Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„Keine Lobeshymnen“ von Andreas Vierk


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Lieber Andreas.

Es erinnert mich natürlich bereits im Titel an den Tocotronic-Song "Keine Meisterwerke mehr". (Und ich nehme an, das hast du auch bewusst so gesetzt, da du ja auch ein Fan, Hasser und Kenner MEINER Kunst bist.). Ich hoffe DIR geht es gut! Ich habe wieder einmal gemerkt, dass ich übertriebenes Hickhack nicht abkann. Daher mal ganz kurz: Dein Gedicht ist natürlich super. Aber ich lebe noch...und so manch anderer zeitgenössischer Dichter und Sänger hoffentlich auch. Was mich hingegen in der Tat wahnsinnig macht ist Alarmismus und das ständige Auslen von Alarmbuttons, weil man denkt, ich könne in Gefahr sein, oder sonst jemand, den ich liebe. Dadurch steigt die Anzahl von unnötigen Polizeieinsätzem und Gewalt hier im Stadtteil und sorgt dafür, dass die Leute immer fahriger und irrer werden. Daher auch erst heute meine Antwort.

Alles Liebe,

dein Freund und Mitdichter

Patrick Rabe

(Auch an dich daher nochmal die Frage: Ist dein Name Andreas Vierk ein Pseudonym oder nicht? Man muss sich in eindeutig öffentlichen Internetportalen mit seinem eigenen, echten Namen anmelden. Kommentieren darf man hier mit einem ncht der Person genau zugeordeten Namen oder Pseudonym).

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Sehr berührend, lieber Andreas. Ich kenne das Gegengedicht nicht, werde aber mal danach suchen.

Lieben Gruß

Janna

Andreas Vierk (11.07.2021):
Liebe Janna, Ingrids Gedicht "Lobeshymnen" steht ein paar Gedichte unter meinem, nicht weit entfernt. Liebe Grüße von Andreas

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Hallo Andreas. Ich denke, viele Poeten in alten Zeiten schrieben nicht nur um Berühmtheit zu erlangen, oftmals, oder besser gesagt sehr oft, da hatten sie andere Gründe! Freude an der Poesie oder auch, sie konnten ihren Gefühlen Ausdruck in poetischer Form geben und dabei auch die „Freiheit der Worte“ nutzen!
So schätzen wir alle auch in dieser Zeit die Macht der „freien Worte“ und ich finde, dies ist gut! Lohn sind zuweilen Kommentare in vernünftiger Form und keine Demütigungen wie man sie zuweilen hier findet. Man bekundet dabei lediglich die individuelle Ansicht und stellt ein Gedicht nicht pauschal in eine schlechte Position! Ich denke Du verstehst mich und Grüße Dir von Franz


Andreas Vierk (11.07.2021):
Lieber Franz, du hast natürlich recht. Ich täte den Alten in Punkto Angepasstheit Unrecht, da ihre ersten Werke in die Umbruchszeit des Sturm und Drang fielen, den sie selber vorantrieben. Uns Heutigen erscheint dies aber auch oft klassisch erstarrt. Vieles, was wir heute als ewiggültiges Muster nehmen, war eigentlich Versuch. Liebe Grüße von Andreas

ibaum

10.07.2021
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Schandfleck der deutschen Geschichte: 1933 erfolgten Bücherverbrennungen im Nationalsozialismus zum Beispiel von folgenden Autoren/Lyrikern jüdischer Herkunft: Erich Kästner, Heinrich Mann, Josef Roth … Ihre von den Nationalsozialisten „verfemten“ Werke wurden auf die schwarze Liste gesetzt und öffentlich verbrannt, um das „undeutsche“ Gedankengut ihrer literarischen Werke unwiderruflich zu zerstören. Keiner weiß, wie viel von diesen literarischen Schätzen für immer verloren gegangen ist. Bildhauer, Maler, Musiker und Komponisten jüdischer Abstammung traf ein ähnliches Los. Auch ihre Werke wurden als „entartete Kunst“ verboten bzw. (im Feuer) zerstört. Bilderstürme waren im Dritten Reich an der Tagesordnung. Poeten, deren Werke z. B. über die Jahrhunderte hinweg -vielleicht nicht immer von vornherein - ungebrochene Anerkennung fanden und nach wie vor noch Anklang finden, gibt es in großer Zahl. Von solchen Künstlern handelt mein Gedicht. Ich empfinde selbstverständlich eine tiefe Anerkennung und Ehrfurcht auch gegenüber allen Künstlern, deren Werke damals mutwillig zerstört wurden. Aber dieses düstere Kapitel deutscher Vergangenheit wollte ich ganz bewusst erst gar nicht anschneiden. Allein bei der Vorstellung damaliger Ereignisse blutet mir mein Herz.

LG von Ingrid

Andreas Vierk (10.07.2021):
Liebe Ingrid, da kann ich weit in die Geschichte zurück gehen: z.B. die großen drei griechischen Dramatiker Aischylos, Sophokles und Euripides sind eigentlich das Resultat einer Auswahl, nicht zuletzt durch den Komiker Aristophanes, der vermutlich ein knallharter Kunstkritiker war. Wie viele andere Dramatiker Dank ihm im Nichts verschwanden, ist nicht abzuschätzen. Vermutlich waren sie wirklich nicht so gut, wie die Drei. Man weiß aber nicht, wie die Nachwelt geurteilt hätte. Und es ist bitter, wenn ein Lebenswerk noch zu Lebzeiten des Dichters ins Nichts verpufft. Viele unserer alten Dichter waren keine Mahner so breit das Interessengebiet Goethes auch war, er war wohl einfach angepasst genug, um auf den Marmorsockel gehoben zu werden. Der Bildersturm bricht gerade wieder los. Leute (nicht immer nur Dichter) werden lange nach ihrem Tod getadelt und diffamiert, weil sie einmal nicht der Norm entsprechen, die die heutige Gesellschaft aufstellt. Nachdem Sarotti ihr berühmtes und beliebtes Maskottchen abschaftten musste, müsste man aus dem selben Grund die Mozartoper "Entführung aus dem Serail" für immer vom Spielplan nehmen usw. Es gehen soviel kulturelle Kostbarkeiten und ganze Lebenswerke verloren, weil die jeweilige Gesellschaft es so will. Da blutet auch mein Herz. Liebe Grüße von Andreas

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Andreas, Lobeshymnen hin und her,
doch gibt's die alten Dichter nicht mehr,
dann wird es wieder neue geben,
die wiederum verschönern's Leben.

LG Bertl.


Andreas Vierk (10.07.2021):
Lieber Bertl, wiie früh der Dichter auf den Marmorsockel gelangt, hat nicht zuletzt mit Eigenwerbung zu tun.Ohne diese wird es dem Dichter schwer, überhaupt sichtbar zu werden. LG von Andreas

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Du sagst es bestens und es kommt der Wahrheit wesentlich näher als das Gegengedicht. Schönes Wochenende und lieber Gruss Robert

Andreas Vierk (10.07.2021):
Lieber Robert, ich hoffe nur, dass Ingrid nicht böse darüber ist. Ich schrieb deshalb auch runter, dass es sich nicht um eine Satire handelt. Ich hoffe also, dass Gedicht wird nicht von irgendeimem mit Befugnis, irgendwas löschen zu können, entfernt. Es ist ja auch ein schönes Gedicht geworden, obwohl ich nicht mehr reimen wollte. LG von Andreas

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