Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„Prügelstrafe in deutschen Schulen“ von Ingrid Baumgart-Fütterer


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Es war eine schlimme Zeit damals, Kinder wurden zu Marionetten geformt und wenn sie nicht spurten, setzte es Prügel. Zum Glück habe ich das selbst so nicht mehr erlebt (*1965)... ich musste höchstens mal vor der Tür stehen oder eine Strafarbeit schreiben. Dass Kinder eigene Persönlichkeiten werden dürfen, das gibt es noch gar nicht so lange... und in vielen Kulturen nach wie vor nicht... Doch wenn man sieht, wie erwachsene Menschen heute miteinander umgehen, dann hat man das Gefühl, dass der Stärkere immer noch der ist, der auch die Macht hat...
Nachdenkliche Grüße! Anschi

Ingrid Baumgart-Fütterer (11.08.2021):
Damals war der Lehrer eine Autoritätsperson, der man als Schüler bedingungslos Folge zu leisten hatte. Stellte man interessiert tiefer gehende Fragen, galt dies oftmals als vorlaut und dann hatte man sich gefälligst zu schämen. Wer es wagte, ansatzweise berechtigte Kritik zu üben, galt als aufrührerisch und wurde an den Pranger gestellt, musste sich z.B. vor der ganzen Klasse in der Ecke stehend dem Spott der Mitschüler aussetzen. Die Kinder wurden regelrecht zu Duckmäusern erzogen. Inzwischen ist es so, dass manche Schüler (versuchen) ihre Lehrer zu erziehen – einige Lehrer haben von Schülern schon Prügel bezogen. So schnell kann sich das Blatt wenden – von einem Extrem ins andere. Liebe Grüße Ingrid

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Hallo liebe Ingrid. Es waren Zeiten, die viele Menschen nicht vergessen können und nicht alle können den Lehrern verzeihen. Ich hatte einen Mitschüler, der etwas eigenartig war und gerade dieser war oft auserwählt für Prügel. Schon wenn er aufgerufen wurde, da fing er sofort an zu weinen und dann ging die Post ab! Ich selbst war etwas ausgefuchst und wusste, wie man dies über die Bühne bringt, vor allem kein Erfolgserlebnis für den Lehrer dabei. Grins! Lederhosen waren immer gut. Wie auch immer, ich habe den Paukern verziehen, jedoch vergessen, dies kann auch ich nicht und da sich besagter Lehrer bei mir entschuldigte, da gieße ich zuweilen friedlich die Blumen auf dessen Grab! Grüße Dir von Franz
*Die Eltern schwiegen und dies hatte seinen Grund!


Ingrid Baumgart-Fütterer (09.08.2021):
Das Gießen der Blumen auf dem Grab, lieber Franz, ist ist eine augenfällige Geste der Versöhnung, die von Respekt gegenüber dem verstorbenen Lehrer zeugt, der dank seiner ernst gemeinten Entschuldigung sich schon damals deinen Respekt „verdiente“. Liebe Grüße Ingrid

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