Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„Der Weg“ von Irene Lichtenberg


Das Gedicht lesen - oder weitere Beiträge und Infos von Irene Lichtenberg anzeigen.

Beiträge anderer Autorinnen und Autoren aus der Kategorie „Corona / Coronavirus (SARS-CoV-2)“ lesen

Bild vom Kommentator
Sehr wichtige Gedanken, liebe Irene! Und... wie du es auch beschreibst... ist das Schlimmste daran die gegenseitige Aggression! Wir haben in der Familie sowohl einen heftigen Corona-Fall, als auch einen Fall einer schlimmen Impf-Reaktion. Beides möchte man nicht... für ein Risiko wird sich jeder Mensch jedoch am Ende entscheiden müssen. Ich arbeite im Verkauf und bin es inzwischen müde, Diskussionen mit Menschen zu führen, die Corona für "harmlos" halten und alle Berichte über den gefährlichen Virus als Fake bezeichnen. Aber ich verstehe auch manche Gründe, warum sich ein Mensch gegen die Impfung entscheidet. (Eine Freundin hat Langzeitschäden durch "Überimpfung" in jungen Jahren... ganz unabhängig von Corona. Sie wird sich sicher nicht impfen lassen.)
Ich weiß, dass die Toleranz schwierig ist... auf beiden Seiten! Und ich wünsche mir dennoch wie du, dass man mit Toleranz, Rücksicht und Wohlwollen einander begegnet, auch wenn man verschiedene Ansichten hat. Die aktuelle Entwicklung, dass auf einmal "Getestete" vielfach ausgegrenzt werden sollen, obwohl das "Getestetsein" doch das ganze letzte Jahr gleichwertig mit dem Geimpftsein war, das sehe ich mit großer Sorge. Tests sollten weiterhin verfügbar sein für Nichtgeimpfte... und dies zu einer moderaten Gebühr auch finanzierbar für die Betroffenen. Dass dies nicht dauerhaft kostenlos sein kann, ist nachvollziehbar... aber es muss dennoch als Möglichkeit bleiben, ortsnah diese Tests zu machen. Dass man Restaurants missbraucht für den indirekten "Impfzwang", indem man ihnen 2G-Regelungen empfiehlt... das sehe ich mit Sorge.
Ich persönlich gehe übrigens nach wie vor noch auf keine Großveranstaltungen und habe auch keine Lust, in Restaurants zu gehen, obwohl ich geimpft bin! Weil ich mich in großen Menschenmengen nach wie vor nicht sicher fühle... vielleicht entspannt sich das bei mir noch. Aber mir persönlich... und ich rede hier nur von mir und meinem Mann... gibt die Impfung (die wir gut vertragen haben) die nötige Sicherheit, uns wieder mit unseren Kindern und Enkeln zu treffen... und vielleicht diesmal an Weihnachten nicht mehr nur zu zweit zu feiern... Dabei hilft uns auch das Wissen, dass alle unsre Kinder und auch meine Mutti und andere Verwandte ebenfalls geimpft sind (die zwei kleinen Enkel von 2 und 3 Jahren natürlich nicht). Meine Freundin, die sich nicht impfen lässt, trifft ihre Enkel aber auch... und es ist ihre Entscheidung, dieses Risiko einzugehen... weil für sie das Risiko der Impfung größer scheint.
Entschuldige den langen Kommentar... ich wollte so viel gar nicht schreiben. Ich merke nur, wie es auch mir oft schwer fällt mit der "Toleranz", dass ich aber mittlerweile auch viel differenzierter darüber denke.
Zu Beginn wollten wir auch keinesfalls die Impfung... dann sahen wir als Alternative aber nur die Einsamkeit... und die war für uns (vor allem für mich) der Hauptgrund, warum ich die Impfung dann doch "riskierte"... für uns war es die Rückkehr in ein "normaleres" Leben... Und ich finde, die Isolation und die Einsamkeit, die den "Schutz" vor dem Virus sichern sollten, viel gefährlicher, als den Virus selbst...

Nachdenkliche Grüße! Anschi


Irene Lichtenberg (19.09.2021):
Liebe Anschi, vielen Dank für Deine Gedanken. Ja, jeder muss seine Entscheidung treffen und ich finde es gut, sich impfen zu lassen, wenn man sich damit sicherer fühlt. Jeder Mensch hat ja auch seine ganz eigene Lebenssituation und Vorgeschichte. Ich danke Dir und finde es schön, dass Du Toleranz leben kannst. Das beweisst Größe. Mögen mehr Frieden unter uns einkehren und mehr Verständnis für andere Sichtweisen. Auf bessere Zeiten, vielen Dank und bleib' gesund!

Bild vom Kommentator
Wir sollten alle dies mit Vernunft und Verstand sehen! Grüße Franz
Bild vom Kommentator
das kann ich nur unterschrieben. Der eigene Weg muss erlaubt sein. LG von Aylin
Bild vom Kommentator
...Irene, wem nicht zu helfen ist, der verzögert nur noch die Pandemie,
Der Steuerzahler wird schon alles decken und hinter mir die Sintflut, denken sich viele.
Was bleibt sind Langzeitschäden bei Erkrankten und ein kürzeres Leben.
Damit rechnet leider keiner.

LG Adalbert.

Irene Lichtenberg (18.09.2021):
Lieber Adalbert, das sehe ich tatsächlich anders. Es ist nicht einfach Egoismus oder stumpfe Ignoranz, die die meisten Ungeimpften umtreibt. Die meisten haben gute Gründe, nur werden sie nicht gehört. Laut Solidarpakt kommt unsere Gesellschaft schon immer für Kosten auf, die z.B. durch Suchtkranke, Alkoholiker und Raucher entstehen. Das ist selbstverständlich und das soll bitte auch so bleiben. Aber wenn Menschen sich dafür entscheiden, sich keinen Impfstoff in die Blutbahn jagen zu lassen, der kaum getestet ist und mit dem aktuell un-end- lich viel Geld verdient wird, dann wird daraus ein neues Feindbild gezimmert. Es gäbe noch sehr viel dazu zu schreiben. Wie gesagt: meine persönliche Meinung ist eine andere und ich habe, wie Du, gute Gründe. Deine Meinung, lieber Adalbert, möchte ich damit NICHT diskreditieren. Ich will lieber Brücken bauen, wir sind schließlich immer noch EINE Gesellschaft. In diesem Sinne: alles Gute für Dich und bleib' gesund!

Nicht vergessen: Eigenen Kommentar zum Gedicht verfassen!

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für die Leserkommentare liegen bei den jeweiligen Einsendern.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für die Beiträge oder von den Einsendern verlinkte Inhalte.
Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).