Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„DAS KAMEL“ von Renate Tank


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Liebe Renate,

das Nadelöhr in der Stadt Jerusalem soll es wirklich gegeben haben und es soll ein kleines Stadttor gewesen sein, durch das sich ein Kamel unbeladen durchzwängen mußte, wenn die großen Tore geschlossen waren. Unmöglich war das nicht, doch mit viel Aufwand verbunden.
Im Mittelalter war die Bibel in Latein geschrieben und angekettet; das sagt auch einiges aus...
Religion heißt übersetzt "Rückverbindung". Für mich sieht Rückverbindung anders aus. Im Namen von Religionen ist mehr Grauen verbreitet worden, als durch irgendetwas anderes. Der Weg zu einer höheren Macht muß also ein anderer sein und kommt nicht aus dem Verstand allein. Natürlich kann man das alles bis zum "geht nicht mehr" diskutieren...

Liebe Grüße,
Frank



Renate Tank (07.09.2022):
Lieber Frank, das mit dem Tor habe ich auch gelesen. Das zeigt ja auf, dass dieses Gleichnis noch heute die Menschen beschäftigt. Man ist sich da auch nie ganz einig geworden, wie ich las. Das ist bei anderen Bibelstellen auch öfter so. Was du betonst: "Der Weg zu einer höheren Macht muß also ein anderer sein und kommt nicht aus dem Verstand allein". Das ist für mich ebenfalls absolut wahr! Der Geist Gottes, weht wo er WILL... Mit dem Verstand allein werden wir das Göttliche nicht erfassen. Warum der eine Mensch viele Gnadengaben erhält und ein anderer wenige, das weiß ich nicht zu beantworten. Es liegt wohl sehr daran, wie wir uns dem UNBEGREIFLICHEN und doch SEIENDEN öffnen wollen/können. "Geht meiner Liebe ENTGEGEN", das ist ein Ausspruch, der um Alles weiß, weil er den Menschen zu nichts zwingt. Was uns fehlt, wird Gott vollkommen machen, wenn wir unser Ja dazu sprechen. Jetzt habe ich wieder mit meinen Gedanken ausgeholt - aber ich denke, ich kann es dir schon "zumuten", Frank. Ganz liebe Grüße an dich - Renate

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Es ist wohl der Stolz, die Macht und Gier nach Materiellem und ihrem Besitz die eine Seele so aufbläht, dass sie keinen Zugang findet zum himmlischen Reich.

Renate Tank (07.09.2022):
Das denke ich auch dazu, Manfred. Sinngemäß hat Jesus einmal gesagt: Wenn das HERZ (man könnte auch sagen: MENSCH) ganz mit weltlichen Gütern ausgefüllt ist, bleibt kein Platz mehr für den Glauben und das Himmlische. Für mich bedeutet das: GOTT passt da nicht mehr hinein, bekommt also keinen Platz! Und der Mensch verliert an Ihm das ganze Interesse, weil er seine ERFÜLLUNG schon gefunden hat. Ich denke über so etwas gern nach...Besten Dank für deinen für mich treffenden Kommentar und liebe Grüße in den Mittwoch von mir - Renate

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„Nochmals sage ich euch:
Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr,
als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“

Matthäus 19,24

Daran liebe Renate glaube ich ganz fest! Grüße Franz

Renate Tank (07.09.2022):
Lieber Franz, Gleichnisse sind nicht immer leicht zu begreifen. Manche muss man immer wieder drehen und wenden, neu durchdenken, dazu auch verschieden Meinungen lesen und gelten lassen. Aber irgendwann macht es richtig klick: Da ist man sich sehr sicher, dass das die rechte Aussage gewesen ist. Es passiert mir noch immer bei manchen Bibelstellen, dass mir dazu erst heute EIN LICHT aufgeht, wie man so schön sagt. Aber den Worten von Jesus Christus nachzusinnen, dazu ist es nie zu spät. Oft, so denke ich, bekommt man von Oben nach eigenen Anstrengungen die beste Hilfestellung. (Wer sucht, der findet...) Eine Zwiesprache mit Gott sollte nie erlöschen. Man sollte mit Ihm im Gespräch bleiben, damit diese Lebensverbindung nie erlischt oder aber begknnen kann. Jetzt kam aber wieder ein "Wasserfall" von mir zu dir, lächel... Viele Grüße zum Mittwoch - Renate

