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„Teufelskreis“ von Ingrid Baumgart-Fütterer


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Liebe Ingrid, dieses Thema hast du sehr gut verdichtet. Auch ich kannte und kenne solche Menschen... und es ist ganz schwer, sie aus ihrem Hamsterrad zu befreien. Oftmals endet es auch "nur" in einem Herzinfarkt oder anderen Krankheiten, die dann endlich dafür sorgen, dass der Betroffene die Bremse zieht... hoffentlich...

Nachdenkliche Grüße!
Anschi

Ingrid Baumgart-Fütterer (25.06.2021):
Liebe Anschi, im Laufe meiner langjährigen beruflichen Tätigkeit sind mir etliche Patienten mit einem ähnlichen Problem begegnet. Das Leben entglitt sukzessive ihrer Kontrolle. Der berufliche Bereich nahm überhand, bis es keinerlei Ausgleich zwischen Spannung und Entspannung gab. Die dauerhaft erhöhten Stresshormone führten zu Schädigungen von Blutgefäßen und Organen. Notsignale wurden von ihnen nicht beachtet, bzw. sie setzten sich darüber hinweg. Der Dauerstress war für sie zur Normalität geworden - ohne diesen fühlten sie sich nutz- und wertlos. Sie lebten, um zu arbeiten und das Gefühl der eigenen Wertlosigkeit trieb sie unentwegt zu „Höchstleistungen“ an, die de facto immer mehr an Effizienz und Effektivität verloren. Der Raubbau an der Gesundheit rächte sich eines Tages und sie erkrankten z.B. an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die Krankheit bremste sie von jetzt auf nachher aus. Einige starben frühzeitig an den Folgen der endlosen Schinderei. Andere verloren ihren Arbeitsplatz und mussten in Frührente. Entsprechende Für- und Vorsorge wäre da auch Aufgabe der Arbeitgeber. Aber oft ist es so, dass eine permanente Leistungssteigerung der Mitarbeiter sogar erwünscht ist und durch immer höhere Zielvorgaben gepusht wird. Der (geschürte) Konkurrenzkampf unter den Mitarbeitern tut ein Übriges. Nachdenkliche Grüße Ingrid

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Ja liebe Ingrid, wenn man nicht frühgenug erkennt, das man sich in einem
Hamsterrad befindet und sich daraus befreit, kann es ein schlimmes Ende nehmen.

Liebe Grüße
Karin

Ingrid Baumgart-Fütterer (25.06.2021):
Liebe Karin, wer im Hamsterrad gefangen ist, läuft Gefahr sich immer schneller anzutreiben und den Absprung nicht mehr zu schaffen. Er tut und macht ohne Ende, bis die Arbeit ihn restlos geschafft hat. Liebe Grüße Ingrid

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