Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„Girolamo“ von Andreas Vierk


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Lieber Andreas,

wir sind alle auf irgendeine Art und Weise
eigene Gefangene.
Von Zeit zu Zeit schauen wir uns äußerst
kritisch an.
Du aber lässt bei dieser Anschauung
nicht viel Gutes an dir dran...

Unentwegt besteht ein Kampf,
der dir deine Kräfte raubt
und der dich glauben lässt:
Nichts hat zu was getaugt.

Scheinst in dir selbst
wie eingeschlossen zu sein.
Und dein "Gift im Stachel"
beziehst du ein...

Durch permanente Selbstgeißelung
beginnt es mehr und mehr
durch dich zu fließen.
Unter derart seelischer Belastung
kann man sein LEBEN nicht frei genießen.

„Die Birken“
könnten Frauenstimmen sein,
die zeitweise unsanft trommelten auf dich ein.
Ebenso andere Menschen,
die dir schienen, bedrohlich zu sein.

So betrachte und wähle neu:
Seinen Lebensbaum muss man immer wieder
mit belebendem Wasser gießen,
und das sollte aus der Quelle
neuer Gedanken fließen.

Liebe Gedankengrüße sende ich an dich ab
- Renate

Andreas Vierk (05.05.2022):
Liebe Renate, vielen Dank für dein Mitgefühl. In solchen Zuständen bin ich seit meiner Schulzeit. Ich war direkt bestürzt, als ich Ähnlichkeiten zu Selbstgeißlern wie Savonarola entdecken musste. Dabei ist meine Renaissance-Ikone immer schon Boccaccio gewesen. Liebe Grüße gehen zu dir von Andreas

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Mit Girolamo tue ich mich in deinem Gedicht schwer.
Warum ? Ich weiß nur von einem: Savonarola.
Er wollte mit seiner weißen Kindergarde die
öffentliche Moral pflegen, was ihm nicht gelang.
Er wurde auf dem Marktplatz in Florenz gehenkt,
anschließend verbrannt. Er, der für mich ein
Vorgänger Luther war, obgleich ein Dominikaner.
HG Olaf

Andreas Vierk (05.05.2022):
Lieber Olaf, ich weiß wer das war. Sonst hätte ich seinen Namen nicht benutzt. Ich dachte bloß, dass er sich tatsächlich mal so gefühlt haben könnte, wie ich vorgestern. Eigentlich habe ich wieder mal qualvoll nach einer Überschrift gesucht. Ich glaube, dass ich mir angewöhnen könnte, nur noch Nummern als Überschrift zu benutzen. Übrigens sollte man Savonarola nicht mit Motorola verwechseln, das ist wieder was ganz anderes. Ein Scherz, haha. LG von Andreas

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Lieber Andreas,

toll geschrieben! - Egal, ob Du in dem Gedicht den Mönch skizziert hast, oder auch nicht.

Liebe Grüße,
Frank

Andreas Vierk (04.05.2022):
Danke Frank! Es könnte schon Savonarola sein. Es ist aber eher eine ihm ähnliche Haltung. Die Gitarre gab es ja noch nicht im Rinascimento, das wäre ja ein Anachronismus. Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße von Andreas

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Girolamo Savonarola, er wurde nicht umsonst erhängt und dann verbrannt,
er hat sich einfach in seiner Denkweise verrannt.

Andreas, als ich in Florenz war, wurde ich zum ersten Mal auf ihn aufmerksam.

LG Bertl.

Andreas Vierk (04.05.2022):
Lieber Bertl, es ist ein Gedicht über meine eigene Ausrasterei. Ich habe erst gestern mal wieder ein bisschen rotgesehen. Mich erinnerte das beim Schreiben an den Mönch. Aber ich nahm nur seinen Vornamen. Es kann also auch Girolamo Schrunzbichler aus Bratenhausen/Allgäu sein. LG von Andreas

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