Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„Der Irrtum des Pharisäers“ von Anschi Wiegand


Das Gedicht lesen - oder weitere Beiträge und Infos von Anschi Wiegand anzeigen.

Beiträge anderer Autorinnen und Autoren aus der Kategorie „Glauben“ lesen

Bild vom Kommentator
Hallo Anschi.

Arbeitest du etwa in der christlichen Buchhandlung an der Holstenstraße? Würde einiges erklären. Hab doch mal den Mut, dich zu outen. Mir würde das helfen. Ich glaube, wir stecken da als relative "Normalchristen" alle in einer gewissen Bredouille. Denn ich von meinem Standpunkt her kann sagen, dass diese Buchhadlung ja als evangelische Buchhandlung angefangen hat, die auch gut bestückt war, und wo man gute Bibelausgaben fand, manchmal auch gute Musik. Aber ich bin einfach kein Evangelikaler oder Pfingstler. Von dieser Szene habe ich mich schon sehr lange losgesagt, weil sie dazu tendiert, alles zu unterwandern, und ein echtes, freies Christentum im Keim zu ersticken. Ich habe da mal mein Buch "Gottes Zelt" hingegeben, damit das da verkauft werden kann. Könnte sein, dass wir uns von da kennen. Will ja mal ganz eindeutig sagen: Ich will dich nicht anbaggern. Würde dich aber gerne mal darüber befragen, ob du nicht vielleicht in etwas reingeraten bist, wo du jemanden mit etwas Überblick bräuchstest, um dich da raus zu holen? Ich hatte vor allem nach deiner Antwort auf Igos Kommentar das Gefühl, dass du da vielleicht Unterstützung bei bräuchtest. Vielleicht könnte ich da ein bisschen helfen. Zumindest, aus diesem ganzen Dominostein-Prinzip rauszukommen.

Alles Liebe,

Patrick Rabe

Anschi Wiegand (20.08.2021):
Danke, lieber Patrick, aber ich brauche keine Hilfe! Ich bin jetzt 56 und habe meine eigene Anschauung über viele Jahre bilden können. Extremistische Ansichten lehne auch ich ab... egal, ob politischer oder religiöser Art. Ich denke auch nicht, dass du dir Sorgen machen musst, nur weil ich mich von Gott getragen fühlte in einer Zeit der Lebenskrise... was ich übrigens erst im Rückblick so sehe. Uns "Normalchristen" fehlt diese Gewissheit viel zu oft... darum beneide ich oft die Evangelikalen, unter denen es auch "solche und solche" gibt... wie in jeder christlichen Gemeinde. Habe mich aber auch bewusst für eine normale evangelische Gemeinde entschieden, weil ich mich da freier fühle. (Trotzdem habe ich oft einen sehr guten Austausch auch mit meinen evangelikal ausgerichteten Kunden...) Was das "outen" angeht... wenn du meine Autorenseite liest, da findest du eigentlich alles Wichtige... auch die Info, dass ich in Rheinhessen lebe... also weit weg von Berlin... Also... mach dir keine Sorgen! Meine religiöse Ausrichtung würde ich als "ökumenisch" bezeichnen... :-D L.G. Anschi

Bild vom Kommentator
Da fallen mir die Christen ein, die nur in die Kirche gehen, um sich die Lizenz zum Pöbeln holen.
Dein Gedicht ist bestens für Gläugibe geeignet, nicht umsonst zu glauben, liebe Anschi.

LG von Margit



Anschi Wiegand (19.08.2021):
Danke für den netten Kommentar, liebe Martig! Leider gibt es etliche dieser Pseudo-Christen, die denken, sie wären die besseren Frommen. Aber es gibt auch die, denen es wirklich wichtig ist, ihren Glauben zu leben und dies nicht im Vordergrund, sondern im Alltag! Lieben Gruß! Anschi

Bild vom Kommentator
Liebe Anschi,
gratuliere zu deiner Ausarbeitung des angegebenen Textes
und Gott schätzt die Sünder, da sie um Vergebung bitten,
aber dem Parisäer bringt der Hochmut zu Fall.

Schicke dir herzliche Grüße, Hildegard

Anschi Wiegand (19.08.2021):
Danke, liebe Hildegard, für den netten Kommentar! Ich hatte gar nicht erwartet, auf einen Text in dieser Kategorie so viele positive Kommentare zu erhalten... Ja... ich bin auch fest davon überzeugt, dass Gott die Sünder liebt... und sein Sohn brachte diese Botschaft zu uns! Lieben Gruß! Anschi

Bild vom Kommentator
Liebe Anschi ... ein wirklich gutes Werk,... es macht nachdenklich, und lädt zu einer Reise zu seinem Glauben ein.
Ich denke Du hast einen tiefen, reinen und starken Glauben. Der macht Dich stark.

Ich Maße mir nicht an wie Gott zu denken,
auch nicht zu wissen wohin er will uns lenken,
auch nicht was er in uns wirklich erkennt
auch nicht ob in uns sein Funke noch brennt.

