Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„Schnittmenge“ von Dietrich Pietsch


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Wieder ein Gedicht, das sich nicht gleich erschließt. Man ist aber ganz dabei, und man freut sich, weil sich etwas löst und weil ein neuer Anfang möglich ist nach einer schwierigen Zeit! LG von Leonhard

Dietrich Pietsch (03.09.2026):
Ein großes Dankeschön für dein Feedback. Genau diesen Moment – das langsame Lösen einer Erstarrung und das Zulassen eines neuen Anfangs – wollte ich mit den Worten greifbar machen. Es freut mich, dass dieser Bogen für dich funktioniert hat. Liebe Grüße Dietrich

ibaum

01.09.2026
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Lieber Dietrich,
du verstehst es meisterhaft, Gedichte so zu verfassen, dass sie sich für alle möglichen Spielarten der Fantasie öffnen und somit Neues generieren. Diese Art von Inspiration ist eine große Kunst.

Liebe Grüße
Ingrid


Dem Tod knapp entronnen

-Fiktion –

-1-
Sie war Opfer eines Gewaltverbrechens,
überlebte den Angriff mit Müh und Not,
Täter wollte ihr die Kehle aufschlitzen,
ließ entsetzt nach erstem Schnitt Messer fallen.
-2-
Sie wurde notfalltherapiert, beatmet,
schwebte lange Zeit zwischen Leben und Tod,
die Wunde heilte, aber nicht die Seele,
von Albträumen wird sie jede Nacht verfolgt.
-3-
Die vernarbte Schnittwunde zeugt von der Tat,
Mahnmal ist ein Zeichen des Überlebens,
sie und ihr Freund sind seitdem enger gerückt,
spüren stark, was sie aneinander haben.



Dietrich Pietsch (01.09.2026):
Liebe Ingrid, ein ganz herzliches Dankeschön für dieses wunderbare Kompliment! Dass sich meine Zeilen für so unterschiedliche Spielarten der Fantasie öffnen, ist für mich bisweilen ein bewusstes Ziel beim Schreiben. Deine fiktive Geschichte ‚Dem Tod knapp entronnen‘ ist unheimlich intensiv und dramatisch. Es fasziniert mich zutiefst, wie du die Motive des Schnitts und der Naht in ein so existenzielles, greifbares Szenario übersetzt hast. Genau das ist die Magie der Lyrik: Ein Text geht auf Reisen und kehrt als völlig neues Kunstwerk zurück. Vielen Dank für diesen inspirierenden Austausch! Liebe Grüße Dietrich

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Lieber Dietrich,

Andeutungen einer kriegerischen Welt... und doch Einigkeit in einem fast wunderbaren Schutzraum. Liebe in Zerbrechlichkeit...

Liebe Grüße von

Patrick

Dietrich Pietsch (01.09.2026):
Lieber Patrick, ein großes Dankeschön für dein Feedback! Die Andeutung des äußeren Kampfes und der gleichzeitige Rückzug in den Schutzraum des Moments – das hast du wunderbar präzise herausgelesen. Vielen Dank für deine feinfühligen Worte. Liebe Grüße Dietrich

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Lieber Dietrich, für mich ist dies sehr gefühlsvolle Poesie, vor allem, hier sind Erinnerungen vorhanden, die nicht angenhmer Art sind! Sehr gut beschrieben!
Gerne gelesen Gruß von Franz

Dietrich Pietsch (01.09.2026):
Vielen Dank lieber Franz für deine Rückmeldung! Das Gedicht bewegt sich genau in diesem fragilen Zwischenraum – wo das Vergangene noch schmerzt, aber das Gegenwärtige bereits Halt verspricht. Dass du diese unruhigen Untertöne so wahrgenommen hast, ist ein schönes Kompliment für meine Poesie. Liebe Grüße Dietrich

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Lieber Dietrich,
deine Worte gingen mir unter die Haut!

***

ENDLICH

…wispert es im Raum,
unaufhörlich.

EIN ALBTRAUM
scheint vorbei,
der einen Winter verschluckte
und der sich als
LÄNGLICHE NAHT
entpuppte.

