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„Hilf meinem Herz“ von Frank Guelden


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...Frank, mit dieser tiefgründigen Lyrik hast du dein Bestes zum Ausdruck gebracht, was man in dieser Situation in sich trägt. Das Leid, das du mit dem Tod deiner Schwester erfahren hast ist gut nachvollziehbar und ich wünsche dir, gerade in Zeiten wie diesen, dass du bald aus dem Grau herausfinden kannst und wieder gute Zeiten auf dich zukommen.
Mit tiefer Anteilnahme wünsche ich dir alles Beste,
GlG Bertl.

Frank Guelden (21.12.2021):
Lieber Bertl, herzlichen Dank für Deine Anteilnahme. - Ja, die Zeiten sind schwer, und das sind sie für alle. Ich habe eigentlich noch Glück: Ich werde, und das wirklich sehr gut, seit noch nicht allzulanger Zeit von Menschen unterstützt, die mir professionell beistehen. - Ich bin jetzt in Pflegestufe eins, mein Betreutes Wohnen in der eigenen Wohnung läuft. Neben körperlichen Problemen, die das Alter so mit sich bringt, leide ich und das schon sehr, sehr lange unter Depressionen und Angst und Panikattacken. Was so etwas macht, ist schwer zu erklären; eigentlich nur für Menschen nachvollziehbar, die selbst betroffen sind. - Und wenn ich versuche es zu erklären, ist das für mich fast wie auf der Anklagebank zu sitzen und seine Unschuld beweisen zu müssen. - Und nun muß ich nichts erklären, mir wird geglaubt, wenn phasenweise so vieles nicht geht, was für andere eine Leichtigkeit ist. Mittlerweile ist das Thema Depression ja auch in den Medien präsent, was mir sehr hilft, wenn ich mitbekomme, wie es vielen, auch Prominenten, ähnlich geht wie mir. Liebe Grüße, Frank

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Lieber Frank,

auch mein Herz ist schwer und Weihnachten wird auch für mich ausfallen. Meine Frau liegt im Krankenhaus mit einer schweren Krankheit. Ich stelle keinen Baum auf und auch dieses Fest wird vorübergehen und zum Feiern ist mir nicht zumute.
Ich fühle mit dir.
Herzlich Karl-Heinz

Frank Guelden (20.12.2021):
Lieber Karl-Heinz, das ist ganz schlimm! - An Weihnachten auf diese Weise getrennt zu sein und nicht wissen, wie es wird, ist furchtbar. Meine Weihnachten in den letzten Jahren waren nicht ganz so heftig wie diesmal, doch "feierlich" war da auch nichts. Fühle Dich ganz lieb von mir umarmt! Frank

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Guten Abend Frank, dein Gedicht zeigt, wie es dir innerlich geht und dich der Verlust deiner geliebten Schwester schmerzt. Für dich geht das Leben weiter, auch wenn es mit tiefer Trauer verbunden ist. Meine aufrichtige Anteilnahme, Inge

Frank Guelden (20.12.2021):
Liebe Inge, ich mußte es erst einmal herausschreiben. Wie es mir geht, gehen wird, kann ich aktuell nicht beantworten; manches kommt irgendwie sehr zeitversetzt bei mir an. - Ich kenne es von früheren Erschütterungen. Einen Stich ins Herz habe ich mir selbst versetzt, versetzen müssen, weil es nicht anders möglich war, und das hat drei Jahre nachgewirkt und sehr, sehr viel verändert. - Herzlichen Dank für Deine Zeilen! Liebe Grüße, Frank

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Lieber Frank,
deine Zeilen haben mich erst erschreckt, dann merkte ich, es ist ein Aufschrei
von dir. Du musstest deinen Kummer herausschreiben und das ist auch gut so.
Wie wahr ich mit dir fühlen kann und lass die Tränen fliessen, sie geben dir
bei dem großen Verlust deiner lieben Schwester wieder Kraft zum Aufstehen,
das du so oft bewiesen hast. Aus weiter Ferne umarme ich dich und schreibe
dir alles von der Seele.

Schicke idr herrzliche Grüße, Hildegard

Frank Guelden (19.12.2021):
Liebe Hildegard, ich bin nicht immer ein bequemer Schreiber für meine Leser; das weiß ich. Oft sehr spontan teile ich vieles mit, und das Aufschreien gehört dazu, und ebenso die Freude und das Glück. Bei mir ist wenig fiktiv. Und ja, bisher bin ich immer wieder aufgestanden, das wird auch jetzt so sein. Ich danke Dir ganz herzlich für Dein Dabeisein und Dein Umarmen. Liebe Grüße, Frank

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Lieber Frank,
auch ich kann es nachfühlen,
in aller Stille mein aufrichtiges Beileid.
Mensch steht machtlos daneben, aber
im Herzen behalten wir diesen Verlust lieb.
Liebe Grüße schickt dir Gundel

Frank Guelden (19.12.2021):
Liebe Gundel, ja, Du sagst es. Vielen Dank für Deine Zeilen! Herzlichst, Frank

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Kein - schriftlicher - Trost der Welt wird reichen, Frank.
Versuch trotzdem, das kleine, größer werdende Licht am Tunnelende wieder zu finden.
Hast, trotz aller Widrigkeiten, ja auch immer wieder aufstehn können. Also: den nächsten
Kraftakt...