Das Gesetz macht dem Mensch zum Verbrecher,
der Umstand oftmals dem Mensch zum Rächer,
der Gute macht den anderen zum Schlechten,
das Falsche erzeugt den Wert des Rechten.

Ich glaube an einen großen Gott der Herzen,
er fühlt mit jedem von uns die Freuden und Schmerzen.
Er macht keinen Unterschied nach unserem Denken,
er wird jedem seine Liebe schenken.

Er führt kein Schwarzbuch für die Seelen,
auch keine Liste, wer wird belohnt, wen kann er quälen,
auch wendet er sich nicht ab wie wir es tun,
In seinem Geiste können wir alle ruhn.

Gott ist so groß und prächtig,
sein Wissen ist ist so übermächtig,
sein Wesen alle Rahmen sprengt,
zu Ihm auch der Sünder drängt.

Ich hoffe, für die unzähligen Vielen,
die durch das menschliche Bewertungsgitter fielen,
dass ich recht hab mit der göttlichen Sicht,
denn wie gesagt, ich weiß es nicht.

Bevor ich unterscheide zwischen Gut und Böse,
ich mich meist von meinen Dämonen löse,
ich versuch den Grund zu sehn,
und dadurch beginne zu verstehn.

Ich denke, doch ich weiß es nicht,
der Himmel hat ein gar seltsames Licht,
da sieht man das Gute in jedem Menschenkind,
und auch dann, wenn man es fast nicht find.

Wenn einst die Guten nicht mehr so rein,
können auch die Bösen besser sein;
Denn der Unterschied ist die Differenz der beiden,
darum muss der scheinbar Böse leiden.

Die Nacht entsteht erst durch den Tag,
die Sonne ich wegen der Kälte mag,
die Freude ist aus der Trauer entsprungen,
die Stille nachdem der Ton verklungen.

Auch wenn Du dein Auto nicht verstehst,
und Du niemals an dessen Schrauben gedreht,
auch wenn Du nicht an das Auto glaubst und denkst,
es funktioniert zumeist wenn Du es lenkst;

Nicht an das was wir glauben ist so wichtig,
sondern ob er an uns glaubt, das ist richtig.
Wir alle sind seine Kinderschar,
und das finde ich so wunderbar.


Was wäre das Forum ohne Dich?
Lg











Anschi Wiegand (19.08.2021):
Lieber Igo, dein Kommentar ist überwältigend! Du solltest dein Gedicht als eigenen Text hier einstellen, damit er nicht verloren geht! Was meinen Glauben angeht, so denke ich oft, dass er gar nicht so stark ist... aber ich merkte, als ich eine Weile sehr "fern" war in einer Lebenskrise, dass mir etwas fehlte... und suchte mir darum wieder eine Heimat in einer Gemeinde. Was ich spannend finde: in der erwähnten Lebenskrise (das Ende meiner ersten Ehe und einiger Verirrungen meinerseits) fand ich meinen Job in der christlichen Buchhandlung. Und auch, wenn ich mich privat zumindest von der Kirche zu der Zeit etwas distanzierte (ich war davor seeehr aktiv), hatte ich beruflich gar keine Chance, ganz "abhanden" zu kommen... das hat der liebe Gott schon ganz gut eingefädelt für mich... Und er hat mir sogar wieder einen Partner geschickt, der mich erneut an die Liebe glauben ließ... Lieben Gruß! Anschi

Bild vom Kommentator
Ich denke, die größten unaufrichtigen Menschen sitzen zu oft im Gotteshaus in Bankreihe Nummer 1! Richtig? Dir liebe Grüße Anschi von Franz

Anschi Wiegand (19.08.2021):
Das war wohl immer schon so, lieber Franz... darum stehen schon in der Bibel etliche Beispiele, wo Jesus das kritisiert... wie auch in dem Gedicht zugrunde liegenden Text, der letzten Sonntag gelesen wurde... Lieben Gruß! Anschi

Bild vom Kommentator
Ein schönes Zeugnis einer gläubigen Seele, die sich Gedanken macht und berechtigte Schlüsse zieht.

Liebe Grüße
Herbert

Anschi Wiegand (19.08.2021):
Danke, lieber Herbert! Oft denke ich, dass mein Glaube eher schwach ist... doch fehlte mir etwas Wichtiges, hätte ich ihn nicht. Und ich bin mir ganz sicher, dass Gott ganz anders urteilt, als wir Menschen das vermuten... Lieben Gruß! Anschi

Bild vom Kommentator
...so wär's richtig Anschi, ich lass mich gerne überraschen.
GN8 und lG, Bertl.

Anschi Wiegand (19.08.2021):
Ich glaube, da werden so manche überrascht sein am Ende unserer Tage, wen wir alles treffen... oder auch nicht treffen werden... Lieben Gruß! Anschi

Nicht vergessen: Eigenen Kommentar zum Gedicht verfassen!

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für die Leserkommentare liegen bei den jeweiligen Einsendern.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für die Beiträge oder von den Einsendern verlinkte Inhalte.
Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).