Der Schein der Straßenlaterne
streift ihre Haut, und blass
ist der Widerschein des
SCHNITTES
zu erkennen

Und eine Stille
redet so laut
und sie und ich,
so ruhig-vertraut,
dass kein einziges Wort fällt…

Nur was die Hände tun,
zählt.
Sie suchen und umschließen
sich
und halten sich,
- WIE EWIGLICH.

Liebe Grüße sende ich dir zu
- Renate





Dietrich Pietsch (01.09.2026):
Liebe Renate, vielen Dank für dein wunderbares Echo-Gedicht! Es fasziniert mich, wie du die Motive der Naht, des Schnitts und der Stille in deinem eigenen Rhythmus weiterträgst. Das Motiv, dass die Stille ‚so laut redet‘, ist eine großartige Ergänzung. Danke, dass du mein Gedicht mit deinen eigenen Worten so bereichert hast! Liebe Grüße! Dietrich

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Lieber Dietrich,
deine ergreifenden Worte verstehe ich so:
Eine Zeit der Schmerzen, der Ungewissheit hat deine Liebste geschwächt. Eine Narbe von der Operation, die sie überstanden hat, wird beleuchtet von der Straßenlaterne. Ein Hoffnungslicht. Es beginnt für euch beide das Jetzt, in dem ihr dankbar verweilen wollt. Das Gestern ist vorbei und das Morgen kann warten.

Liebe Grüße Ingrid





Dietrich Pietsch (31.08.2026):
Liebe Ingrid, vielen Dank, dass du dich so tief auf die Stimmung des Gedichts eingelassen hast. Die Idee vom ‚Hoffnungslicht‘ und der Dankbarkeit im Jetzt trifft genau den Kern der Erleichterung, die nach einem langen Kampf spürbar wird. Schön, dass der Text diesen Raum für dich geöffnet hat. Liebe Grüßße Dietrich PS: Grüße mit zwei ß ?? Hab gerade eins wieder gefunden und hier eingefügt, es ging bei einem meiner letzten Re-Kommentare verloren.

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Im Schnitt, ein abenteuerlicher Moment der Heilung, Dietrich.
Gern gelesen,
lG Bertl.

Dietrich Pietsch (31.08.2026):
Vielen Dank für deine Zeilen! Das Wortspiel mit dem ‚Schnitt‘ und die Idee des Abenteuers bei einer Heilung gefallen mir ausgesprochen gut. Es erfordert ja oft Mut, Altes hinter sich zu lassen. Schön, dass dich das Gedicht auf dieser Reise mitnehmen konnte! LG Dietrich

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Das Gedicht hat schon eine ganze Menge Atmosphere. Wirklich mitnehmend geschrieben.Für mich wäre es perfekt wenn statt des letzten Satzes einfach das wort HIER stehen würde weil wie ich finde, das Ende die extreme Höhe des Anspruchs nicht halten kann, den die vorherigen Zeilen durchweg halten.Aber was mich selbst betrifft finde ich es auch eher Fragwürdig wenn jemand mit Verbesserungsvorschlägen kommt. Also, das war jetzt nur meine Meinung,kein Vorschlag, auch so wie es ist habe ich es sehr gern gelesen- Allerbeste Grüße

Dietrich Pietsch (31.08.2026):
Herzlichen Dank für deinen konstruktiven und wertschätzenden Kommentar! Ich freue mich riesig, dass das Gedicht atmosphärisch so bei dir gewirkt hat. Zu deiner Anmerkung: Der Impuls mit dem Wort ‚HIER‘ ist überhaupt nicht fragwürdig, sondern eher spannend. Für mich lag der Fokus am Ende aber ganz bewusst auf der zeitlichen Komponente – dem Entkommen aus dem ‚langen Winter‘ der Vergangenheit –, weshalb mir das ‚Jetzt‘ so wichtig war. Aber genau das liebe ich an Lyrik: dass sie Raum für solche Gedanken lässt. Danke dir für deinen Denkanstoß und fürs Teilen deiner Meinung! Mit besten Grüen Dietrich

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