henri

07.09.2022
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Bildreich und nachdenklich erzählt, diese "Unmöglchkeit" durchs Nadelöhr nur mit menschl. oder kameliger Anstrengung zu gelangen bleibt spürbar zurück. Für mich eine der provokantesten Bibelstellen, so herausfordernd und scheinbar unlösbar für einen Menschen, auf den ersten Blick. Doch gerade darin liegt dann die hinführende Aussage, denn bei Gott ist letztendlich alles möglich.
Intensiver Text von Dir, liebe Renate..
LG Ingeborg

Renate Tank (07.09.2022):
O ja, provokant ist das absolut richtige Wort! Aber das ist es doch auch, was normalerweise die Menschen "aufstachelt", hinter den noch von Schleiern umgebenen Sinn zu kommen! Das WORT ist eben oft rätselhaft, weil unser Denken von anderen Dingen gelenkt und auch abgelenkt wird. Aber deshalb hat es doch seine innere WEISHEIT, und es steht NICHTS ÜBER DEM WORT. Schon gar nicht das unsrige...Vielen Dank, liebe Ingeborg. Ich bin deinen Worten wieder mit Spannung und bereichert gefolgt. Alles Liebe und viele Grüße von mir - Renate

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Liebe Renate, sehr gefällig dein Gedicht.

Wenn es einem Esel gelingt durch ein Nadelör zu kriechen, dann sollte es einem Kamel auch gelingen. Solltest du mein älteres Gedicht " So ein Kamel"von 2007 einmal lesen, dann kommst du aus dem Lachen nicht wieder heraus.
Herzlich Karl-Heinz

Renate Tank (08.09.2022):
Lieber Karl-Heinz, das Gleichnis von Jesus Christus ist ja in einem "übertragenen Sinn" zu betrachten, und um dieses Gleichnis habe ich dieses Gedicht gewebt. Auf was es sich bezieht, ist ja unterhalb der Verse gut ersichtlich eingefügt. Deine Verse zum Gedicht "So ein Kamel", die ich mir heute anschaute, stehen ja unter einem ganz anderen Stern: sie dienen der Belustigung, und das haben sie auch, wie man an den Kommentaren ablesen kann. Ich danke dir für deinen Besuch und sende dir eine Menge guter Wünsche und Grüße - Renate

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… mit Nadelöhr sind die engen Stadttore gemeint, wo kein Kamel hinein passt.
Ob das mit den Reichen stimmt, weiß ich auch nicht - es soll auch hier großzügige Individuen geben.

LG Teddybär

Renate Tank (06.09.2022):
Danke sehr für deinen Kommentar. Die Aussage von Jesus Christus zielt wohl auf DIE reichen Menschen ab, die nur den Wert des Geldes anbeten. Darüber vergessen sie alles andere - was für ihre Seele heilsam wäre und was ausgesagt wird in der Bibel, denn ihre Herzen erkalten. Natürlich gibt es UNTER den Reichen auch andere Charaktere; das ist unbestritten. Liebe Grüße an dich - Renate

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Jesus hat uns sehr viele schöne und weise Gleichnisse hinterlassen, und wir tun gut daran, sie uns immer wieder ins Bewusstsein zu rufen. Sie dienen als Leitfaden für unseren Weg, denn der Verlockungen in der materiellen Welt sind viele. Auch oft weniger wohlhabende Menschen können sehr gierig sein. Aber wir kommen nun mal nackt auf die Erde und verlassen sie ebenso wieder. Mitnehmen können wir "nur" die inneren Reichtümer. ;-) - Danke fürs Teilen und ganz liebe Grüße an dich, liebe Renate, von Mandalena

Renate Tank (06.09.2022):
Eine durchdachte Stellungnahme hast du mir dazu gegeben. Dafür herzlichen Dank, Mandalena. Und ich kann dem nur zustimmen! Einen entspannten Abend wünsche ich dir - hier war endlich mal ein Gewitter mit Regen; das tat guuuuuut... Alles Liebe wünscht dir Renate

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