Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„Mutter und Kind (wiederveröffentlicht)“ von Patrick Rabe


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Dietrich07

01.09.2026
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Lieber Patrick,

du idealisierst deine Mutter nicht, sondern lässt die Enttäuschungen und Verletzungen stehen – und genau dadurch wirkt die Liebe am Ende so echt. Der Wendepunkt, wo du sie "mit erwachsenem Blick" siehst, mit Schwächen, als Mensch, ist für mich der Kern: Man kann jemanden erst wirklich lieben, wenn man aufhört, ihn zu idealisieren.

Und der Dialog am Schluss, mit dem "Ich bin okay, du bist okay", ist eine schöne, versöhnliche Geste – zwei unvollkommene Menschen, die sich trotzdem gegenseitig vergeben und annehmen.

Dass du es jetzt, nach ihrem Tod, in Liebe erneut teilst, macht daraus fast einen kleinen Frieden im Nachhinein.

Beinahe hätte ich jetzt noch „Gefällt mir“ geschrieben – aber das hätte unter einem Rezept für Kirsch-Streuselkuchen eine ähnlich aussagekräftige Wirkung.

Liebe Grüße
Dietrich



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Lieber Patrick,

ich glaube, alle Menschen werden diese
Erfahrung in ähnlicher Form machen,
denn das ist Teil unseres Reifeprozesses.
Er enthält einen nicht wenig schmerzhaften
Abschnitt, der aber notwendig ist.

Ich lasse dir meinen ausführlichen
Kommentar in Gedichtform da:


DAS KLENE WESEN

… wird bedingungslos
angenommen, geliebt.
Da gibt es rein gar nichts,
was diese Liebe trübt.

In späteren Jahren,
wenn es differenzieren kann,
fängt eine andere Periode an.
Da merkt es, dass auch
die Mutter fehlerhaft ist
und geschickt gebraucht
so manche List!

Auf sein Fühlen und Denken
nimmt das großen Einfluss.
Ein Kuss wird jetzt mehr
zum unwilligen Muss,
denn es spürte bei ihr
SCHWACHSTELLEN
genug,
was seinem Selbstwert
tat sehr gut....

Reifeprozesse sind voll im Gang;
dem Sohn/der Tochter wird
manchmal bang.
Vermehrt treten
Probleme auf - Fehlurteile der
Mutter auch.

Der Wert, den sie mal hatte, fängt
zu bröckeln an. Man leidet darunter
und gibt ihr die Schuld.
DIE KINDHEIT
wird in Gedanken abgespult,
da war
DAS BILD
von ihr
noch "KULT".
Das Verlorengegangene
allein trägt an dem
GEFÜHLSEINSCHNITT
Schuld.

Die inneren Zerrungen halten an;
man möchte die Mutter wieder
"VERKLÄRT"
sehen.
DAS ERWACHEN
aber hindert daran - man kann sich
selbst nicht mehr verstehen!

Über die Zeit nähert man sich wieder
an, denn man leidet entsetzlich
daran, zu spüren, wie sich etwas
GEFÜHLT UNUMSTÖSSLICHES
verändern kann.

DIE TIEFE
der Verbundenheit ging niemals verloren
- sie war nur etwas verdeckt.
DIE SCHRECKEN,
sie als
FEHLHAFTEN MENSCHEN
wahrzunehmen und
ABZUWERTEN,
hat die
INNIGE, WAHRE
LIEBE
verhindert
und zugedeckt.

Liebe Grüße sind in stürmischen
Winden unterwegs zu dir
- Renate












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Lieber Patrick
sehr berührend hast du deine späte Einsicht in Worte gebunden und Frieden mit deiner Mutter geschlossen.
Meine Mutter war eine warmherzige Frau, der es immer gelungen ist, zu vermitteln. Nur nicht zwischen meinem Vater und mir. Er war ein Narzisst, der nur Ja-Sager gelten ließ. Ich konnte ihm nichts recht machen, sollte immer nur funktionieren....Irgendwann wandte ich mich ab, weil ich nicht mehr manipuliert werden wollte.
Eine Versöhnung fand nicht statt..
auch nicht über den Tod hinaus.
Schön, dass es dir gelungen ist, deine Mutter noch zu lieben.

Liebe Grüße Ingrid
Eine Versöhnung hatte nicht mehr stattgefunden



Patrick Rabe (31.08.2026):
Liebe Ingrid, mir tut das auch gut. Liebe Grüße, Patrick

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Gefällt mir, Patrick!

LG von Nina

Patrick Rabe (31.08.2026):
Danke, Nina. Ich komme im Moment nicht an meine e-mails ran, sehe aber, dass du mir geschrieben hast. Alles Liebe, Patrick

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