Auch meine aufrichtige Anteilnahme.

Grüße schickt Ralph

Frank Guelden (19.12.2021):
Lieber Ralph, "das größer werdende Licht am Ende des Tunnels könnte der Zug sein, der Dir entgegenkommt"... Mit Hoffnung ist man oft schlecht beraten. Als mein Schwager anrief um mir den Tod meiner Schwester mitzuteilen, habe ich ihn etwas trösten können, obwohl mich die Nachricht wirklich sehr getroffen hat. Im Aufstehen bin ich geübt. Der Tod ist oft eine Erlösung, das Vermissen ist das, was schmerzt. Und da ist bei mir eine Wunde aufgebrochen, die immer da ist und sich schließen muß. Ich lebe nicht so gerne, mußt Du wissen, doch da ist ein "trotzdem"... Herzlichst, Frank

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Lieber Andreas! Ich kann mir gut vorstellen, wie es momentan in dir aussieht. Ich habe auch vor zwei Jahren kurz vor Weihnachten meinen Bruder verloren und ich muss sagen, dass es verdammt weh tut. Der Schmerz wird sich lindern aber die Gedanken wandern immer wieder zu dem/der Verstorbenen. Ich drücke dich ganz feste, herzlichst Karin

Frank Guelden (19.12.2021):
Liebe Karin, ich heiße nicht Andreas. Und ich trauere anders, als viele. Herzlichst, Frank

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Lieber Frank,

ich kann nur sagen, es tut mir sehr leid. Lass Dich umarmen und stets uns denken, wir alle hier wollen Herzenswärme schenken. Du bist nicht allein, Deine kleinen Wohltäter auf flinken Beinchen sehen Dich lieb an. und ermuntern Dich wieder. Eben hat bei mir das Eichhörnchn durch das Fenster der Balkontür geschaut, wir schauten uns in 20 cm Nähe in die Augen, es knabberte ruhig weiter.

Sei herzlich gegrüßt von Margit

Frank Guelden (19.12.2021):
Liebe Margit, ganz, ganz herzlichen Dank für Deine Zeilen! Sie haben gut getan. Liebe Grüße, Frank

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kommentieren fällt mir jetzt schwer, Frank.
Meine herzliche Anteilnahme ist aber echt.
Liebe Grüße
Von Ingrid

Frank Guelden (19.12.2021):
Liebe Ingrid, das verstehe ich sehr gut. Und Du bist ja hier gewesen und hast geschrieben. Ganz liebe Grüße, Frank

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Schon beim Anlesen des Gedichtes
dachte ich verstört: da ist etwas anders.
Wie aus einer Wunde kam jedes Wort
- wie ein Hilfeschrei setzte es sich fort.
Niemand vermag dich jetzt wirklich zu trösten,
doch Mitfühlende werden neben dir stehen.
Im aufscheinenden Gesicht der Christrose
wirst du neben Tränen auch Hoffnung sehen.

Das Gedicht zeichnet dich
in deiner hilflosen Traurigkeit.
Alles in dir schreit
und wüstenweit
nichts als der Wind...
Eine unsagbare Verlassenheit
aber formt die Worte:
"Hilf meinem Herz"

Dieses Flehen bleibt nicht
ohne Erwiderung.
In irgendeiner Form wirst
du spüren:
Liebe kann man nicht verlieren.

Meine Gedanken sind bei dir, Frank.

- Renate

Frank Guelden (19.12.2021):
Liebe Renate, diese Nachricht hat mich heute heftig getroffen; doch ich konnte trotzdem meinen Schwager etwas trösten, was mir sehr wichtig war. Und dann habe ich draußen gestanden bei meinen Tieren, und die Tränen liefen. - Und dann mußte ich schreiben; mir Luft machen. Eine Art Wunde im Herzen habe ich immer, und doch scheint es stark zu sein. - Die Wunde blutet, so wie jetzt, und sie schließt sich wieder. Ich habe schon als kleines Kind viel Leid erlebt, das andere nicht so wahrnehmen. Ich bin emotional. - Als Jugendlicher habe ich versucht dieses Fühlen abzustumpfen... Ich wollte so sein, wie andere. Ich habe mich in Kreise begeben, die Du Dir kaum vorstellen kannst, und ich habe getrunken, sehr viel getrunken, und anderes mehr... Und irgendwann habe ich eingesehen, daß ich an mir selbst nicht vorbeikomme. Und nun erlebe ich alles immer noch sehr emotional, doch ich schaue nicht mehr fort... Ich kann glücklich sein, wie nur wenige und ich erlebe Schmerz und Kummer, wie nur wenige. So ist das. Und ich lebe das, und will auch nicht aus dem Leben fliehen... Es mag Gründe geben, weshalb das mein Leben ist. Liebe Grüße, Frank

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