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„Leise genug“ von Chandrika Wolkenstein


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Liebe Chandrika,

diesmal denke ich, konnte ich dem Text
ganz nahe gekommen:


DIE GEISTER

…die eine Essstörung
nach sich zogen,
haben ihre Schwerkraft in der
KINDERZEIT
errungen.

Manchmal sind sie am Verstummen,
um nachts mit größter Intensität ein
VERLANGEN
einzufordern,
das sich unverzüglich hat
zu bewähren.
Da lassen sie sich
NIEMALS STÖREN.

HÄNDE
erhalten Befehle,
denn ein ungestümer
DRANG
wird ausgesandt von
MAGEN UND KEHLE…

SÜSSES UND SALZIGES
bieten nächtliche Schränke an,
auf die man sich verlassen kann.
DIE EINSAMKEIT
bekommt Besuch;
DIE INNERE STIMME
führt dann
kein Buch!

Doch diese
VERSUCHUNG
wird bitter beglichen...
KONTROLLE
ist aus dem
KÖRPER GEWICHEN.

DAS BADEZIMMER
wird Zeuge der Qual
von Krämpfen und
Erbrechen.
Sie hat den
ÜBERTRITT
mit SCHMERZ
beglichen.

Auf den Fliesen liegt sie,
gekrümmt und allein;
ihren Arm um die Schulter,
als wollte sie sich halten.
EIN BILD,
das wahres Mitleid erregt
- doch bei wem sollte es
sich entfalten.

***

Sie war
LEISE GENUG,
ihren Schmerz
ganz für sich
zu behalten.

Liebe, späte Sonntagsgrüße
sind auf dem Weg zu dir
- Renate





Chandrika Wolkenstein (31.08.2026):
Liebe Renate, schön, dass dich dieser Text erreicht hat und vielen Dank für die dichterische Replik! Dir eine angenehme Woche! Chandrika

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