Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„Speicherplatte“ von Anschi Wiegand


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Liebe Anschi, manchmal wäre es schon schön, wenn man die Gehirn-Festplatte mal "bereinigen" könnte. Dann hätte man nicht nur Platz für Neues, sondern Altes wäre endgültig fort. Leider hat man aber jede Ecke mit irgendwelchen Problemen ausgefüllt. Man sagt ja, wer sich viel geistig beschäftigt, bleibt länger jung im Gehirn??! Naja, manchmal muss ich schon überlegen, aber diese kleinen "Aussetzer" hat man wohl in jedem Alter. Schöne Grüße in Deinen Abend, Helga

Anschi Wiegand (12.10.2021):
Tatsächlich ist dieser Gedanke genial, liebe Helga. Wir können zwar Altes nicht löschen, aber wir können manches "überschreiben" mit neuen Erinnerungen, so dass das Unschöne vielleicht doch immer weiter nach hinten rutscht... Lieben Gruß auch in deinen Abend! Anschi

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Liebe Anschi,

ein interessantes Gedicht aus deiner geübten Hand. Meine Speicherplatte im Gehirn gibt mir oft Rätsel aus. Besonders das Kurzzeitgedächtnis lässt erschreckend nach, während das Langzeitgedächtnis Erinnerungen an mehr oder weniger Geschehen
nicht vergessen lässt.

Herzlich grüßt Karl-Heinz

Anschi Wiegand (12.10.2021):
Lieber Karl-Heinz, meine Mutter klagt auch über ihre Vergesslichkeit, sie ist 84. Deine Speicherplatte ist ja aber noch immer gut in Schuss und im regelmäßigen Training und Einsatz, was deine tollen Gedichte immer wieder zeigen! By the way... auch mit Mitte 50 gibt es Tage, wo ich manchmal überlege, was ich eigentlich im Kopf habe, so konfus bin ich da... Herzlichen Gruß! Anschi

ibaum

11.10.2021
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Es gibt Menschen, die z.B. infolge lebensbedrohlicher Erlebnisse derart traumatisiert wurden, dass ein geringer Auslöser genügt, um bei ihnen Flashbacks hervorzurufen. Der Leidensdruck solcher Opfer ist immens. Mithilfe der EMDR-Therapie (Desensibilisierung und Verarbeitung von Augenbewegungen) konnte vielen Betroffenen nachhaltig geholfen werden.
Hilfreich wäre vielleicht auch die Literatur der Trauma -Therapeutin Verena König. Der Titel ihres aktuellen Buchs: „Bin ich traumatisiert?“ oder das Anschauen einiger ihrer Filme auf Youtube.
Ein anderer Extremfall ist der krankheits- oder traumabedingte dauerhafte Verlust an Erinnerungen (Amnesie), der nicht weniger quälend ist als genannte Retraumatisierung.
Es wäre zu schön, um wahr zu sein, wenn man im eigenen Gehirn wie auf der Computerfestplatte unliebsame Erinnerungen für immer löschen könnte, ohne dass die schönen, uns besonders wertvollen Erinnerungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Aber vielleicht wird dies eines Tages mithilfe der Digitalisierung möglich sein – dann würden Menschen sich in sogenannte Cyborgs verwandeln. Aber ob das erstrebenswert ist? Ich glaube, in dem Fall würde ich mich doch lieber gelegentlich mit schlechten Erinnerungen herumschlagen…

Einen schönen Abend und liebe Grüße
Ingrid


Anschi Wiegand (12.10.2021):
Liebe Ingrid, Danke für diesen tollen ergänzenden Kommentar! Ein Cyborg wollte ich auch nicht sein... dann vielleicht doch lieber lernen, mit manchen Erinnerungen zu leben, auch wenn sie unangenehm sind. Aus manchen kann man ja auch lernen. - Meine Schwägerin wurde im Oktober 2005 von ihrem Exmann niedergeschossen... sie hat seither zahlreiche Therapien gemacht und es wäre sicher hilfreich, sie könnte diese DejaVus löschen, die meistens um diese Jahreszeit besonders stark auftreten... Sie musste nach und nach lernen, so gut es geht damit zu leben und im Jetzt zu sein. Kürzlich sagte sie zu mir, sie habe so viel an Angst in ihrem Leben erfahren und durchlebt, dass sie heute vor nichts mehr Angst habe... Nachdenkliche Grüße! Anschi

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Meine im Gehirn ist noch zu 100 % in Ordnung! So sicher, wie das Amen in der .....!
Abendgrüße Franz

Anschi Wiegand (12.10.2021):
Darüber kann man froh sein, lieber Franz, denn dies ist nicht selbstverständlich. Doch wie auch bei Karl-Heinz und Bertl schon angemerkt, denke ich, dass das regelmäßige Schreiben schon helfen kann, den Geist fit zu halten! Lieben Gruß! Anschi

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...Anschi, ich bin froh, dass meine Speicherplatte im Hirn so noch halbwegs funktioniert.
LG von Bertl.

Anschi Wiegand (12.10.2021):
Regelmäßiges Hirntraining zahlt sich halt meist auch aus, und da bist du ja nicht untätig durch das Schreiben und Malen... Lieben Gruß! Anschi

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