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Andreas Vierk (16.12.2025):
Lieber Uwe,
dieser Paradiesvogel ist so schwarz, dass man eigentlich einen anderen Namen für diese Farbe erfinden müsste. Das gibt es auch nur einmal in der Natur.
LG von Andreas
Andreas Vierk (16.12.2025):
Lieber Rolph
nach deinem empathischen Kommentar habe ich lange um eine Antwort gerungen. „Manchmal gibt es Texte, die nicht über Trauer sprechen, sondern aus ihr heraus.“ Ist schon ein vollendeter, wahrhaftiger Aphorismus, der sich in mein Bewusstsein eingeschrieben hat. Aber Trauer als Verwandlung des Selbst scheint mir ein bitterer, auswegloser Lebenskampf zu sein. Vieles aus deinem Kommentar (z.B. „nicht privat“ oder „wo individuelles Leid auf kollektive Erinnerung triff“) scheint mir eher auf Celan zu passen. Aber ich habe von dir etwas gelernt: vielleicht ist es ja so, dass Gedichte, wenn sie nicht für das Schubfach gedichtet sind, ihr Leid, ihre Freude und ihren Humor für die Öffentlichkeit zugänglich und verstehbar machen, auch wenn es nur Facetten oder einzelne Metaphern sind. Dein Kommentar nötigt mir auch Respekt ab, und wirkliche Künstler sind immer in einer großen, vielleicht polarisierenden Gemeinschaft miteinander verbunden.
LG von Andreas
Andreas Vierk (16.12.2025):
Lieber Bernhard,
dein Antwortgedicht ist fast eine kleine Ballade. Den Trost am Ende erlebe ich gerade. Habe mich einfach mal wieder meiner Gemeinschaft angeschlossen, statt mich zu verkrümeln.
LG von Andreas
Andreas Vierk (16.12.2025):
Liebe Inge,
mir geht es hier nicht so sehr um Geschichte und Politik. Für die einzelnen Facetten gilt, was du aufgeschlüsselt hast. Das zeigt mir auch, dass du einen mir verwandten Intellekt hast. Aber gehe bitte mal ein paar Schritte zurück. Das Gerüst des Gedichtes ist: Blau, Blitz, Blind. Das ist mir vor drei Wochen passiert, als meine Freundin völlig unvermittelt die Beziehung beendet hat, und mich in eine tiefe Krise gestürzt hat. Mehr besagt das Gedicht eigentlich gar nicht. Mein Lieblingsbuch von Celan ist übrigens nicht Mohn und Gedächtni mit der Todesfuge, sondern Sprachgitter. Hier im Forum lästern einige über Dichter, die reimlos schreiben. Ich finde, mal sollte als Dichter Celan, Neruda, Alberti, Ungaretti usw, zumindest zur Kenntnis nehmen.
LG von Andreas
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