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„Die Stadt/Talent und Flies“ von Patrick Rabe


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Anschi (Anschipostweb.de)

04.06.2021
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Zwei zum Preis für eins, dachte ich schmunzelnd, als ich deine Gedichte anklickte! :-)
Und heute kann ich auch etwas damit anfangen (das ist nicht immer der Fall) - die Texte gefallen mir in ihrer speziellen Art!
Dein erster Text... so schön harmonisch - und dann kommt die letzte Zeile! Und ich wurde traurig und fragte mich, wo jemand lebt, was jemand er-lebt hat, der die Umwelt stets so schlimm empfindet...? Ich lebe auf dem Land... vielleicht bin ich deshalb noch immer positiv gestimmt auch in Bezug auf meine Mitmenschen? Und vielleicht auch, weil ich nicht weiß, wie Marihuana riecht?

Die Betrachtung im zweiten Text gefiel mir besser und ich wusste gleich, dass Fleiß gemeint war - wahrscheinlich, weil ich ziemlich spießig bin...*lach* Der weise Alte gefällt mir (obwohl ich wahrscheinlich Probleme hätte in einem Raum mit ihm, weil ich Rauch nicht vertrage und davon asthmatische Beschwerden bekomme) - und seine Gelassenheit auch in Bezug auf die Fliege. Aber besonders gefällt mir, dass auch so coole Typen manchmal an ganz normalen "Lebensweisheiten" hängen bleiben. Denn was nützt einem das beste Talent, wenn man nichts draus macht?

Fröhliche Grüße und Sonnenschein vom Lande zu dir in die traurige Stadt!
Anschi

Patrick Rabe (05.06.2021):
Nein, Anschi, unsere Stadt ist alles andere als traurig. Nur manchmal nicht leicht zu händeln. Diese beiden neuen Gedichte beziehen sich auf zwei Vorbilder von mir, Musiker und Dichter. Nämlich auf Jochen Distelmeyer und Oliver Möller alias Oliver Morlau. Mit Oliver war ich auch jahrelang gut befreundet. An Jochen Ditelmeyer hab ich mich nie rangetraut, weil er die band "Blumfeld" hatte, die deutschandweit bekannt war, und einige Ligen über mir spielte. Oliver hingegen war immer als Schriftsteller und Musiker ein Künstler, dem man deutlich mehr Resonanz und Radioairplay gewünscht hätte, als er bekam. In den späten 1980ern und frühen 1990ern hatte er mehrere Festival-und Clubaufritte mit seiner Band "Amber Jack", hat mehrere Bücher und Kurzgeschichten auf der Internetseite "Elftown" veröffentlicht, und hat seither auch in vielen weiteren musikalischen projekten mitgemacht, unter anderem mit mir im Duo "Onkel Merlin". Wir haben einige Aufnahmen gemacht, sind aber nie aufgetreten, da ihn meine Aussage, "Onkel Merlin" sei ein "Spaßprojekt" verletzt hatte. damit habe ich aber nicht gemeint, dass mir das Projekt nichts bedeutet, sondern, dass ich es als Nebenprojekt von seinem damaligen Hauptprojekt Kafkadragon und als zweites Standbein zu meiner Schrifstellerei sah. Dass daran unter anderem unsere Freundschaft zerbrochen ist, finde ich sehr schade. Denn ich hatte "Onkel Merlin" mit ihm schon machen wollen. Er ist der "weise Alte" in dem Gedicht "Talent und Flies". Allerdings ist er nur 5 Jahre älter als ich. Also kein "Alter". Er war damals, Ende der 1990'er nur wesentlich weiter als Musiker und Schriftsteller, im Verhältnis zu mir. Ich war damals ja erst 21. Und natürlich hing ich damals an seinen Lippen, als wäre er ein Orakel. Das blieb ja aber nicht so. Ein "Onkel-Merlin-Text", den ich hier auf e-stories veröffentlicht habe, ist z.B. "Die mystische Dimension", der auch den Untertitel "Bruder Franz und ich" trägt. Bei diesem Song ist der Text von mir. Das Gedicht "Die Stadt" ist eine Reflexion über die Musikwerke von Bernd begemann, Jochen Distelmeyer und Tocotronic. Insbesondere über das Album "Heavy" von Jochen Distelmeyer. Und natürlich auch über meine eigenen erfahrungen mit Hamburg, und was einem passieren kann, wenn man dann doch mal einer "guten Idee" folgt, wie Tocotronic sie in dem Song "Die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit" besingen. (Der Song mal echt als Empfehlung. Ist auf Youtube zu finden.) Und sei es nur, nachts verliebt laut singend "um die Häuser zu ziehen". Das Echo kann unverhältnismäßig unfreundlich sein. Empfehung dazu , der Song und das Video "Wohin mit dem Hass" von Jochen Distelyeyer. Das ganze - beide Gedichte irgendwie- klingt natürlich auch an die in einer Legende festgehaltenen Begebenheit aus dem Leben von Franz von Assisi an. Nämlich an die, als der junge Franz wieder einmal mit seinen saufkumpanen um die Häuser zieht, und plötzlich innerlich von Gott berührt wird, stehen bleibt und nachsinnt, und, wie es in einem schönen Buch über ihn steht, in diesem Moment von eine großen Süße und Zärtlichkeit erfüllt wurde. Die Kameraden gingen zurück und fragten ihn lachend: "Na, Franz, denkst du wieder an irgendein Mädchen?". Und er sagte: "Ja. In der Tat. Ich denke an eine Braut. Aber die Braut, die ich heimführen werde, die kennt ihr noch nicht.". In meinem Gedicht "Die Stadt" hat dieser beseligt Verliebte eben nur keine Kumpels mehr hinter sich. Und die Stadt ist nicht das mittlealterlich verschlafene Assisi. Liebe Grüße von Patrick Rabe

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