Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„Joe Black“ von Anschi Wiegand


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Hallo Anschi,

das ist der Film mit Brad Pitt, oder? Ja, der ist gut, ist aber lange her, das ich den gesehen habe. Ich glaube, welche Einstellung man zum Tod gewinnt, hat damit zu tun, als was wir ihn sehen. Die Bibel spricht ja auch vom "inneren Tod", oder vom "Tod" der über adam und Eva kam, als sie die verbotene Frucht aßen. Und ich glaube, der wird von Christus transzendiert. Ich habe darüber mal in meiner Kurzgeschichte "Ausnahmezustand" geschrieben. Müsste hier auf e-stories auf meiner Seite zu finden sein. Allerdings der leibliche Tod ist damit wohl nicht gemeint. Franziskus von Assisi schreibt ja auch in seinem "Sonnengesang" "Gepriesen seist du, schöpfer, für unseren Bruder, den irdischen Tod. Ihm entrinnt kein mensch. Selig die, die ohne Sünden sterben. Der zweite Tod wird ihnen kein Leides tun.". Die Rolle, die Anthony Hopkins in "Joe Black" spielt, symbolisiert einen Menschen, der auch die Angst vor seinem inneren Tod nicht überwinden konnte, und damit eben auch nicht die Angst vor dem Äußeren. Kann sein, dass ich hier auf e-stories auch meinen Aufsatz "Die Mysterien von Leben, Tod und Auferstehung" habe. Äh, ja, habe ich. Da geht es auch darum. der Aufsatz ist nur schon einige jahre alt. Erfahrungen gehen ja auch weiter. Jedoch an den Grundthesen habe ich nach wie vor nichts zurückzunehmen. Ich persönlich bevorzuge aber mittlerweile die poetische Form oder eine Kurzgschichte, wie es z. B. "Ausnahmezustand" ist. erstens, weil man mit dieser poetischen Sprache glaube ich, mehr Leute tiefer berühren und inhaltlich erreichen kann als mit langen theoretischen Aufsätzen, vor allem auber auch deswegen, weil ich selber sowas nicht mehr so gerne lese. Vor allem dann nicht, wenn es all zu lang und zu theologisch ist. Ich habe mich in anderen Internetforen (einige Christliche, Facebook &co) sehr aufgeri - was ich beim Übersetzen sehr schlüssig fand, was er selber aber nirgends bestätigteben, und mich da mit ziemlich nevtötenden leuten über theologische Haarspaltereinen derart kaputtdiskutiert, dass ich darauf echt keinen nerv mehr habe. man kann mit dem Glauben und mit biblischen Themen ebenso verletzen und Leute in den Wahnsinn trieben, wie man sie damit auch aufbauen kann. Und ich bin einfach kein Frömmler oder Pastor. Ein bisschen scheint mir dein Gedicht auch ein Kommentar auf meine letzte Dylan-Übersetzung ("Hochwasser"). Die von mir in der Strophe mit den schnelle Autos erkannnte Parallele zu Westernhagens "Rosamunde" ist ja schon auch ein thematischer Hinweis auf die Angst alternder Männer vor dem Tod. (Ironisches Zwinkern meinerseits...).

Alles Liebe, und lass dir dein leben nicht schwarz malen. Egal ob Joe eine Flinte hat (wie in "Hey Joe", oder ob er charmant ist wie Brad Pitt.)

Patrick Rabe

Anschi Wiegand (12.08.2021):
Lieber Patrick, Danke für deinen ausführlichen Kommentar! Ja... über religiöse Ansichten sollte man keine Haarspaltereien betreiben, das führt zu nichts. Und ich sehe es auch so, dass ich mit Gedichten mich leichter ausdrücken und mehr Leute erreichen kann. Wobei ich staune, wie viele Zugriffe auch bei den Kurzgeschichten oft zu sehen sind... aber man weiß ja letztlich nicht, ob die Texte dann auch gelesen wurden nach dem Anklicken... ;-) Habe gestern nach langer Zeit auch mal wieder eine Kurzgeschichte eingestellt... auch zum Thema Tod im weitesten Sinne... Lieben Gruß! Anschi

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Hallo Anschi. Er kann "Freund und Befreier" sein und man muss auuch dies Thema mit "Vernunft" sehen!
*Wonn aaaa immer, mache mer alle die Augen zu"! Hessenslang und Grüße Dir von Franz
*Äwer mer howe noch Zeit! Jaaaa und mit dem Alter, verliert man mehr die Angst vor diesem!
Zuweilen ist auch hier dies gut, was ich eingestellt habe am 09, denn auch dies befreit oft von Angst!

