Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„Graumorgen“ von Frank Guelden


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Margit Farwig (farwigmweb.de)

26.05.2021
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Lieber Frank,

richte mich grad aus nem Nickerchen auf,
es ist dunkel wie in der Hölle,
die Vögel flattern heim ins Nest und jetzt, oh weh,
gießt es aus Kannen aus der Höh',
aber nichtsdestotrotz lese ich von Deinem Schlamassel,
füttere ruhig weiter das Tierchengerassel,
auch verjage nicht das Elsternpack,
brüten sie gerade gegenüber im Blattgeschnack,
eigentlich müsste ich sie verjagen, denn sie sind schlauer als ich,
im Grunde genommen stört es mich nich.......-))
Ich kann nicht warten bis es aufhört zu regnen,
werde Dein Tun also mit Worten segnen...

Herzliche Grüße von Margit

Frank Guelden (26.05.2021):
Liebe Margit, es schmerzt schon, daß ich die Waschbären nicht mehr füttern kann, doch die kommen schon ohne mich klar. Es bleiben ja noch die anderen Tiere. Nur dieser Unfrieden ist elend. Gut,was soll ich mich groß beklagen; ich habe viel, sehr viel durchgestanden, was schlimmer war. Doch ich hatte so gehofft, mein Älterwerden etwas schöner zu erleben. Doch Du hast Recht, häppchenweise leben ist besser, und wenn es eklig ist, schnell schlucken. Liebe Grüße, Frank

freude (bertlnagelegmail.com)

26.05.2021
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Frank, ein sehr bewegtes Leben, was du hast.
Da könnte ich auch schwer schlafen.

LG Bertl.

Frank Guelden (26.05.2021):
Lieber Bertl, es ist eine undankbare Situation. Ich füttere den Waschbär eben nicht mehr, wobei ich kaum glaube, daß das viel nutzt; es gibt rundum überall große Gärten und auch Waldgebiete... Richtig schlimm waren die zwei Jahre, als "diese Familie" hier im Haus gewohnt hat: Die Eltern beide etwa zwei Meter groß und je über hundert Kilo und dazu ein distanzloser kleiner, eigentlich lieber Junge, der mit diesen Eltern gestraft war. Mein Leben war immer bewegt und oft gefährlich. Ich bin Sozialarbeiter gewesen, und habe nicht nur am Schreibtisch gesessen. Unter anderem habe ich in Berlin und in Frankfurt am Main, und nicht nur da, über viele Jahre im Betreuten Wohnen gearbeitet, um nur einen Teil an Gefährlichem zu nennen. Was hinter mir liegt, reicht ganz einfach! Ich will es so langsam einmal einfach nur friedlich... Liebe Grüße, Frank

Renate Tank (renate-tankt-online.de)

26.05.2021
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Das ist eine schwierige Sitation.
"Wegschlafen" ist da keine Option...
Doch wie kommt man nun damit klar,
wenn man über Jahre den Waschbären
so herzzugewandt war?

Der Nachbar schiebt natürlich Frust;
er hat alle seine Laufenten verloren.
Dass er sich nun schützen will und muss,
bringt dir mehr als nur Verdruss...

Ich kann deine Unruhe verstehen.
Du wirst bald keinen Waschbär mehr sehen.
Vielleicht sind sie aber so schlau
und erkennen die Fallen genau...

Verständnisvolle Gedankengrüße - Renate





Frank Guelden (26.05.2021):
Liebe Renate, es ist schon schlimm, doch ich kann damit leben. "Die Familie des Grauens", die hier zwei Jahre im Haus gewesen ist, war schwerer zu ertragen. Und in der Zeit vor Marsberg habe ich weitaus Schlimmeres und Schmerzhafteres erlebt, beruflich und privat. Ich bin hierhin gezogen um es einfach etwas friedlicher zu haben; doch anscheinend... Liebe Grüße, Frank

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Um 04:00 Uhr war ich auch wach Frank und die tollsten Gedanken schossen mir durch den Kopf und Tierfreund bin und bleibe ich! Grüße Franz

Frank Guelden (26.05.2021):
Lieber Franz, das weiß ich, daß Du Tierfreund bist; nur hier in "Klein-Marsberg", wo es Traditionsvereine, sowie eine große Psychiatrie gibt und ganz oft jemand so heißt, wie der andere aussieht, wird unter "Tierfreund" oft etwas anderes verstanden. Ich bin hierhin gezogen, um in Ruhe mein Alter zu genießen, doch leider gab und gibt es immer wieder Störungen... Ich werde oft nachts wach und wenn das nicht durch irgendwelche Schmerzen passiert, finde ich das gar nicht einmal so schlecht. Doch als mich gestern Nacht der Waschbär so treuherzig anschaute, tat es mir schon weh, ihn aus Vernunftgründen nicht füttern zu können. Liebe Grüße, Frank

Anschi (Anschipostweb.de)

26.05.2021
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Ich werde ja auch gerne belächelt, wenn ich meine Weinbergschnecken im Garten füttere. Die richten zum Glück... wenn überhaupt... nur bei uns Schaden an... und dies weniger, wenn ich sie gezielt füttere!
Wo in unserem Land laufen Waschbären frei herum? Den tät ich sicher auch füttern...
Wir haben gestern schon rumgealbert, mein Mann und ich, dass Erdmännchen im Garten auch niedlich wären... und haben uns vorgestellt, dass die dann an die Küchentüre klopfen und Nachschub anfordern, wenn das Futter leer wäre... :-D

Herzliche Grüße in deinen Steingarten
von Anschi

Frank Guelden (26.05.2021):
Liebe Anschi, meine Waschbären haben tatsächlich an der Terrassentür angeklopft, wenn sie etwas wollten und wenn ich vor die Tür wollte und sie da waren, habe ich auch angeklopft und sie sind verschwunden. Das haben sie von dem Waschbärweibchen gelernt, das mich fast sechs Jahre lang hier in Marsberg begleitet hat. In Berlin gibt es auch Waschbären und nahezu überall in Deutschland; oft sind sie allerdings scheu und meist nachts unterwegs. Ich habe hier auch Bildgedichte zu den Waschbären: https://www.e-stories.de/gedichte-lesen.phtml?205865 https://www.e-stories.de/gedichte-lesen.phtml?209661 Liebe Grüße, Frank

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