenne viele Menschen aus evangelikalen Gemeinden in Deutschland, bei denen die von dir beschriebenen Vorgehensweisen nicht denkbar wären. Aber ich streite nicht ab, dass es leider auch fromme Gruppierungen gibt, die so handeln... teilweise auch in den beiden großen Kirchen unseres Landes. Und ich stimme dir auch zu, dass jeder hier Willkommen ist, egal welcher Hautfarbe - aber ich meine auch, dass man sich in unsere Kultur zumindest einfügen und diese respektieren sollte, wenn man hier leben will. Das Gleiche erwarte ich aber auch von unserer Bevölkerung, wenn sie sich in anderen Ländern aufhält und dort teilweise sehr peinlich und unangenehm auffällt...

So... eigentlich hatte ich gar keinen Kommentar schreiben wollen, weil mich solche Themen emotional auch immer sehr mitnehmen. Aber nun hab ich doch was dazu geschrieben... ;-) Und ich hoffe, ich habe deine Zeilen richtig interpretiert. Denn ein großes Problem in der Kommunikation besteht ja oft auch darin, dass wir gar nicht richtig verstehen, was der Schreiber eigentlich sagen und ausdrücken wollte...

Herzlichen Gruß! Anschi


Patrick Rabe (20.05.2021):
Liebe Anschi! Eigentlich wollte ich ja auch nur mein Gedicht einstellen. Aber ich habe doch gedacht, ich mach noch mal 'ne Stellungnahme zu dem "Neger-Gedicht" einen Tag davor. Das konnte sehr missverständlich aufgefasst werden. Ich wollte aber damit auch ein par Leuten hier bei mirvor Ort beispringen, die von farbigen angegriffen worden waren. Das Wort "Neger" meinte ich ironisch. Ich weiß, dass in deutschen gemeinden der Evangelikalen Farbige und Leute aus anderem Ethnien in der regel nicht geschlagen werden. Und das ist auch gut so. Ich kenne beglaubigte Fälle dieser Art unter anderem aus Japan und Südkorea, und natürlich auch die ganzen sachen, die in den 1980ern und 1990ern noch in amerikanischen evangelikalen Gemeinden abgelaufen sind. Da gibt es ja auch genügend Bildmatierial dazu. Ich finde es halt beschämend, wenn man menschen aus anderen Kulturkreisen - oft ja verblüffender Weise auch Juden- unterstellt, sie hätten nur alleine schon wegen ihrer herkunft "böse Geister", und die müsse man nun notfalls gewaltsam austreiben. Insofern trifft uns der zurückfliegende bumerang sicher nicht ganz unverschuldet. dennoch muss man ja sagen, dass es diese Prügel-Austreibung bei uns nur in ganz seltenen Fällen in ohnehin umstrittenenen Gemeinden gibt. Warum Cgristen, die nie einem farbigen etwas getan haben, es sich daher gedfallen lassen sollten, auf der Straße zusammengeschlagen zu werden, weiß ich wirklich nicht. Gegengewalt ist natürlich keine Lösung. Aus meiner Sicht muss über die Hintergründe aufgeklärt werden, und die Flüchtlinge müssen liebevoll und vernünftig integriert werden. Ich wünsche ihnen allen sehr, dass sie hier bei uns ein liebevolles, wertschätzendes Christentum kennenlernen dürfen. Aus meiner Sicht sagt die Bibel auch nicht "Du musst dich für Gott total ändern und darfst nicht mehr du selbst sein", sondern "Gott liebt dich, so, wie du bist, und möchte dich innerlich zum Strahlen bringen". So ist auch mein Gedicht gemeint. Es ist ja im Duktus eines farbigen Blues geschrieben. Ic findeauch Bob Dylans Version von "Rollin' and tumblin'" sehr berührend, auf der meine letztendlich beruht. Nämlich dieses, was er auch in dem Song "I will love Him" andeutet: "He said, when the fig tree was blooming, He would be at the gate". Bob Dylan hat das natürlich in reiligiöser Emphase geschrieben, aber auf der "Modern Times" knüpft er ja wieder, etwas zurückhaltender, daran an. Er singt dort ja, dass es ihm doch so vorkommt, als wären die Zweige grün, ob seine Liebste sich nun nicht mit ihm versöhnen wolle. Mein Gedicht ist sozusagen eine Weiterentwicklung davon. Ich veröffentliche ihn heute noch mal, ohne die Stellungnahme. Alles Liebe von Patrick Rabe

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