Anschi Wiegand (12.08.2021):
Ja, lieber Franz, irgendwann ist jeder dran. Und gut, dass wir meist nicht wissen, wann das ist. Doch wäre es gut, wenn wir die Angst davor verlieren würden, wobei ich denke, die Menschen haben mehr Angst vor dem Sterben, als vor dem Tod selbst. Lieben Gruß! Anschi

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Liebe Anschi,
ich mit meinen 88 Jahren will ihn aber noch nicht so nah sehen. Ich sage immer: wenn ich tot bin werde ich sauer. Doof nicht.
Habe aber noch so viel vor im Leben.
Na, mal sehen, vielleicht verzieht er sich noch ein paar Jährchen. Ist gut, dass wir nicht wissen wann die Stunde geschlagen hat.
Herzlich Wally

Anschi Wiegand (12.08.2021):
Liebe Wally, meine beiden Omas wurden etwa 95 Jahre alt. Die eine Oma hat seit 40 Jahren immer gedacht "den nächsten Winter überlebe ich nicht", die andere wollte übers Sterben gar nicht reden... sie war immer unterwegs und ziemlich unternehmungslustig. Dass sie trotz der unterschiedlichen Einstellungen beide so alt wurden, ist interessant... wie du sagst, es ist gut, dass wir das vorher nicht so genau wissen... Letztlich müssen wir aus jedem Tag das Beste herausholen, der uns geschenkt ist. Lieben Gruß! Anschi

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Dies gilt seit ewigen Zeiten, der Tod gehört zum Leben. Gutes Gedicht!

Herzlich Margit

Anschi Wiegand (12.08.2021):
Danke, liebe Margit! Da kann ich dir nur zustimmen! Lieben Gruß! Anschi

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Liebe Anschi,
es ist ein Thema, mit dem man sich nicht gerne anfreundet. Doch der Tod hat seine eigenen Spielregeln. Mein Bruder wartet, dass er erlöst wird und meine Schwägerin ist völlig überrascht worden und der Tod lacht sich so eins ins Fäustchen, was sind wir für einfältige Erdenbürger, denn er weicht nicht von unserer Seite.
Trotz der Ernsthaftigkeit, ein sehr gutes Gedicht.

Liebe Grüße von Hildegard

Anschi Wiegand (12.08.2021):
Danke, liebe Hildegard! Ja... der Tod gehört zum Leben dazu, auch wenn wir das oft nur ungern akzeptieren wollen... Lieben Gruß! Anschi

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Liebe Anschi,
seltsam, als junger Mensch denkt man an den Tod mit Grauen und man möchte ewig leben. Ist man jedoch in der letzten Dekade, dann fürchtet man ihn nicht mehr. Und wenn man nach 72 Ehejahren die Frau noch hat und liebt, dann quält nur der Gedanke eventuell eines Tages allein zu sei.
Dein Gedicht, wie immer Klasse.
Herzlich Karl-Heinz

Anschi Wiegand (12.08.2021):
Danke, lieber Karl-Heinz! Das sind sehr weise Worte von dir und 72 Ehejahre... das ist ein ganzes Leben. Wenn dann einer vorangeht, bleibt ein halber Mensch übrig vom Gefühl her... und oftmals folgt man dem Partner dann auch bald, das habe ich schon oft beobachtet. Es ist gut, wenn man auf sein Leben zurück blicken kann mit dem Gefühl: ich habe ein meistens gutes Leben gelebt... und bin jetzt bereit für die Ewigkeit... Nachdenkliche, herzliche Grüße! Anschi

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Den Film kenne ich gut und finde die Sicht gut, im Film.
Im Leben ist es wirklich so, dass der Gevatter unser stetiger Begleiter ist.
Wir Leben mit ihm, bewußt oder unbewußt.
Sehr gut beschrieben.

Lg Dirk

Anschi Wiegand (12.08.2021):
Danke, lieber Dirk! Ja... der Tod gehört zum Leben dazu, auch wenn uns der Gedanke oft nicht behagt. Lieben Gruß! Anschi

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...Anschi, der Tod ist ein ständiger Begleiter,
das macht wohl das Leben nicht so heiter,
doch ist dem Tod man auch schon mal entkommen,
eins ist sicher, er wird wieder kommen.

LG Bertl.



Anschi Wiegand (12.08.2021):
Ja, lieber Bertl, wer lebt, wird zwangsläufig auch irgendwann sterben müssen... außer, er ist ein Highlander... Wobei es auch nicht schön ist, wenn man als einziger übrig bleibt, während alle Lieben schon gegangen sind... L.G. Anschi

dkame

09.08.2021
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... darum lasst uns Epikurier werden...
Der Tod bekümmert uns nicht, denn solange wir am Leben sind, ist der Tod nicht bei uns, und wenn der Tod da ist, so sind wir nicht mehr hier“.
Super geschrieben... wie immer, und wie es zu erwarten war/ist
Lg
Dieter

Anschi Wiegand (12.08.2021):
Danke, lieber Dieter! Freut mich, wenn dir mein (ja schon älterer) Text wieder gefallen hat. Lieben Gruß! Anschi

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Der Tod als Freund, Befreier von Schmerzen und Leiden, bringt uns ins ewige Leben zurück.
Sehr gekonnt gedichtet, schöne Reime, gern gelesen!

Liebe Grüße und einen schönen Tag
Herbert

Anschi Wiegand (12.08.2021):
Danke, lieber Herbert! Ja... meistens sehen wir den Tod eher als Bedrohung, aber er gehört zum Leben dazu... und wenn wir ihm positiv begegnen, kann das sehr hilfreich sein. Das kam ja auch in deinem heutigen Gedicht gut zum Ausdruck! :-) Lieben Gruß! Anschi

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