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„Es ist schon alles gesagt...“ von Ingrid Baumgart-Fütterer


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Wunderbar eine Thematik verdichtet, die natürlich immer durchschlägt: Die Profanität und Banalität des sich ewig Wiederholenden. Schon der Steinhauer Malek schwor seiner Nefertati seine ewige Liebe bei der untergehenden Sonne am Ufer des Nils. Die gleichen Worte, die gleichen Empfindungen durch all die Jahrtausende in sämtlichen Kulturen. Nichts, was nicht schon mal gesagt, gelebt oder gedacht wurde. Wie beschreibt die Bibel es so schön 'Es gibt nichts Neues unter der Sonne'.
Nehmen wir als Beispiel mal den Liebeskummer. Die Welt geht unter. Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Doch die Welt ist schon milliardenmal untergegangen, in allen Epochen, zu allen Zeiten ist der Liebeskummer das Ende von allem und natürlich beschrieben worden von den Leidenden.
Und doch ist es tröstlich, die gleichen Erfahrungen, die gleichen Empfindungen, zeigen uns einen Weg aus dem düsteren Tal. Die Profanität und Banalität des schon immer Dagewesenen ist nicht nur Trost, sondern die Feste unter unseren Füssen.
Ein Dichter wird es daher schwer haben, aus dem Topf der Banalitäten noch etwas Schmackhaftes zu fabrizieren. Und doch gelingt es. Das Überraschende, der Anklang an Seelenzustände, denn Resonanz kann immer wieder erzeugt werden. Wie das Hungergefühl, obwohl wir schon alles gegessen haben mögen, was es so gibt, freuen wir uns auf die nächste Mahlzeit.


Ingrid Baumgart-Fütterer (31.08.2022):
Herzlichen Dank für deinen beeindruckenden Kommentar! Du hast das Thema "Banalitäten" in Worte gefasst, die beim Lesen in der Seele eine Resonanz auslösen - wie schön kann doch das ewig Banale sein, solange es einen solchen Anklang findet... LG Ingrid

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Zum Glück liebe Ingrid fällt uns immer wieder etwas ein! Gerne gelesen Dir Grüße von Franz

Ingrid Baumgart-Fütterer (31.08.2022):
Ja, lieber Franz, wir können aus dem Fundus unserer Erfahrungen schöpfen, diese mit Fantasie anreichern und häppchenweise poetisch aufbereiten. Liebe Grüße Ingrid

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...Ingrid, alles nützt sich ab mit der Zeit,
zum Glück ist es bei uns nicht ganz so weit.

LG Bertl.

Ingrid Baumgart-Fütterer (31.08.2022):
... Adalbert, solange wir uns auf dieser Plattform gegenseitig inspirieren, weht in der Poesie immer wieder ein neuer Wind. LG Ingrid

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