Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„Faltenwurf“ von Manfred Bessmann


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Hallo Manfred, wie komme ich nur auf die - zugegebenermaßen abwegige - Idee, dass ich dich
durch und durch kenne und zwar bis auf drei Stellen nach dem Komma? Verzeih mir großmütig ...
Inge HG

Manfred Bessmann (03.09.2026):
Liebe Inge, es ist das größte Kompliment für ein Antwortgedicht, wenn das Gegenüber das Gefühl hat, man teilt dieselbe Wellenlänge, sozusagen bis auf die letzte Nachkommastelle. Für die weiteren Nachkommastellen, bedarf es wohl noch einiger weiterer Gedichte. :-)

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Das sei nun mal als erstes erwähnt:

DER FALTENWURF
bei einem Kleid kann echt entzücken.
Im Gesicht, am Körper
mag er nicht sonderlich beglücken...

Jeder Mensch, so würde ich sagen,
ist darauf bedacht, dass ein Blick
in den Spiegel auch Freude macht.

Irgendwann aber schlägt für jeden
die Stunde, da machen Faltenmuster
die Runde: voll ausgeprägt oder
winzig klein - das ordnet der Betrachter
dann sehr kritisch ein.

Und weil es heute fast gang und gäbe ist,
setzt man sich eine letzte Frist: der Gang
zum Facelifting-Operateur ist ja allerorts
kein Malheur!

Doch denke daran, nicht jeder
"DOKTOR-CHAMEUR"
kann halten, was er verspricht.
Es kann dabei durchaus passieren:
du erkennst dich danach
nicht mehr als ICH...

Liebe Gedankengrüße - Renate



Manfred Bessmann (03.09.2026):
Liebe Renate, wie wahr und klug gedichtet! Dein Einwand mit dem ‚Doktor-Charmeur‘ bringt es auf den Punkt: Lieber ein paar ehrliche Falten als ein fremdes Gesicht im Spiegel. Anschauung aus der Welt der 'Schönen' und 'Reichen' gibt es ja genug. Bloß keine Verschlimmbesserung! Vielen Dank für diese wunderbare, poetische Ergänzung zum 'Faltenwurf'

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Passt lieber Manfred, zum Glück haben wir im Haus damit keinerlei Kummer!
Viele Grüße von Franz Dir

Manfred Bessmann (03.09.2026):
Vielen Dank, lieber Franz! Schön zu hören. Und stell dir mal vor wie viel Geld man spart, wenn man nicht immer neue Spiegel braucht. :-)

ibaum

02.09.2026
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Lieber Manfred,
dein tragisch-komisches Gedicht habe ich mit Interesse gelesen, auch auf dem Hintergrund, dass ich eine ältere Frau bin, die sich nur im Spiegel anschaut, wenn es unabdingbar ist. Aber trotzdem habe ich die Courage, zwischendurch einen kurzen Blick darauf zu werfen, auch wenn mir mein Spiegelbild kein wohlgefälliges Lächeln zu entlocken mag, wie in jungen Jahren.

Schmunzelgruß von Ingrid



Manfred Bessmann (02.09.2026):
Liebe Ingrid, letzten Endes geht es nicht nur Frauen so, auch Männer altern. Altersflecken, Falten, runzelige Haut, Falten wo man sie nicht will, kleine Speckbäuchlein und und und. Im Altersheim, wo ich privat Bewohner betreut hatte, sah ich oft mit den Bewohner ihre Fotoalben an. Von früher, wo sie jung waren. Die Transformation ist häufig gewaltig und all die Veränderungen mag man gar nicht glauben. Das Lächeln im Alter vorm Spiegel darf auch ruhig die Lebensweisheit widerspiegeln, über das innere Wohlgefallen.

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Ein gelungenes Gedicht, Manfred! Ich bin froh, dass ich damit null Probleme habe und durch sehr wenig Falten (nur die üblichen um den Mund) viel jünger aussehe. Die Aussagen meiner Mitmenschen decken sich seit Jahren breitflächig mit den Worten: "Sie sind niemals 49...!"

SG von Nina

Manfred Bessmann (02.09.2026):
Liebe Nina, so geht es mir auch. Nur andersrum: "Sie sind niemals 25...!" :-)

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