Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„Leere Stunden“ von Jonny Langer


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Ein sehr aussagekräftiges Gedicht...

"Die Ernte" des bisherigen Lebens
sind seine leeren Hände.
Und denke ich zu Ende,
kommt vielleicht noch eine Wende,
die er einläuten kann,
da der Schock ihn überrann...
Manchmal stößt man an "Grenzen",
die des Lebens Sinn und Tendenzen
klarer nicht aufzeigen können.

Es liegt an ihm, "seine Zeit neu einzukleiden"
- er muss sich nur bald entscheiden,
sonst wird nur die Leere bleiben.

Empfindungsgrüße von mir - Renate

Jonny Langer (25.11.2022):
Die Leere, liebe Renate, sie kann auch beruhigend sein. Beruhigend, weil man sich von manch inneren Verbundenheit trennt. Die leeren Hände haben einmal Herzen berührt, bevor sie taube Finger bekommen haben. Nun ist es eben an der Zeit die Arme zu verschränken ... Ich danke dir herzlich und wünsche eine gute Nacht. Jonny

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Wieder ein Gedicht zum Nachdenken, mit dem du dich heute einbringst, lieber Jonny!

Mit fortschreitenden Jahren wird das Thema der verfließenden Zeit immer präsenter. Solange man jung ist, denkt man: 'Ach ich warte noch mit diesem oder jenem, ich habe ja noch das ganze Leben vor mir und eine große Vielzahl an Optionen'. Doch ehe man sich versieht, sind die Jahrzehnte verflossen und man fragt sich, ob die zur Verfügung stehende Lebenszeit wirklich richtig und sinnvoll genutzt wurde. Zeit, die man in Kneipen mit Saufgelagen verbracht hat, erscheinen dann plötzlich und richtigerweise als verlorene Stunden. Aber das Alleinsein fällt vielen Menschen schwer, zumal wir es auch nicht unbedingt gewöhnt sind. Es gibt so viele Pflichten, aber auch Ablenkungen in unserem Leben, dass wir selten wirklich zur Ruhe kommen. Dennoch ist es wertvoll, einmal nicht von sich selbst abgelenkt zu werden und sich über vieles Gedanken zu machen. Ich genieße es mittlerweile, wobei ich das richtige Maß von Ruhe und Geselligkeit auch hier als optimal ansehe.

Das Bild 'die Hände voll - mit leeren Stunden' gefällt mir besonders gut!

Es grüßt dich herzlich
Mandalena


Jonny Langer (25.11.2022):
Wie wahr, liebe Mandalena, wie wahr. Im fortschreitenden Alter - wenn die Seele wieder weicher - und der Blick über die Schulter strenger wird, kommen diese Gedanken. Und die vielen selbst gestellten Fragen, auf die es keine Antwort gibt. Aber wer hat schon das Gefühl alles richtig gemacht zu haben? Ich habe ganze Arme voll von leeren Stunden, doch haben sie mich für ein paar kurze Augenblicke ausgefüllt. Augenblicke, in denen die Zeit kurz stehenblieb. Um mich am Tag danach zu überholen ... Herzlichen Dank - und einen schönen Abend! Jonny

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Werter Jonny,

die leeren Stunden gehören zu meinen Glücksmomenten, sie gehören einfach mir. Sie sind getragen von Frieden, Ruhe und Stille.
Der Gegenpol, das gesellige Miteinander, ist für mich auch wichtig aber doch zweitrangig.

Ein schönes Gedicht, es spricht mich an.

LG Teddybär

Jonny Langer (25.11.2022):
Lieber Teddybär, ja es gibt stille Stunden in denen man allein sein möchte, in denen man sich ganz der inneren Ruhe hingibt. In solchen Stunden werden Erinnerungen wiedergeboren, werden Gedankenbilder sichtbar. Es gibt solche und solche leeren Stunden. Ich danke dir für deine Gedanken, die du mit uns teilst. Einen schönen Abend dir! LG Jonny

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